Grippe und Coronavirus: Unterschiede, Gemeinsamkeiten

Der folgende Text ist nicht wirklich rund und irgendwie habe ich das Gefühl, ich hätte ihn anders aufbauen müssen, aber dennoch, ich veröffentliche ihn mal. Ich denke viel nach über die verschiedensten Zusammenhänge nach und warum immer wieder Lügen verbreitet werden zur Schädlichkeit des SARS-CoV-2. Ich kapiers immer noch nicht. Je mehr ich lese, desto absurder wirds.

Die Grippe: Zitate aus Ärzteblatt und ÄrzteZeitung

Hierzu einige Infos aus dem Ärzteblatt:

Influenza-Mortalität weltweit höher als bislang angenommen (14.12.2017)ii

“Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290.000 bis 650.000 Menschen an durch Influenzaviren hervorgerufenen Atemwegserkrankungen. […]

Nach Angaben der US-CDC ereignen sich die meisten Todesfälle bei Menschen im Alter von über 75 Jahren und in den ärmsten Regionen der Welt. In Afrika südlich der Sahara besteht danach das weltweit größte Risiko für die Grippemortalität, dicht gefolgt vom östlichen Mittelmeerraum und Südostasien. Fast alle Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren […] treten in Entwicklungsländern auf. […]”

So, jetzt wisst ihr, warum alle sagen die Grippe wäre nicht so gefährlich, sterben an ihr doch nur die ärmsten der Armen – und die sind uns ja eh Wurst.

Grippewelle: Starke Schwankungen der Exzess-Mortalität (20.01.2015)iii

“Die Zahl der durch die saisonale Grippe bedingten Mortalität schwankt von Jahr zu Jahr erheblich. […] Die Diagnose Influenza wird selten auf den Todesbescheinigungen notiert. Häufig sterben die Patienten an einer sekundären Pneumonie, oder die Virusinfektion führt bei Patienten mit kardialem Leiden einen vorzeitigen Tod herbei. Auf dem Totenschein wird dann die Lungenentzündung oder das Herzleiden vermerkt, aber nicht notwendigerweise die Influenza. […]

Die jetzt veröffentlichten Zahlen zu den Jahren 1984/85 bis 2012/13 (zur letztjährigen Grippewelle gibt es noch keine Auswertung) zeigen, dass die Exzess-Mortalität sehr stark schwankt. Die schlimmste Grippewelle gab es 1995/96, als es zu 29.000 (nach konser­vativer Schätzung 24.900) zusätzlichen Todesfällen kam. An zweiter Stelle folgte die Saison 2011/12 mit 28.900 (20.600) Exzess-Todesfällen. Die wenigsten Todesfälle gab es in den Saisons 2000/01 und 2009/10, als es nach den Berechnungen des RKI überhaupt keine Exzess-Mortalität gab.

Die Saison 2009/10 war die erste, die durch das pandemische Virus A(H1N1)pdm09 (Schweinegrippe) ausgelöst wurde. Das RKI gibt die Zahl der Exzess-Todesfälle mit Null an, in der ebenfalls durch das Virus A(H1N1)pdm09 dominierten Saison 2010/2011 waren es nur etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle. […]

Ein Grund könnte in dem Virusstamm liegen, der zum H1-Typ gehörte. Auch in anderen Jahren waren die Exzess-Mortalitäten minimal, wenn die Grippe-Welle von H1-Viren getragen wurde. Bei einer Dominanz von Influenza B- oder Influenza H3-Viren steigt die Zahl der Todesfälle rapide an. […]”

Und Nun noch Artikel aus der ÄrzteZeitung:

30 000 Tote – die kann’s auch bei saisonaler Grippe geben (03.09.2009)iv

“Insgesamt führte die vergangene Grippewelle zu etwa 4,3 Millionen zusätzliche Arztkonsultationen, 1,7 Millionen Arbeitsunfähigkeiten und 18 700 zusätzlichen Hospitalisierungen. Damit war die Aktivität stärker als in den drei Wintern zuvor und etwas geringer als bei den sehr starken Grippewellen 2002/2003 und 2004/2005.

