Corona: Was kommt nach 4 Wochen?

Karte oben: WHO, 14.03.2020, 6 Uhr

Der aktuelle Pfusch-Umgang mit dem Corona-Virus nervt.

Warum müssen wir die Ausbreitung eindämmen?

Weil wir nicht genügend Betten im Krankenhaus haben.

Warum haben wir nicht genügend Betten im Krankenhaus?

Weil mehr freie Betten unwirtschaftlich wären. Wir können doch nicht mehr Geld ausgeben, nur weil mehr Menschen krank sind!

Ah, klar. Deshalb verdient ja auch ein Bank-Leiter mehr als die Leitung einer Kita.

Jurrasic ParK

Eigentlich wissen wir es alle, aber es ist einfacher, es zu ignorieren. So, wie es einfacher ist, die aktuelle Zahl der Grippe-Toten zu ignorieren, als die Zahl der Corona-Fälle (momentan haben wir 8 Tote).

“Seit der 40. MW 2019 wurden insgesamt 145.258 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle [Grippe] an das RKI übermittelt. Bei 23.276 (16 %) Fällen wurde angegeben, dass die Patienten hospitalisiert waren. […] Seit der 40. KW 2019 wurden insgesamt 247 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion [Grippe] übermittelt.” (Quelle: RKI)

Bislang gibt es übrigens 783 verschiedene Grippeviren. Und gegen wie viele davon werden wir geimpft?

Ein Thema interessiert uns, wenns die Medien breittreten. Dann wird eine Gefahr vorgegaukelt und – noch schlimmer – eine Lösung. Sich zu schützen, wenn auch nur vorsichtshalber, ist ja nichts Schlimmes. Doch ist das, was gerade geschieht, die Lösung? Oder müssen wir noch weiter gehen?

Laut dem viel zitierten Virologen Drosten von der Charite werden sich 60-70% anstecken, das sind in Deutschland über 50 Millionen Menschen. Momentan sind wir bei etwa 3675 (8:31 Uhr) und machen bereits alles dicht. Was machen wir bei 5000? was bei 10.000? Was bei 1 Million?

Wir sehen, was wir sehen wollen – und was nicht, das gibt es einfach nicht.

Jurassic Park 3D - Clip " Das Leben findet einen Weg" german / deutsch
Jurassic Park 3D – Clip ” Das Leben findet einen Weg” german / deutsch. 23.08.2013

Wir sehen, was wir sehen wollen – und was nicht, das gibt es einfach nicht.

Probleme

Wir müssten die “Gesunden” testen

Ein Corona-Virus-Patient steckt im Schnitt bis zu 4 Menschen an. Nehmen wir an, das tut er. Der Corona-Virus hat eine Inkubationszeit von bis zu 24 Tagen, d.h. in der Zeit könnten die 4 angesteckten Menschen irgendwohin reisen und dann dort krank werden, also erst dort bemerken, dass sie angesteckt wurden.

Nehmen wir weiterhin an, dass Menschen erst zum Arzt gehen, wenn sie krank sind, doch dann haben sie das Virus bereits verbreitet. 4 Menschen haben weitere 4 angesteckt, also sind es schon 16 weitere, die wiederum nicht wissen, dass sie angesteckt wurden.

Um seine Verbreitung einzudämmen, müssten also alle, die sich gesund fühlen, zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen, bevor sie sich krank fühlen, um die Verbreitung zu verhindern. Überall auf der Welt. Wenn 82 Millionen Deutsche zum Arzt gehen würden… Das geht gar nicht. Es ist ja jetzt schon vielerorts so, dass die Arztpraxen voll sind, auch ohne Corona-Virus, weil wir zu wenig niedergelassene Ärzte haben.

Das sieht in anderen Ländern meist nicht besser aus.

Das sieht in anderen Ländern meist nicht besser aus.

Fehlende soziale Absicherung

Wir wissen, dass die gemeldeten Corona-Virus-Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Viele, die krank sind, gehen nicht zum Arzt, weil sie arbeiten müssen, da sie keine Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall haben. Wenn sie krank zu Hause bleiben, wissen sie nicht, wovon sie leben sollen.

