Der Mensch und der Staat – Ideen zur Haltung einer zu gründenden Partei

Was ist ein Staat und welche Rolle sollte er für den Menschen spielen? Ideen dazu habe ich in den letzten Wochen entwickelt und dachte zudem viel darüber nach, wie eine neu Partei aussehen müsste. Der folgende Text könnte der Anfang eine Parteiprogramms einer neuen Partei sein. Er ist noch sehr grob, mache Punkte sind noch zu wenig ausformuliert, aber die Grundidee wird, denke ich, rasch klar.

Der Staat

Die Menschen im Staat

Menschen sind soziale Wesen. Gemeinschaften zu bilden, ist für ihr Überleben wichtig. Auch Staaten sind soziale Gemeinschaften. Staaten sind letzten Endes die Menschen, aus denen sie bestehen und sind deshalb von Natur aus für die Menschen da.

Das Staat, das sind die Menschen, die im Gebiet eines Staates leben.

Funktion des Staates

Die Aufgabe eines Staates ist es, die Grundbedürfnisse der Menschen sicher zu stellen. Ein Staat muss Sicherheit verschaffen, damit jeder Mensch eines Staates genug Nahrungsmittel, eine sichere Unterkunft in ausreichender Größe und Zugang zu den in der jeweiligen Gesellschaft üblichen kulturellen Errungenschaften und Medien hat. Alle Menschen sollten die Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen.

Grundbedürfnisse der Menschen

Nur Menschen, deren Grundbedürfnisse sicher gestellt sind, können sich entwickeln und sich letzten Endes selbst verwirklichen.

Das übergeordnete Ziel eines Staates ist deshalb, allen in seinen Grenzen wohnenden Menschen zu ermöglichen, sich selbst zu verwirklichen und das Beste aus sich zu machen.

Zu den Grundbedürfnissen, und somit zu den Grundrechten, deren Befriedigung zu den vordringlichsten Aufgabe des Staates gehören, zählen in der heutigen Zeit:

  • Kleidung
  • Nahrung
  • feste Bleibe (WG, Wohnung, etc.) mit Küche, Bad, Toilette, Heizung
  • fließend Wasser
  • Strom
  • Heizung
  • Internetzugang
  • Krankenversicherung
  • Rente, Versorgung im Alter
  • Teilnahme am öffentlichen Leben (Mensch ist ein soziales Wesen) und den kulturellen Errungenschaften
  • Bildung
  • Freizeit
  • eine sinnschaffende Beschäftigung

Die Wirtschaft

Da unser System auf Geld beruht, ist es Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, durch geschickte Umverteilung, bzw. Steuerung von Geldströmen mit Hilfe von Steuern, sozialer Unterstützung und anderen, dafür zu sorgen, dass alle Menschen genügend Geld haben, damit ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden können. 

die Reichen und die Armen

Damit alle Menschen die für sie nötigen Güter und das nötige Geld erhalten, ist eine soziale Wirtschaft notwendig. Wir werden die Geldwirtschaft nicht abschaffen können, da sie ein weltumspannendes System darstellt, aber wir können sie in unserem Land, in Europa und evtl. in der Welt kontrollieren. Dafür setzen wir uns ein.

Machen wir uns nichts vor: Es wird immer Menschen geben, die mehr Geld und Besitztümer haben, als andere. Wir werden diese Unterschiede nicht beseitigen können, doch wir können ein System gerechter machen.

Worin besteht der Sinn des Lebens? Für uns besteht er darin, dass wir alle die in uns schlummernden Fähigkeiten entwickeln und uns selbst verwirklichen können. Wir alle wollen glücklich sein und angstfrei leben. Deshalb benötigen wir Sicherheit.

Dies gilt für Arme, wie auch für Reiche, denn alle sind wir Menschen. Jeder Mensch soll diese Möglichkeiten haben. 

Es heißt im Grundgesetz, dass Eigentum verpflichtet, doch wollen wir es noch weiter fassen und sagen: Mehr zu haben als andere, verpflichtet. 

Geldfluss und Gerechtigkeit

Es ist in Ordnung viel Geld zu verdienen und reich zu sein, aber es bringt auch eine Verpflichtung für all diejenigen mit sich, die weniger besitzen. Wir können nur alle in Sicherheit leben und eine gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen ermöglichen, wenn wir Geldflüsse auch zu denjenigen erzeugen, die wenig haben. Notwendigerweise haben sie ihren Ursprung dort, wo viel Geld ist.

