AntiFa und Rote Hilfe: Faschistoides Gedankengut unter roter Fahne?

Diesen Text wollte ich schon lange schreiben, doch habe auch ich Angst vor der AntiFa und der Roten Hilfe, als Mitglied der Partei Die Linke,

Das linke Terrorproblem: AntiFa

Im letzten Monat bin ich bereits zum zweiten Mal mit der Roten Hilfe aneinander geraten. Diesmal im Freien Radio für Stuttgart, wo sie ihre faschistoiden Ideen in der sogenannten “Inforedaktion” verbreiten dürfen, bei der auch ich Mitglied war. Sie haben bereits dafür gesorgt, dass ich aus dem DEMOZ (linkes Zentrum in Ludwigsburg) geflogen bin, weil ich es wagte Kritik an faschistoidem Gedankengut zu äußern.

Die Masche geht immer so: Wer aufzeigt, welch faschistoides Gedankengut die AntiFa, mötegern-Linke oder die Rote Hilfe verbreiten, wird angegriffen und es wird einem vorgeworfen, den Nationalsozialismus zu relativieren. Manchmal hat man sogar das Glück als Antisemit bezeichnet zu werden. Inzwischen werden fast alle echten Linken als Antisemiten bezeichnet (Rudolf Augstein, Günter Grass, Ken Jebsen, etc.), was irgendwie irrwitzig ist, wobei ich nicht weiß, ob die Betonung auf “irr” oder auf “witzig” liegen sollte. Diese Leute von der Antifa und Roten Hilfe pervertieren Antisemitismus und den Nationalsozialismus.

Das obige Bild zeigt zwei Anschläge der AntiFa in Stuttgart. Links einen Brandanschlag gegen eine Firma, die viele Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt (ich schrieb hier davon) und rechts den Mordanschlag auf einen rechten Gewerkschafter. Dazwischen die Haltung der Roten Hilfe dazu (“Wenn die Polizei kommt: Den Mund halten!” auf Deutsch). Der Brand- und der Mordanschlag geschahen am 15./16.05. Bereits auf der Demo am 9.05. wurde ein Mordanschlag mit einer Bombe auf Ken Jebsen verübt.

Hier der Text, den die Rote Hilfe am 28. Mai zu obigen Vorfällen veröffentlichte (und dazu ein Bildschirmfoto des Facebook-Eintrages der Antifa). Komplett lautet der Text wie folgt:

“Gestern gab es in Stuttgart mindestens 2 Anquatschversuche wegen der antifaschistischen Proteste der vergangenen Wochen in Cannstatt. Wenn die Cops auch bei euch auf der Matte stehen, verweigert das Gespräch und meldet euch bei der Roten Hilfe.
Diese hat auch einen Text zu den gestrigen Anquatschversuchen veröffentlicht:

Bereits hier merkt man die irrwitzige Weltsicht. Ermittlungen (“Anquatschversuche”) gab es nicht wegen der Proteste, sondern wegen den verübten Gewalttaten. dazu gehören, neben Mordversuch und Brandanschlag, auch Sachbeschädigung, weil sie am 16.05. bei vielen geparkten Fahrzeugen die Reifen aufschnitten, um Teilnehmern von friedlichen Demonstrationen zu schaden.

Doch weiter im Text:

