Strukturdeterminiertheit

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„Eine Interaktion kann eine Strukturveränderung nicht determinieren, da diese Veränderung von dem vorangegangenen Zustand der betroffenen Einheit determiniert ist und nicht durch die Struktur des perturbierenden Agens.“(Maturana/Varela 1987, S. 111)

„Zwei Systeme können vom Standardbeobachter … deshalb unterschieden werden, weil sie aufgrund von als identisch aufgefaßten Einwirkungen unterschiedliche Zustände einnehmen und daher nicht-instruierbare Systeme sind. Die wissenschaftliche Methode gestattet uns lediglich die Bearbeitung von Systemen, deren Strukturveränderungen auf die Relationen und Interaktionen ihrer Bestandteile zurückgeführt werden können und die daher als strukturdeterminierte Systeme operieren. Strukturdeterminierte Systeme kennen keine instruktiven Interaktionen. Angesichts dieser Tatsache ist jede Beschreibung einer Interaktion als Instruktion (oder als Informationsübertragung) bestenfalls metaphorisch; sie gibt keinesfalls das tatsächliche Operieren der Systeme wieder, die Gegenstand wissenschaftlicher Beschreibung und Untersuchung sind. …

Aus epistemologischen Gründen sind wissenschaftliche Vorhersagen daher Berechnungen der Zustandsabfolgen von strukturdeterminierten Systemen.“ (Maturana 1985, S. 243)