Das ist nicht nur in Deutschland der Fall. Hier haben wir nur sehr wenige, die das betrifft, in den USA jedoch fast alle – nicht zu schweigen vom südamerikanischen, dem afrikanischen und asiatischen Kontinent. In den meisten Ländern der Erde verdienen die meisten Menschen nur dann Geld, wenn sie arbeiten.

Da der Corona-Virus in den meisten Fällen einen völlig harmlosen Verlauf hat, lohnt es sich mehr, zu arbeiten und sich anzustecken, als zu verhungern oder in völliger Armut zu leben.

Das sieht in anderen Ländern meist nicht besser aus.

Das Banken-Problem

Sicherlich könnten einige Menschen eine Zeit lang auf ein Einkommen verzichten. Doch auch die, die arbeiten gehen, haben meist Schulden bei der Bank – und die verzichtet garantiert nicht auf ihr Geld. Während alle anderen vielleicht bereit sind, auf einen Teil ihres Lohnes oder Gehaltes zu verzichten, die Banken sind es garantiert nicht.

Das sieht in anderen Ländern meist nicht besser aus.

Das Geld-Problem – die dunkle Seite des Kapitalismus

Medikamente kosten Geld. Auch die Tests, die durchgeführt werden, kosten Geld. Die Menschen, die die Tests durchführen, kosten Geld.

Wer soll die bezahlen? Woher soll das Geld kommen?

Noch dazu in Entwicklungsländern?

Reiche, also Multimillionäre aufwärts, zahlen in Deutschland maximal 10% Steuern, wenn überhaupt, nicht wie der Normalverdiener 25% bis 40%. Das liegt daran, dass die Einnahmen reicher Leute aus Aktien- und Kreditgeschäften nur zu maximal 20% versteuert werden müssen. Doch da Reiche auch Ausgaben haben, können sie diese gegenrechnen, so dass, wenn sie Pech haben, 10% Steuern übrig bleiben, meist jedoch eher Null Euro (0 €), weil sie gute Steuerberater haben.

Würden wir Kapitaleinnahmen genauso versteuern, wie Einnahmen aus echter Arbeit, würden wir in Deutschland im Geld schwimmen. Doch das Problem ist das selbe in anderen Ländern: Reiche zahlen fast keine Steuern. Im Gegenteil: Durch Cum-Cum und Cum-EX-Geschäfte (oder ähnliche Tricks) holen sie sich zusätzlich Geld vom Staat, das wir dringend für Ärzte und Medikamente bräuchten – überall auf der Welt.

Und jetzt wollen sie Subventionen für Gewinneinbrüche. Und wir Normalverdiener oder kleine Selbstständige? Bekommen wir Subventionen?

Letzten Endes sind die Politiker, die ein solches System ermöglichen und alle Millionäre und Co. schuld, schuld an jedem einzelnen Toten auf dieser Erde.

Heiner Geißler - Geld gibt es wie Dreck auf dieser Erde!
Heiner Geißler – Geld gibt es wie Dreck auf dieser Erde! 18.05.2014

Heiner Geißler – Geld gibt es wie Dreck auf dieser Erde! 18.05.2014

Lösungen?

Grenzen dicht?

Wir wissen, dass China sich weigert weiterhin Zahlen über Neuerkrankungen zu liefern. Seit vielen Tagen gibt es dort offiziell keine Neuerkrankungen mehr, was nicht sein kann.

Wir wissen, dass die USA Neuerkrankungen nur gering erfasst, weil die Menschen dort kaum krankenversichert sind, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben und viele ohne Aufenthaltserlaubnis dort sind. Zudem weigert sich die USA Prüfmethoden aus anderen Ländern zu übernehmen. “America first” bedeutet: Die Prüfmethode muss aus den USA kommen, wodurch es nur wenige Möglichkeiten gibt, im Vergleich zur Größe des Landes, Menschen überhaupt zu testen.

Wollen wir nicht mehr in die USA reisen? Sollen Menschen von dort unser Land nicht mehr besuchen? Oder China? Diese Länder sind wichtige Handelspartner. Letzten Endes sind wir von einem funktionierenden Außenhandel abhängig.