„Wasen“? „Arena“? Kripo vor der Tür, Anquatschversuch? OIFACH D`GOSCH HALDE!
Am 28. Mai kam es unseres Wissens nach zu mindestens 2 sog. Anquatschversuchen in Stuttgart. Beide betroffenen Genossinnen wurden in den letzten Wochen samstags bei Protesten am Rande der „Querdenken 711“ Kundgebungen am Cannstatter Wasen von der Polizei kontrolliert. In beiden Fällen war es den Beamten der Kripo nicht möglich, ein Gespräch mit der Person zu führen; nur in einem Fall konnte diese überhaupt angetroffen werden. Die angetroffene Genossin verweigerte das Gespräch konsequent.
Die Kripo-Beamten wurden wie folgt beschrieben: ein Mann und eine Frau, beide eher schlank und Mitte 20 bis Anfang 30. Sie ca. 1,70 Meter groß und blond, er etwas kleiner mit braunen Haaren. Sie stellten Fragen wegen eines versuchten Totschlages am 16. Mai 2020 in Cannstatt. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich um Beamte der neu gegründeten Ermittlungsgruppen „Wasen“ bzw. „Arena“ handelt, die nun im Nachgang der entschlossenen und vielfältigen Proteste der letzten Woche Anknüpfungspunkte für Ermittlungen, Verfolgung und Einschüchterung suchen.

Nochmals: Nein, sie ermitteln nicht wegen der Proteste, sondern wegen Mordversuchen, Brandanschlägen und Sachbeschädigungen. Diese absichtliche Falschdarstellung soll dazu dienen, sich selbst zum Opfer zu stilisieren. Hier erfolgt eine Opfer-Täter-Umkehr, die aber noch weiter geht:

Wenn die Kripo auch bei euch vor der Tür steht, verweigert jedes Gespräch, lasst sie nicht in eure Wohnung. Diese Gespräche sollen nichts machen als Einzuschüchtern und Aussagen in vermeintlich unverfänglichen Situationen zu bekommen. Bleibt ruhig und informiert im Nachgang eure Rote Hilfe!
Gerade jetzt ist die konsequente Aussageverweigerung innerhalb der linken Bewegung besonders wichtig. Mit den Geschehnissen der letzten Wochen versuchen die Cops nun gezielt Einzelne aus der Bewegung zu lösen, unter Druck zu setzen und zu (noch so unverfänglichen) Aussagen zu bringen.
Wenn auch ihr angequatscht worden seid, meldet euch bei uns und macht den Vorfall öffentlich!
Kurzflyer der Roten Hilfe zum Thema Anquatschversuch hier:
https://rote-hilfe.de/rechtshilfe-und-unterstuetzung/aussageverweigerung
Solidarität ist unsere Waffe!”


Nein, nicht “die Cops” versuchen etwas, nicht sie sind die Verursacher, sondern ihr!

Sollte jemand innerhalb der Bewegung mit dem, was da geschieht, nicht einverstanden sein, so schreibt die Rote Hilfe:

“Denn der Austausch, gerade über strittige Aktionsformen, interessiert […] auch die Repressionsbehörden. Jede scheinbar unverfängliche Information kann – in den falschen Händen – Schaden für die ganze Bewegung verursachen. Bei strafrechtlich Relevantem leuchtet das ein. […]
Spekulationen, was bei einer Aktion genau passiert ist und wer beteiligt gewesen sein könnte, widersprechen einem solidarischem Umgang grundsätzlich, ausnahmslos und überall! […]
Die Verfolgung Einzelner ist daher immer auch ein Angriff auf alle, die sich für das gemeinsame Anliegen engagieren. Das dürfen wir nicht zulassen.” (Quelle: Rote Hilfe)

“Du bist nichts, die Bewegung ist alles! Hinterfrage nicht, diskutiere nicht, halt einfach nur die Klappe!” Das steht da, zusammengefasst. Mörder und Brandschatzer müssen unter allen Umständen geschützt werden, so die Rote Hilfe. Man soll nicht mit der Polizei, hier als “Repressionsbehörden” bezeichnet, zusammenarbeiten. Ermittlungen werden als “Anquatschversuche”, “Verfolgung” und “Einschüchterung” beschrieben. Und nicht nur das: Die Polizisten werden sogar genau beschrieben. Warum? Ist das ein indirekter Aufruf zur Gewalt gegen diese? Ich wüsste nicht, warum man sie sonst beschreiben sollte. Ihr etwa? Für mich klingt das wie: “Die haben es gewagt uns anzuquatschen!”

