Demo in Stuttgart, 2. Mai 20

Heute war ich auf meiner ersten Demo seit langem. Gestern war zwar eine 1. Mai – Demo, die auf mein Betreiben hin stattgefunden hatte, doch waren da nur wenige Leute.

Heute waren es schon mehr. Viele Menschen haben die Faxen dicke, einfach ausgedrückt.

Warum, das kann man auf diesem Blog nachlesen, dazu erzähle ich nicht viel. Wer hier regelmäßig reinschaut, kennt sich aus.

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Quelle: http://www.wirtemberg.de/menschenkette1983.htm

Als ich da so stand, auf dieser Demo auf dem Canstatter Wasen, wurde ich innerlich zurückversetzt nach 1983, als ich mit 16 Jahren auf der Alb stand, händchenhaltend, um gegen die Stationierung neuer Pershing II – Raketen zu demonstrieren.

Meine Eltern hatten damals wahrscheinlich Todesängste, weil ich da mitmachte. Sie ließen mich gehen, auch wenn sie es nicht gut fanden.

Autos fuhren an uns Demonstranten vorbei und filmten uns. “Du wirst einmal keinen Job bekommen, wenn du demonstrieren gehst!” Man kann es sich heute vielleicht nicht mehr vorstellen, aber unter Helmut Schmidt war man, wenn man von seinem Demonstrationsrecht Gebrauch machte, auch “asozial”, wie nun auch aus der Sicht der Grünen. Traurig. Und man musste Angst haben in einer schwarzen Liste zu landen.

Einst, 1983 standen wir da und daraus erwuchsen letztendlich die Grünen. Heute beschimpfen sie Menschen, die gegen Einschränkungen der Grundrechte demonstrieren. Was einst als Menschenrechts-Partei anfing, ist heute ein Staatstrojaner.

Traurig.

Die Aussetzung der Demokratie wird derweil dazu genutzt, um Gesetze ohne viel Diskussion zu verabschieden, wie ein neues Verkehrsrecht und drastische Strafen für Schnellfahrer. Was hat das mit Corona zu tun? Nichts, aber sie hatten eben Bock drauf, mal geschwind härtere Regeln einzuführen.

Eine Zwangsimpfung wird gerade beschlossen. Eine Zwangsimpfung mit ungenügend getesteten Impfstoffen, weil auch das Gesetz zur Zulassungen von Medikamenten geändert wurde.

Contergan war gestern, heute gibts nen Corona-Impfstoff.

Wie sich doch alles wiederholt.

Es gibt wieder Sterne für Minderheiten um sie sichtbar zu machen, ein Ermächtigungsgesetz und einen neuen Arierausweis in Form eines Zwangsimpfpasses, bzw. Immunitätsnachweises. Wer nachweisen kann, dass er das Arier-Gen hat, das Viren killt, darf sich mit anderen künftig treffen, wer nicht, muss zu Hause bleiben.

Die Bundesregierung hat eine Werbeagentur beauftragt, die nächsten 4 Jahre mit “Stay Home” zu werben und vor dem Corona-Virus Angst zu machen. 4 Jahre. Dafür bekommt die Agentur 22 Millionen Euro.

Interessiert aber niemanden, warum auch. Wer da komisch findet, dass 4 Jahre lang die Angst vor der Ansteckung geschürt werden soll, ist ein Verschwörungstheoretiker.

Und damit wird das komplette Propaganda-Lehrbuch durchgespielt.

Interessiert auch fast niemand.

“How many times can a man look up, pretend that he just doesn’t see?”

Ja, die alten Lieder verlieren nie ihre Gültigkeit. Passend sangen wir auch zweimal “We shall overcome” zur Begleitstimme von Joan Baez (1965).

Ja, die alten Zeiten. Sie kommen und verschmelzen. Ermächtigungsgesetz, “We shall overcome” und meine Erinnerungen an 1983. 33, 65, 83, 20. Es kommt eben doch alles wieder und manchmal alles gleichzeitig.

Damals berichteten übrigens die Zeitungen und die Tagesschau meist, dass es auf den sehr sehr friedlichen Demonstrationen, es gab ja nicht nur die Menschenkette, zu Gewalt gekommen wäre und anderen Unsinn. Und was ist heute?

Warten wir es mal ab. Aktuell finde ich nur einen schwachsinnigen Bericht des SWR. Vielleicht versucht mans ja tot zu schweigen.

Wer meine Seite kennt, weiß, dass ich keine Rechtsradikale bin, keine Impfgegnerin und so weiter und “We shall overcome” war auch noch nie der Protestsong von … naja, ihr wisst schon. Alles wiederholt sich. Auch die bewussten und absichtlichen Falschmeldungen.

Und so sind wohl auch die alten Lieder nie so ganz fehl am Platze.

1980, als John Lennon erschossen wurde, da war ich 13. Gerade hatte ich den Rolling Stone für mich entdeckt, den es damals als Übersetzung aus dem Amerikanischen bei uns gab (nicht dieses Schundblatt von heute).

Ich habe so geweint. Es war schrecklich. Erschossen von einem Fan, der Stimmen hörte. Einfach so, vor seinem Haus.

Gut, dass sich nicht alles wiederholen kann.

Imagine (Ultimate Mix)