Wie sieht es mit den Ländern Afrikas oder Südamerikas aus, die sich solche Tests nicht leisten können? Die viele Dörfer haben, in denen Menschen keinen Zugang zu Ärzten haben? Riegeln wir alles ab und lassen sie nicht mehr reisen? Wir könnten sie natürlich testen, doch wer soll das bezahlen?

Jetzt gehen wir nicht auf Veranstaltungen, das geht vielleicht 4 Wochen lang – und dann? Überall auf der Erde verbreitet sich das Corona-Virus weiter. Viele Länder melden keine korrekten Zahlen, teils aus Absicht, teils, weil sie selbst nicht wissen, wie viele das Virus haben.

Was machen wir also nach den 4 Wochen? Flugverkehr einstellen? Grenzen dicht?

Was machen wir also nach den 4 Wochen? Flugverkehr einstellen? Grenzen dicht?

Umdenken in der Wirtschaftspolitik

Krankenhäuser verstaatlichen

Unsere Krankenhäuser sind auf diesen Fall nicht vorbereitet, weil sie alle möglichst viele Gewinne erwirtschaften wollen – der Chef benötigt öfter mal einen neuen Porsche.

Die Privatisierung der Krankenhäuser ist daran Schuld. Es gibt keine freien Betten, weil dies unwirtschaftlich wäre. Genaugenomen gibt es nur Betten für wirtschaftlich sinnvolle Fälle, an denen man auch verdienen kann.

Kein Geld für Kinderstationen | Kliniken schließen Abteilungen | quer vom BR
Kein Geld für Kinderstationen | Kliniken schließen Abteilungen | quer vom BR, 20.01.2020

Unsere Krankenhäuser müssen uns allen gehören. Wir benötigen ein Gesundheitssystem, das auch Betten für Notfälle frei lässt, das genügend Ärzte, Ärztinnen, Pfleger und Schwestern beschäftigt um in einem Notfall diesen meistern zu können. Doch das geht nur, wenn es uns gehört, das Krankenhaus, nicht einer GmbH oder sonst jemandem, der Gewinne erwirtschaften möchte.

Dies ist aus einen Rundbrief eines Krankenhauses, das einer gemeinnützigen GmbH gehört, vom 11.03., zum Corona-Virus-Fall (eine genaue Quelle nenne ich nicht, um das Krankenhaus zu schützen):

Tja, die Kosten sind eben doch wichtiger.

Steuern auch für Reiche

Auch Reiche sollten endlich einmal Steuern zahlen. Jede Einnahme sollte eine Einnahme sein und nach den gleichen Regeln versteuert werden. Es kann nicht sein, dass es verschiedene Regeln gibt für Einnahmen der Durchschnittsbürger und denen reicher Leute. Unser Staat hätte deutlich mehr Geld – alle Staaten hätten das. Eine Umverteilung hilft Krisen zu bewältigen.

Gerechte Einzahlungen in das Gesundheitssystem

Auch hier zahlt der Durchschnittsbürger mehr als der Besserverdiener, weil es eine Obergrenze gibt. Diese muss ersatzlos gestrichen werden. Es kann ja nicht sein, dass jemand, der z.B. 2000 Euro brutto im Monat verdient, einen größeren Anteil an seinem Gehalt abgeben muss, als jemand, der 10.000 Euro verdient. Würden alle gleich in das Sozialsystem einzahlen, würde auch in ihm mehr Geld stecken. In der Schweiz ist dies übrigens so – und da verarmt niemand so schnell.

Steuern auch für Reiche

Gesundheit kostet Geld

Eine Gesellschaft, die Geld hat, kann sich Gesundheit und ein langes Leben ihrer Mitglieder leisten. Eine Solidargemeinschaft denkt an jedes Mitglied. Jeder zahlt für alle. Bislang können sich Gutverdiener und Reiche davonstehlen, weil unsere Politik es so will. Doch wir haben diese Leute gewählt, wir können auch andere wählen.

Und somit: Wir haben es selbst verbockt.

Sagt das euren Toten.

Und ändert was.

Steuern auch für Reiche

Man kanns auch mit einer gewissen Komik sehen

Coronavirus: Deutschland und die Welt im Ausnahmezustand | heute-show vom 13.03.2020
Coronavirus: Deutschland und die Welt im Ausnahmezustand | heute-show vom 13.03.2020