Was ist daran “Repression” wenn die Polizei Brand- und Mordanschläge aufklären will? Oder eine “Drohung”? Diese Leute leben in einer gefährlichen Fantasiewelt. Jeder, der sie irgendwie hinterfragt oder ihnen gefährlich werden könnte, wird für sie zur “faschistischen Bedrohung”, die sie bekämpfen müssen. Egal, ob Polizei, Friedensdemonstranten oder andere Linke, die Gewalt ablehnen.

Die Gewerkschaft der Polizei

Die Polizei in Stuttgart ist in der Regel eine anständige Truppe. Aus den Vorkommnissen um Stuttgart 21 haben sie gelernt. Veranstaltet man eine Demo, dann stehen sie nett dabei und stören einen nicht, sind auch mal so nett und machen einen höflich darauf aufmerksam, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Wir können uns nicht beklagen. Leider haben auch sie Schwarze Schafe, aber das sind wirklich Ausnahmen. Dies gilt auch für die Polizei hier in Ludwigsburg.

Diese Feindschaft, die diese pseudo Linken, die sich wie die eigentlichen Faschisten verhalten, hier aufbauen, ist nicht gerechtfertigt.

Überschrift über den Beitrag in DP

“Vor diesem Hintergrund der Ablehnung rechtsextremer Politik, autoritärer Diktatur und der willkürlichen Verfolgung von Oppositionellen wäre jeder überzeugte Demokrat ein Antifaschist. Denn die Demokratie (aus ‘demos’ für Volk und ‘kratein’ für herrschen) ist die Bezeichnung für eine politische Ordnung, in der sich die Herrschaft auf den Willen des Volkes beruft und die Regierenden dem Volk rechenschaftspflichtig sind. Allerdings sind die selbstbezeichneten Antifaschisten, die das Mittel der Gewalt nicht nur legitimieren, sondern auch praktizieren, regelmäßig keine Demokraten. Und wenn keiner genau und präzise definieren kann, was Antifaschismus ist, dann eignet sich die Eigenbezeichnung nicht als Rechtfertigung für Gewaltattacken auf die Polizei eines demokratischen Staates. Sie nennen sich zwar Antifaschisten, sind jedoch lediglich Kriminelle. Wer einen Blick auf die Qualität der Gewalttaten, die von diesen Gruppen ausgeht, wirft, erkennt geplante Attacken aus dem Hinterhalt – mit gleichzeitiger Herstellung der Waffenungleichheit und im Schutz der Anonymität. Das macht ihre Taten nicht nur kriminell, sondern vor allem auch feige und verachtenswert. […]

Ihre Taten werden in der öffentlichen Bewertung auf ‘Aktionen’ und als ‘geballte Unvernunft’ und dergleichen reduziert. Dabei sind es Anschläge mit terroristischem Potenzial, die Menschen teils schwerstens gefährden. Mit dem selbst verliehenen Siegel des Antifaschismus gehen die ‘Aktivisten’ aber noch weiter: Sie denunzieren Menschen, Institutionen und nicht zuletzt: den deutschen Staat […]

Titelbild DP 07/20

Wie antifaschistisch sind nun also Antifa, Autonome, der Schwarze Block und weitere gewaltaffine Kollektive und Aktionsbündnisse tatsächlich? Oder andersherum gefragt: Wie viel Faschismus steckt in ihnen und ihrem Menschenbild? Diese Frage hat die Journalistin Jillian Becker bereits Ende der 1970er-Jahre in ihrem Buch ‘Hitlers Children?’ aufgeworfen. […]

Ein Blick in die linksextremen Szenen zeigt, dass sie besonders junge Menschen anziehen, die sich im Studium befinden.[…] Zudem kommen die selbsternannten Vertreter des Proletariats, das sie jedoch – quasi zwangsläufig – nicht wirklich kennen, aus einem akademischen und nicht selten ‘gutbürgerlichen’ Elternhaus. Auch dies ist eine Parallele zur RAF. […] Somit haben sowohl die RAF als auch heutige Linksextremisten mit dem Proletariat im Sinne einer ausgebeuteten Arbeiterschaft so viel gemein wie eine Werkstatt gepflegte Luxuskarosse mit der guten alten Rostlaube, die um die neue TÜV-Plakette bangen muss. […]