Damit diese Geldflüsse stattfinden, wurden Staaten gegründet, auch wenn es ursprünglich eher um Waren ging, als um Geld. Die Aufgabe des Staates besteht in der gerechten Verteilung des in einem Staat vorhandenen Geldes, bzw. Strukturen für eine gerechte Verteilung zu schaffen.

Die Mittel des Staates sind die Gesetze, allen voran die Steuergesetze. Sie heißen so, weil man damit etwas steuert, nämlich den Geldfluss. Steuergesetze sind eigentlich Geldfluss-Steuerungs-Regeln.

Gerechtigkeit und Gleichberechtigung verpflichten eine gleiche Beteiligung aller, je nach Möglichkeit ihrer Leistungsfähigkeit. Wer mehr leisten kann, muss sich stärker beteiligen, als jemand, der weniger leisten kann.

Wir wollen den Geldfluss durch Steuern und weitere Mittel so lenken, dass genügend Geld zu allen Menschen fließt, damit sie die Möglichkeit haben, sich zu entfalten, ihre Ziele anzustreben, Glück und Zufriedenheit zu finden.

Ein Staat muss immer dafür da sein, etwas zu ermöglichen. Er sollte die Erde sein, auf der die Pflanze Mensch wachsen und gedeihen kann.

Verantwortung der Menschen

Der Staat ist ein Gebilde geflochten aus der Zusammenarbeit der Menschen. Es kann nur ein gutes Gebilde sein, wenn Menschen bewusst ist, dass auch sie ein Teil davon sind und für das Wohl aller auch mit eine Verantwortung tragen. Ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, gibt es keinen funktionierenden Staat. Je mehr sich beteiligen, je mehr sich dessen bewusst sind und danach handeln, einen umso besseren Staat werden wir haben.

Wissenschaft und internationaler Austausch

Realismus

Wir sollten, um unsere Ziele zu erreichen, immer Wissenschaft vor Ideologien stellen. Unsere Werte und Ziele sollten stets nachweislich dem Menschen dienen, nicht einer Ideologie oder einem Wunschdenken.

Die Rolle der Wissenschaft sollte gestärkt werden. Wir sollten auf allen Ebenen Untersuchungen anstellen, ob das, was wir mit unseren Handlungen erreichen wollen, auch tatsächlich erreichen. 

Wissenschaft bedeutet: Objektive Überprüfung der Effektivität unserer Maßnahmen und die Veröffentlichung dieser Überprüfungen.

Überprüfbarkeit

Wir brauchen einen gläsernen Staat, denn der Staat sind wir. Er sollte uns nicht verborgen sein und als ein Fremdkörper gegenüber stehen. 

Wissenschaft und ihre Ergebnisse sind ein wichtiger Teil davon. Sie unterstützen uns alle, unsere Handlungen und Taten zu bewerten. Es genügt nicht zu „glauben“, dass etwas hilft oder schadet, man sollte es auch wissenschaftlich überprüfen.

Gültigkeit hinterfragen

In den vergangenen 2000 Jahren hat sich unser Schul- und Bildungssystem kaum verändert. Wir sollten es einmal überprüfen und nachbessern, wie auch viele andere Bestimmungen und Gesetze, bei welchen wir uns fragen sollten, ob sie das, was sie scheinbar versprechen, auch halten.

Zusammenarbeit und Austausch

Hier könnte ein Best-Practice-Austausch mit anderen Ländern von Vorteil sein. Es gibt schon viel Erfahrung auf der Welt, doch wird diese kaum genutzt.

Wie ein Staat eine Gemeinschaft ist von Menschen, um ihnen zu ermöglichen, sich selbst zu verwirklichen, so sind dies auch Staatenverbünde oder die Welt an sich. Wenn wir unsere Verbünde und die Welt schätzen, wertschätzen und achten, können wir alle wachsen. Isolation verhindert Wachstum, Gemeinschaft ermöglicht sie.

Es ist sinnvoll uns weltweit auszutauschen mit unseren Erfahrungen und Forschungen, um eine bessere und gerechtere Gesellschaft aufzubauen und jedem zu ermöglichen, sein Glück zu finden.

Die Regierung

Der Staat, das sind die Menschen, die auf dem Staatsgebiet leben. Da sie nicht alle gleichzeitig gemeinsam die Aufgaben des Staates erfüllen können, benötigen sie jemanden, der den Überblick darüber hat, was man tun muss und die Zeit hat es zu tun.

