Freiheit für Rubén González!

Der folgende Text, sowie das obigen Bild, stammen von der Website von amnesty.de und aus der Rundmail von Amnesty International. Auf die Webseite von Amnesty führt auch der Link mit der Aufforderung mitzumachen.

Freiheit für Rubén González!

Rubén González ist ein venezolanischer Gewerkschafter und gewaltloser politischer Gefangener. Er wurde aufgrund seines friedlichen Einsatzes für die Arbeitsrechte in Venezuela inhaftiert. Das Verfahren gegen ihn vor einem Militärgericht war politisch motiviert und unfair.

Am 29. November 2018 wurde Rubén González von der Generaldirektion der militärischen Spionageabwehr (Dirección General de Contrainteligencia Militar – DGCIM) festgenommen. Er hatte bei einem Protest gegen die Politik der Regierung teilgenommen.

Während die anderen festgenommenen Protestierenden wieder freigelassen wurden, blieb Rubén González in Haft – gegen ihn läge ein Haftbefehl vor, da er bei einer Hausdurchsuchung am 13. August 2018 Widerstand geleistet habe.

Rubén wurde ohne belastbare Beweise gegen ihn und unter Verletzung des Rechts auf ein faires Gerichtsverfahren vor ein Militärgericht gestellt, obwohl er Zivilist ist. Am 13. August 2019 wurde er von dem Militärgericht zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. „Ich werde bestraft, weil ich ein furchtloser Gewerkschafter bin“, so Rubén González bei seiner Verurteilung.

Rubén González leidet seit mehr als zehn Jahren an Niereninsuffizienz und an Bluthochdruck. Seine Rechtsbeistände haben wiederholt vor Gericht um eine ärztliche Behandlung gebeten, doch wurde er nur einmal verlegt, um medizinisch versorgt zu werden.

Mach mit bei unserer E-Mail-Aktion an Präsident Nicolás Maduro. Schreibe jetzt eine E-Mail an die venezolanischen Behörden und fordere die sofortige Freilassung von Rubén González!

Hintergrundinformationen

Rubén González hatte sich immer wieder für die Arbeitsrechte im staatlichen Eisenbergbau-Unternehmen Ferrominera del Orinoco eingesetzt. Er führte u. a. Aktionen zu Tarifverhandlungen durch. Auch seine Teilnahme an gewaltfreien Demonstrationen, in denen die Arbeitspolitik der Regierungen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro kritisiert wurde, machte ihn zum Ziel von Repressionen und Schikanen.

Rubén González wurde bereits mehrmals willkürlich fest genommen und unfairen Gerichtsverfahren ausgesetzt, obwohl die venezolanische Verfassung das Recht, Gewerkschaften zu gründen und ihnen beizutreten schützt.

Die willkürliche Inhaftierung, Kriminalisierung und unfaire Verurteilung von Rubén González erfolgte im Rahmen großflächiger willkürlicher Festnahmen von Menschen, die der Regierung kritisch gegenüberstehen oder ihre Menschenrechte einfordern. Neben solchen politisch motivierten willkürlichen Festnahmen setzen die venezolanischen Behörden auch gezielt außergerichtliche Hinrichtungen gegen Kritiker_innen ein. Außerdem werden nichtmilitärische Straftaten immer wieder vor Militärgerichten verhandelt.

Zu der Aktion kommst du mit diesem Link. Hier findest du Formulierungsvorschläge für die Briefe und die Möglichkeit, direkt Online mitzumachen.