Um Logik und echte Nöte geht es dabei aber auch nicht. Ein wenig Robin-Hood-Attitüde macht das vergnügliche Zerstören des Eigentums anderer zu einer regelrechten Heldentat. Und falls man doch einmal in den Fängen der Polizei landet, können sich die Interimsrevoluzzer auf den Support der ‘Roten Hilfe’, die in Broschüren schon im Vorfeld juristisch wertvolle Tipps zum Herauswinden aus misslichen Polizeilagen gibt, verlassen. Und zur Not hilft der von Papi gesponserte Anwalt. Wenn dann das Studium irgendwann abgeschlossen und der Wunsch nach Eigentum und Status größer ist, als der Hang mit Sturmmasken durch Berlin, Leipzig oder Hamburg zu rennen, dann wird der schwarze Hoodie abgelegt und gegen ein gebügeltes und gestärktes Hemd eingetauscht. […]

Man könnte sie lächerlich finden, denn ihre Ansichten sind schlichtweg naiv, nicht selten an jeglicher Lebensrealität völlig vorbei. Sie sind jedoch gleichzeitig gefährlich und gewalttätig. Wenn sie Autos anzünden, Brandsätze werfen, den Tod Andersdenkender fordern, dann sind sie nichts anders als gewalttätige Kriminelle, womöglich Terroristen. Und nein: ‘Gegen rechts’ zu sein, kann und darf deren Gewalt nicht rechtfertigen. Jeder, der gewalttätige ‘Aktionen’ beispielsweise gegen Vertreter kontrovers diskutierter Parteien gutheißt, sollte nicht nur sein demokratisches Verständnis hinterfragen, sondern auch ehrlich darüber nachdenken, ob und wie sehr eine solche Haltung zum beobachtbaren Rechtsruck hierzulande beiträgt. Einen Extremismus durch Unterlassen und konsequentes Verharmlosen zu überhöhen, fördert auch das andere Extrem. Dies zu verneinen und als Unsinn abzutun, ist bequem. Wer aber wirklich etwas zur Stärkung der Mitte und gegen rechts tun will, muss seine Komfortzone der einseitigen Dauerbetroffenheit verlassen und aufhören, Gewalttäter als Antifaschisten regelrecht zu ikonisieren. Kein Extremismus ist besser oder richtiger, als ein anderer. Es geht nicht darum, eine politisch lebendige Landschaft, die auch nach links und rechts bis zum Radikalen gehen darf, zum Verstummen zu bringen. Aller-spätestens aber muss dann eine Grenze gezogen werden, wenn Gewalt die Diskussion ersetzt. Und wenn Menschenleben in Kauf genommene Nebenschäden sind.” (Prof. Dr. Dorothee Dienstbühl, im Magazin DP 07/20 der DGB-Gewerkschaft GdP.)

Da kann ich Frau Dienstbühl nur zustimmen. Wir leben in einer Demokratie. Echte Demokraten wissen, dass Meinungsvielfalt dafür ein wichtiges Zeichen ist. Aber eben nur Demokraten, keine gewaltbereiten Terroristen. Auch wir Anarchisten sind übrigens Vollblut-Demokraten, auch wenn dies manchen nicht bewusst ist. Anarchismus ist nichts anderes, als die “Herrschaft des Volkes” ohne Lobbyismus und Machtmissbrauch. Anarchisten streben eine Gesellschaft an, in der jeder und jede jede und jeden akzeptiert und respektiert.

