Amnesty International: Urgend Action Boyajá

Ab heute poste ich regelmäßig sogenannte Urgend Actions von Amnesty International. Dies sind Aufrufe, Briefe an Regierungen zu schreiben, um Menschen in Not zu helfen.

Die Briefe werden von Amnesty International oder von der Stuttgarter Gruppe von Amnesty vorformuliert.

Urgend Action Kolumbien – Bojayá

Der Menschenrechtsverteidiger Leyner Palacios prangert die Anwesenheit der paramilitärischen Gruppe auf dem Territorium der Gemeinschaften im Bezirk Bojayá an. Am 31. Dezember 2019 schränkten 300 Angehörige der bewaffneten Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia (ACG) die Bewegungsfreiheit von vier Gemeinschaften in Bojayá drastisch ein. Am 3. Januar 2020 drohte die AGC Leyner Palacios an, ihn zu ermorden, wenn er das Territorium in Bojayá nicht innerhalb von zwei Stunden verließe.

Im Brief an den kolumbianischen Präsidenten fordern wir Schutz für die indigenen und afro-kolumbianen Gemeinschaften und für ihren Sprecher Leyner Palacios. Weitere Infos unter: https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/paramilitaers-bedrohen-gemeinschaften-boyaja

Hier und hier findet ihr zwei Briefe, abgefasst Mitgliedern der Stuttgarter Amnesty Gruppe (und hier ist die Amnesty-Seite mit der Original-Meldung)

Danke fürs Mitmachen!

Weitere Informationen

In einer Urgend Action von Amnesty International vom 29.11. heißt es:

Häuser einer afrokolumbianischen Siedlung in Chocó, Kolumbien
Häuser einer afrokolumbianischen Siedlung in Chocó, Kolumbien
© Amnesty International

2.250 Angehörige der indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinschaften in Bojayá (Chocó, Westkolumbien) werden von der Guerillagruppe Ejército de Liberación Nacional und der paramilitärischen Gruppe Autodefensas Gaitanistas de Colombia belagert. Die bewaffneten Gruppen verweigern ihnen den Zugang zu Nahrung und grundlegender Gesundheitsversorgung.

Und in einer weiteren Urgend Action heißt es:

Seit Anfang November werden Mitglieder der Menschenrechtsorganisation dhColombia von Unbekanntenbeschattet– sowohl vor ihren Privatwohnungen als auch in der Umgebung des Büros der Organisation. dhColombia unterstützt Einzelpersonen oder Gruppen, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Im August wurde ein Mitglied von dhColombia abgehört, es wurden vertrauliche Informationen gestohlen und das Mitglied erhielt Morddrohungen. Am 4. Oktober beantragte dhColombia Schutzmaßnahmen, hat aber bislang keine Antwort der Behörden erhalten.

Mehr von Amnesty International über Kolumbien findet ihr hier:
https://www.amnesty.de/suche?keys=Kolumbien