Hierfür sind die gewählten Vertreter der Menschen eines Staates da. Sie setzen das um, was langfristig den Menschen eines Staates am besten dient und dazu führt, dass alle die Möglichkeit und Sicherheit haben, ein würdevolles leben führen zu können in welchem ihre Bedürfnisse befriedigt werden.

Eine Regierung und alle Vertreter der Menschen eines Staates, sind somit Dienstleister im Dienste der Menschen. Der Souverän bleibt der Mensch im Staat. Regieren heißt dienen, nicht herrschen.

Regieren bedeutet Möglichkeiten zu schaffen für die Menschen, für deren Gemeinschaft man verantwortlich ist.

Hunger, Obdachlosigkeit, Armut oder Krieg bedeuten immer, dass eine Regierung sich bereichert anstatt zu regieren.

Der Mensch

einzigartig

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Lebewesen. Einzigartiges ist immer wertvoll, es kann durch nichts ersetzt werden. Jeder Mensch verdient Achtung und Respekt. Seine Würde hilft ihm Mensch zu sein. 

sozial

Der Mensch ist ein soziales Wesen, das der Gemeinschaft bedarf. Erst die soziale Gemeinschaft ermöglicht es einem Menschen sich selbst zu verwirklichen, das zu werden, was er werden kann und wonach er strebt.

Gemeinschaft entsteht in gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und Respekt – zu allen und zwischen allen Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, oder sonst irgendeinem Merkmal.

Sprache

Menschen begegnen uns vor allem in der Sprache. Im offen gesprochenen Wort begegnet uns der Mensch. Er kehrt sein Innerstes nach außen und macht es für uns sichtbar. Achtung und Wertschätzung des Menschen ist deshalb auch immer Achtung und Wertschätzung des Wortes. 

Menschen haben verschiedene Ansichten und fühlen sich von verschiedenen Aussagen angesprochen. Dies ist ein Teil der Individualität und Verschiedenheit aller Menschen. Er macht uns einzigartig und ist deshalb wertvoll und zu uns gehörig. Wenn Meinung des Anderen eine andere ist, ist sie wertvoll, und hilft uns vielleicht, Neues zu erkennen. Als solche sollten wir sie immer wertschätzen.

Zusammenarbeit

Natürlich können nur Menschen zusammenarbeiten, wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, denn sonst würden sie sich in verschiedene Richtungen bewegen und zersplittern. Gemeinschaften entstehen durch ein gemeinsames Ziel, deshalb ja auch der Name „Gemeinschaft“.

Menschen sind auch dann wertvoll, wenn sie ein anderes, eventuell sogar entgegengesetzte Ziele verfolgen. Dies ist die persönliche Entscheidung eines Menschen. Deshalb sollte man es respektieren, wenn andere ein anderes Ziel verfolgen. So ist es nun einmal.

Wir, in unserer Partei, haben ein gemeinsames Ziel. Wer dies mit uns zusammen verfolgen möchte, ist willkommen. Andere, zusätzliche Ziele sind diskutierbar, doch muss man auch respektieren, wenn sie von uns nicht getragen werden können. Dann müssen diese Menschen andere Gemeinschaften finden, die gemeinsam mit ihnen diese Ziele verfolgen.

Wir verurteilen andere Ziele nicht, auch wenn wir sie nicht als sinnvoll erachten. Wir respektieren und erkennen an, dass Menschen verschieden sind.

Der Mensch als Arbeitender

Jeder Mensch arbeitet. Menschen arbeiten immer. Manchmal werden sie dafür bezahlt, manchmal nicht. Dennoch arbeiten sie. Als soziales Lebewesen arbeitet der Mensch als Teil einer Gemeinschaft. Was er tut, beeinflusst diese und ist meist wichtig für die Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Strukturen und zur Schaffung von Möglichkeiten für andere.

Wertschätzung für das, was wir tun, und wenn es noch so klein zu sein scheint, ist von zentraler Bedeutung, denn nur so können wir in Würde leben. Da jeder Mensch die Achtung seiner Würde verdient, verdient auch ein jeder die Achtung dessen, was er tut, als wertvoll.

Menschen zeigen sich uns nicht nur in der Sprache, auch in der Tat. Auch eine Tat ist eine Äußerung, sie zeigt uns, wie der Mensch ist und was er tun möchte. Menschen begegnen uns nicht nur in der Sprache, sondern auch in den Taten.