AntiFa, das Freie Radio für Stuttgart und Gegen-Demos

TEILE & HERRSCHE / MÜNSTER / 06.06.20

Wie man hier schön sehen kann, tritt die sogenannte “AntiFa” vermummt und uniform auf. Man ist bemüht, die gleichen Farben zu tragen, wie Soldaten und tritt paramilitärisch auf, inklusive Marschier-Trommeln.

Das Ganze erinnert doch sehr an SA-Aufmärsche der Weimarer Republik und danach. Man kommt, maskiert, bedroht die anwesenden Menschen, behauptet, es wären “Faschisten” und “Antisemiten” (früher hätte man wohl “Juden” und “Bolschewisten” gesagt) um das eigene Handeln zu rechtfertigen.

Hier nochmals ein Video, diesmal aus Leipzig:

Leipzig nimmt Platz "gegen rechte Hetze und Antisemitismus" - Really??

Man erkennt deutlich die verzerrte Wahrnehmung dieser pseudo-Linken, pseudo-Anti-Faschisten, die sich genau wie die Faschisten verhalten, wogegen sie eigentlich in ihrem Geiste demonstrieren.

Wie schon in der Einleitung erwähnt, werden von der AntiFa keine Faschisten bekämpft, sondern andere Linke und Friedensaktivisten. Gegen diese wird Gewalt ausgeübt und notfalls damit gerechtfertigt, sie seinen faschistisch.

Da ich im Freien Radio für Stuttgart vor allem über die oben dargestellte Gewalt redete und den Irrwitz dieser Gegendemos, bekam ich folgende Mail (Ausschnitt)

“Leider habt Ihr Euch nicht mal in der Lage gesehen, die minimalistische Formulierung nach dem antifaschistischen und antirassistischen Grundverständnis des FRS zu unterstützen und habt stattdessen weiter mit unhaltbaren Unterstellungen reagiert.”

Das hier wurde übrigens inzwischen aus den “unhaltbaren Unterstellungen”, die ich bereits vor über einem Monat in meiner Radiosendung machte:

FRS bedeutet “Freies Radio für Stuttgart“, wo ich viele Jahre Teil der Inforedaktion war (etwa 15 Jahre). Diesen Streit gab es schon länger, doch nachdem ich die AntiFa offen in einem Radiobeitrag wegen der Gewaltanwendung und der schwachsinnigen Gegendemos angriff – und ich bin immerhin momentan im Kreisvorstand von DIE LINKE in Ludwigsburg – wurde ich nun aus der Inforedaktion des Freien Radios rausgeworfen, weil ich das “antifaschistische Grundverständnis” nicht teilen würde. Ich bin einfach nur gegen Gewalt und Hetzte, das ist alles und habe die faschistoiden Tendenzen in den Linken und der Gesellschaft allgemein thematisiert. Mehr nicht.

Was habe ich eigentlich an das freie Radio geschrieben?
Unter anderem folgendes:

“Die Rote Hilfe sucht Kritikpunkte, weil ich ihnen mächtig auf die Füße getreten bin in dieser Sendung. Die haben deshalb eine Schlammschlacht begonnen. Ich finde es nach wie vor ein Unding, dass Menschen, die Mord- und Brandanschläge verüben, Teil des Freien Radios sein können. Das habe ich zwar nicht in meiner Sendung gesagt, möchte das aber an dieser Stelle betonen. Ich bin Menschenrechtsaktivistin … und Mitglied im Kreisvorstand der Linken. Manche Dinge muss man ansprechen, auch wenns weh tut.”

Und der Vorstand des “freien” Radios (Conny) reagierte dann öffentlich wie folgt:

“von Tina selbst haben wir keine Antwort auf die Fragen aus dem Plenum erhalten. […] Zusammengefasst kann man nur soviel dazu sagen: auf die inhaltliche Kritik wurde kaum eingegangen, es wurde aber in alle Richtungen ausgeteilt sowohl von … als auch Tina.”

Aha, in alle Richtungen habe ich ausgeteilt. Ich dachte, dass ich klar geschrieben hätte. Oder ist das irgendwie schwer verständlich? Muss man dafür etwas Bestimmtes studiert haben?

Wie schon erwähnt, das Prinzip ist sehr einfach: Wer Gewalttaten durch die Antifa oder Rote Hilfe hinterfragt, wer ihre faschistoide Ausrichtung hinterfragt, wer hinterfragt, warum sich das Freie Radio für Stuttgart hinter diese Gewalttaten stellt und diese Menschen nicht ausschließt, fliegt raus, notfalls mit irgendwelchen fiktiven Begründungen.

Die Bösen, das sind immer die anderen, wie ich schon hier schrieb, oder hier einen Facebook-Post dazu veröffentlichte. Jeder, der diese gewaltbereiten faschistoiden Leute kritisiert, gilt als “Fascho” oder “Antisemit”, oder es wird einfach verschwiegen, was ihre Kritik war. Intelligente Auseinandersetzungen müssen sie ja meiden, weil sie die verlieren. Wenn sie aber zu mehreren einen Gewerkschafter fast totschlagen, oder Brandsätze gegen LKWs werfen, dann bekommen sie das hin, dann sind sie stark. So richtig stark!

DIE LINKE hat sich klar als eine Partei gegründet, die eine Friedenspartei sein möchte, deshalb auch die Forderung nach einem Austritt aus der NATO. Linke sind nicht dafür da, die eigene Bevölkerung zu bekämpfen, zu bedrohen, zusammenzuschlagen und Brandsätze zu legen.

Vielleicht haben wir Linken den Fehler gemacht, dies zu lange zu tolerieren, was sich da am Rande tat – am rechten Rand, wohlgemerkt, denn diese AntiFa/Rote Hilfe-Leute sind nicht links. Eine rote und eine schwarze Fahne machen noch keine Linke, im Gegenteil: Sie ziehen diese Symbole in den Dreck. Unser schlimmster Feind, der schlimmste Feind der echten Linken, gibt sich links, unterwandert uns, und sorgt als kriminelle Organisation dafür, dass wir alle letzten Endes kriminalisiert werden.

Doch Wissen Linke noch, was Links ist?

Gewalt und Lügen: Die Standardmethoden

Wie schon oben erwähnt und zitiert, geht es um die Verdrehung der Realität. Harmlos fragende Polizisten werden zu “Anquatschern”, die “drohen”, die andere “verunsichern” wollen. Die Polizei dient leider sehr gut als Feindbild, was sie auch selbst zu verantworten hat, so nebenbei. Auch sie hält leider ihren Stall nicht sauber. Dennoch sind die Vorwürfe ungerechtfertigt.

Auch Kritik von anderen Linken wird abgetan. Auch mir wurde vorgeworfen, ich wäre nicht antifaschistisch (siehe oben), denn was “antifaschistisch” ist, bestimmen ja alleine sie.

Gewalt und Mord gelten als legitime Mittel.

Hier mal ganz aktuell ein Text von gestern, 2.07.2020:

Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region
Gestern um 13:18 ·
+++ Durchsuchungen gegen AntifaschistInnen in BaWü +++ Kundgebung HEUTE 18 Uhr / Rotebühlplatz +++
Antifaschismus ist legitim und notwendig!
Solidarität mit allen von Repression Betroffenen!
Heute morgen kam es in mehreren Städten Baden-Württembergs zu Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und DNA-Entnahmen. Eine Person wurde in U-Haft gesteckt, alle anderen sind wieder auf freiem Fuß. Die Durchsuchungen stehen laut der Ermittlungsgruppe “Arena” im Zusammenhang einer Auseinandersetzung zwischen Nazis der selbsternannten Gewerkschaft “Zentrum Automobil” und AntifaschistInnen.
Keine Gewerkschaft, sondern NSU und Blood & Honour Umfeld
Auch wenn in der Presse anderes zu lesen ist […]
Antifaschismus ist bitter notwendig

Da wird behauptet, diese Menschen, die sie halb tot geprügelt haben, hätten etwas mit “Blood & Honor” zu tun. Das ist die Rechtfertigung, von der ich oben sprach. Zuerst wird Gewalt angewendet, dann wird sie durch aberwitzige Behauptungen “gerechtfertigt”. Nur, was sie übersehen: Egal, welchen Hintergrund Menschen haben, sie halbtot zu prügeln, ist nie gerechtfertigt. Das ist einfach nur Terrorismus und Gewaltverbrechen. Widerwärtige Arschlöcher und Unmenschen machen so etwas, aber keine echten Linken.