Wir alle haben verdient als wichtig betrachtet zu werden und dass wir alle das Beste tun, das uns möglich ist. Dafür sollten wir geachtet und wertgeschätzt werden, auch finanziell. Jeder Mensch hat es verdient, dass die Gesellschaft ihn stützt und ein Leben ermöglicht, in welchem die Befriedigung der Grundbedürfnisse sichergestellt ist. 

Freizeit

Unsere Welt zwingt Menschen häufig dazu, etwas zu tun, zu arbeiten, das sie nicht wollen. Sie benötigen freie Zeit, in der sie sich selbst verwirklichen oder einfach nur sie selbst sein können. Eine Zeit der Erholung, des Zurücklehnens und Entspannens.

Als soziales Lebewesen möchte ein Mensch Zeit mit anderen Menschen verbringen. Die Aufgabe eines Staates, der eine Gemeinschaft von Menschen darstellt, ist es deshalb, Begegnungen und Freizeitaktivitäten für alle Menschen, die dies wünschen, zu ermöglichen.

Liebe

Menschen benötigen Liebe. Es ist wichtig für uns Menschen den Mut zu haben zu zeigen, wenn wir uns mögen. Distanz mag zwar Sicherheit bieten, doch Begegnung schafft Vertrauen und Liebe schafft Zusammenhalt. Wir sind eine starke Gemeinschaft, die Menschen aufnimmt und wertschätzt, sie glücklich macht und ihnen hilft, sich selbst zu verwirklichen, wenn wir gegenseitige Zuneigungen als hohes Gut sehen und bereit sind uns zu mögen.

Die Natur und der Mensch

Veränderung und Erhalt

Wir haben nur diese eine Erde. Zerstören wir sie, zerstören wir uns, da der Mensch ein Teil der Erde ist und die Erde ist ein Teil des Menschen. Dadurch beinhaltet die freie Entfaltung eines jeden, immer auch die freie Entfaltung der Natur, der Schutz des Menschen, beinhaltet den Schutz der Natur.

Verändern wir die Erde, verändern wir unsere Umwelt, so verändern wir auch uns. Wir werden immer unsere Umwelt verändern, weil es immer Fortschritt geben wird und somit Veränderungen.

Der Mensch benötigt eine lebenswerte Umwelt, eine lebenswerte Erde, die ihm Gesundheit und ein langes Leben beschert. Dies ist möglich, wenn wir unsere Erde erhalten und alles Lebendige wertschätzen, denn es ist der Grund warum wir leben, atmen, trinken und uns ernähren können. Unabhängig von der Wertigkeit allen Lebens, benötigen wir das Leben aller Lebewesen um selbst leben zu können.  

Unsere Zukunftsaufgabe besteht also darin, unsere Umwelt zu verändern, gleichzeitig aber auch, zu erhalten. Wir müssen lernen sie zu verändern, ohne zu zerstören.

Die Mensch und die Tiere

Der Mensch ist ein Teil der Natur und die Natur ist ein Teil des Menschen. Alles Lebendige und Existierende bildet die Natur und damit den Planeten Erde. Verändern wir etwas, so verändern wir die Erde und somit auch uns. Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf unser Leben. Deshalb sollten wir besonders bedacht vorgehen.

Auch Tiere sind ein Teil der Natur, somit sind auch sie ein Teil des Menschen. Die Behandlung der Tiere hat immer auch Auswirkungen auf uns Menschen. 

Der Mensch ist ein Allesfresser und benötigt momentan noch Fleisch für eine gesunde und ausreichende Ernährung. Auch Tiere sind zu dieser Erde gehörende Lebewesen und als ein Teil unserer Umwelt hat ihre Behandlung auch immer Auswirkungen auf uns. Dies sollten wir bedenken und ihr Wohlergehen sollte uns, so weit als möglich, am Herzen liegen.

Sowohl der bestmögliche Schutz der Natur an sich, als auch der Schutz der Tierwelt, macht eine ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung notwendig. 

Einklang

Wir haben nur diese Erde. Und diese Erde wird nur weiterexistieren, wenn wir ihre Schätze nicht vernichten und keinen Raubbau betreiben. Unser Ziel muss es sein, den bestmöglichen Einklang mit der Natur, bzw. der Erde zu finden.

Wir können den Fortschritt nicht aufhalten und wollen dies auch nicht. Fortschritt bedeutet immer Veränderung, doch sollten wir uns stets bemühen, dass unsere Veränderungen zum Wohle aller sind und somit auch zum Wohle der gesamten Natur, oder diese zumindest nicht schädigen. Schädigen wir sie, so schädigen wir letzten Endes uns selbst.