Mit “bitter notwendig” meinen sie das:

Doch weiter im Text:

In Zeiten einer immer weiter voranschreitenden Rechtsentwicklung der Gesellschaft ist es nur folgerichtig, dass Menschen antifaschistisch aktiv sind und den Nazis entgegentreten. Dies kann auf vielen verschiedenen Ebenen geschehen, sei es mit Blockaden, Gegenprotesten, Mahnwachen oder auch ganz direkt durch körperliche Konfrontation. Denn dort, wo Nazis sich wohlfühlen, breiten sie sich aus, vergiften die Gesellschaft mit ihrer menschenverachtenden Hetze und bedrohen das Leben aller.

Interessant ist hier, dass sie Menschen genau das unterstellen, was damals die Nationalsozialisten den Juden unterstellten. Auch sie rechtfertigen Morde, Brandanschläge und weitere Gewalttaten damit, dass die unter ihnen leidenden Menschen die Gesellschaft “vergiften” würden. Sie malen absichtlich das Bild von Schädlingen, Insekten, die sich irgendwo “einnisten und sich ausbreiten”. Ja, diese Bilder kennen wir aus dem Nationalsozialismus, aus dem 3. Reich. Diese Leute sind faschistoide Verbrecher, nichts anderes.

Und über die Hausdurchsuchungen und Verhaftungen schreiben sie:

Aber die heutigen Angriffe auf linke AktivistInnen sind Teil eines großen Ganzen. Sie sind das Ergebnis der wochenlangen, bewussten Stimmungsmache gegen Links durch die bürgerliche Politik, den etablierten Medien und dem Repressionsapparat in Stuttgart. Das geschieht nicht ohne Grund. In Zeiten einer immer präsenter werdenden Wirtschaftskrise ist es für staatliche Akteure wichtig, fortschrittliche Antworten und Perspektiven möglichst großflächig zu delegitimieren.

Zu behaupten, die möchtegern-Antifa hätte irgendwelche Perspektiven und Antworten ist etwa so, als behaupte man, grüne Männchen könnten fliegen.

Diese Spaltungsversuche und Angriffe gegen eine linke und kämpferische Politik müssen wir durch Solidarität auffangen und ins Leere laufen lassen. Im Falle eines solchen staatlichen Angriffs, während Faschisten aus Bundeswehr, Polizeiapparat und Geheimdienst Waffen und Sprengstoff horten und sich konkret auf einen Bürgerkrieg vorbereiten, ist es absolut notwendig zusammenzustehen. Deshalb kommt heute zur Kundgebung, zeigt eure Solidarität und lasst die Betroffenen nicht alleine. Ein Angriff auf einige von uns ist ein Angriff auf uns alle.
Solidarität mit dem Genossen im Knast!
Solidarität aufbauen!
Kundgebung: HEUTE 18 Uhr / Stuttgart / Rotebühlplatz

Ich hoffe euch ist allen klar, dass sich Bundeswehr, Polizei und Geheimdienst nicht auf einen Bürgerkrieg vorbereiten und Waffen horten. Man sieht hier, wie wahnwitzig dieses Menschenbild ist, wie sie unter Verfolgungswahn leiden und alles und jeden zu ihrem Feind bestimmen, der ihre Organisation bedroht und sei es nur durch Ermittlungen und Durchsuchungen wegen versuchten Mordes – und mehr. Sie stilisieren sich zu Kämpfern, die die Welt vor der Bedrohung durch das Böse retten müssen, auch mit Gewalt, genannt “körperliche Konfrontation”. Gemeint ist natürlich, die Konfrontation mit ihren Schlagringen und Kampfstiefeln.

Doch der Schluss gehört der Antifa (Montage, Bild im Vordergrund aus Stuttgarter Zeitung vom 2.02.2020. Jo ist einer der mutmaßlichen Verbrecher, der festgenommen wurde)

Bild- Quellenangaben:

Titel: Montage aus einem Bild der roten Hilfe (siehe Text oben), einem Foto des Brands in Stuttgart (aus einem Video von 7aktuell) und eines Fotos auf der Seite der Jungen Freiheit (Quellen siehe unten).

Es ist blamabel, wie wenig diese Taten der AntiFa durch die Medien gingen. Wären es Menschen mit dunkler Hautfarbe gewesen oder Rechtsradikale, so wären die Zeitungen voll davon gewesen, doch so bekam man kaum etwas mit.

author, Unknown. Braunschweig, Aufmarsch Der SA. April 4, 1932. German Federal Archives. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-13377,_Braunschweig,_Aufmarsch_der_SA.jpg.
Baur, Tillmann, Lichtgut (Foto), and Max Kowalenko (Foto). “Nach Razzien in Stuttgart: Antifaschisten bekunden Solidarität mit Tatverdächtigen.” stuttgarter-zeitung.de, February 2, 2020. https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-razzien-in-stuttgart-antifaschisten-bekunden-solidaritaet-mit-tatverdaechtigen.90666a5f-eb1b-4529-bb88-6b45e98bd3fc.html.
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7Aktuell. Vor Corona-Demo: Brandanschlag Auf Stuttgarter Veranstaltungstechnikfirma, 2020. https://www.youtube.com/watch?v=NGEMDXJeRow&feature=youtu.be.
Meckelein, Martina. “„Seit diesem Samstag habe auch ich Angst“.” JUNGE FREIHEIT (blog), May 29, 2020. https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/seit-diesem-samstag-habe-auch-ich-angst/.
Leipzig Nimmt Platz “Gegen Rechte Hetze Und Antisemitismus” - Really??, 2020. https://www.youtube.com/watch?v=_GOff67t-7E.
Dienstbühl, Dorothee. “Verstörende Menschenbilder.” DP Deutsche Polizei. Das Magazin der Gewerkschaft der Polizei. 7, no. 20 (2020): 7–13. https://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/dp202007/$file/DP_2020_07.pdf.
Rote Hilfe. “Bleibt Ruhig! Anna und Arthur halten’s Maul |.” Rote Hilfe Stuttgart (blog), May 28, 2020. http://rotehilfestuttgart.blogsport.eu/2020/05/30/bleibt-ruhig-anna-und-arthur-haltens-maul/.
Rote Hilfe. “„Wasen“? „Arena“? Kripo vor der Tür, Anquatschversuch? OIFACH D`GOSCH HALDE! |.” Rote Hilfe Stuttgart (blog), May 30, 2020. http://rotehilfestuttgart.blogsport.eu/2020/05/28/wasen-arena-kripo-vor-der-tuer-anquatschversuch-oifach-dgosch-halde/.
Gräber, Daniel. “Versuchter Totschlag: Festnahme und Hausdurchsuchungen auch in Karlsruher Antifa-Szene.” Badische Neueste Nachrichten (blog), July 3, 2020. https://bnn.de/lokales/karlsruhe/festnahme-und-hausdurchsuchungen-auch-in-karlsruher-antifa-szene.
Aktuell, S. W. R., and S. W. R. Aktuell. “Nach Angriff bei Corona-Demo: Festnahme bei Razzien in Baden-Württemberg.” swr.online, February 7, 2020. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/stuttgart-polizei-grosseinsatz-fahndung-angriff-daimler-betriebsrat-100.html.
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