So wird die Zahl der Grippetoten berechnet

Immer wieder wird berichtet, jährlich sterben in Deutschland Tausende an saisonaler Grippe. Doch woher kommen solche Zahlen? Auf den Totenscheinen ist Influenza kaum zu finden, da der Tod fast immer durch Komplikationen wie bakterielle Pneumonien verursacht wird. Verwendet wird daher ein mathematisches Modell. Darin gehen jahreszeitliche Schwankungen bei den Todeszahlen mit ein, ebenso Faktoren wie die Stärke der Influenza-Aktivität und deren Verlauf. Verglichen wird dann die Zahl der Toten, wie sie ohne Influenza sein sollte mit der tatsächlichen Zahl während einer Grippewelle. Die Differenz (Exzess-Mortalität oder Übersterblichkeit) wird der Influenza zugeschrieben.(mut)”

RKI-Analyse: Grippe – eine tödliche Gefahr (23.01.2015)v

“Influenza trifft in jedem Jahr 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Je nach dominierenden Virustypen und betroffenen Altersgruppen verläuft die Erkrankung aber sehr verschieden […].

Die Grippewelle 2012/13 war danach mit 23.600 Exzess-Todesfällen die schwerste seit 17 Jahren, nur im Grippewinter 1995/96 gab es noch mehr zusätzliche Tote (29.900).

Wenig Exzess-Mortalität gab es hingegen 2010/11 bei der Schweinegrippe-Pandemie (1000).”

Grippe: DIE Grippe gibt es nicht

Wie man oben lesen kann, gibt es nicht “Die Grippe” schlechthin, sondern, je nach Grippevirus, ist eine Grippe richtig übel, oder eher lahm. Der Grippeerreger H5H1 schafft es sogar auf Platz 2 der weltweit gefährlichsten Viren. Der SARS-Virus schafft es auf Platz 8 und ist somit der gefährlichste unter den Corona-Viren.

Doch schauen wir uns mal die Grippeviren näher an. DocCheck schreibtvi:

“Influenza A: Es gibt 16 H-Subtypen (H1-H16) und 9 N-Subtypen (N1-N9). Die Buchstaben H und N stehen dabei für die Pathogenitätsfaktoren Hämagglutinin und Neuraminidase. Durch die jährliche Veränderung der H- und N-Antigene kommt es zu einer fehlenden Wirksamkeit von bestehenden Antikörpern und damit zu jährlichen Grippeepidemien. Beispiele für Influenza A sind:

  • Influenza-A-(H1N1)
  • Influenza-A-(H5N1)
  • Influenza-A-(H7N9)”

Dann gibt es noch den Typ Influenza B und C. Gegen den C-Typ werden wir prinzipiell nicht geimpft, nur gegen zwei B- und zwei A-Typen, bei einer Vierfachimpfung, also auch nicht gegen alle Subtypen. Terilweise gibt es keine Impfstoffe und außerdem wäre es zu teuer für die Krankenkasse

Warum sterben Menschen an Corona (SARS-CoV-2)?

Dazu ein Text wieder von DocCheckvii:

“Bei in China verstorbenen Personen bestand in 20 % der Fälle ein Diabetes mellitus, in 15 % eine kardiovaskuläre Erkrankung und in 2 % eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Verstorbene Patienten aus Italien wiesen sogar in 99 % aller Fälle eine Grunderkrankung auf, in ca. 50 % der Fälle drei oder mehr Grunderkrankungen. Die häufigsten Komorbiditäten waren Hypertonie (mehr als 75 % der Fälle) und Diabetes mellitus (ca. 35 % der Fälle).”

Karten von China zeigen, wie sich die Stickoxid-Werte durch COVID-19 verbesserten, was zeigt, wie stark die Belastung durch Stickoxide zuvor war. Dies legt nahe, dass auch sie ein wichtiger Grund für die chinesischen Todesfälle sein könnten, da hohe Stickoxide immer schlechte Luft und somit Atemwegsprobleme bedeuten.

© NASA Earth Observatory, Joshua Stevens (Ausschnitt)viii

Der Virus an sich ist also nicht das größte Problem, sondern die bereits vorhandenen Erkrankungen. Stoßen zwei Erkrankungen ungünstig aufeinander, ist die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Endes größer. Interessant ist, dass es vor allem Reiche-Europäer-Zivilisations-Erkrankungen sind, wie Bluthochdruck oder Diabetes, die meist durch Übergewicht verursacht werden, oder Herzerkrankungen, die nicht selten bei Rauchern und übergewichtigen Menschen vorkommen. Dazu kommt noch hohe Luftverschmutzung, die sich auf die Atemwege auswirkt.

Man kann also durchaus sagen, dass wir diese Tode selbst durch die Luftverschmutzung und unseren Lebensstil verursacht haben.

Im Gegensatz zur normalen Grippe, bei welcher vor allem die Ärmsten der Armen sterben, sterben am neuen Corona-Virus viele gut genährte Europäer (zu denen auch ich gehöre). Dadurch ist sie automatisch “schlimmer als die Grippe” – für uns Europäer, auch wenn dies objektiv nicht haltbar ist, betrachtet man die Weltbevölkerung.

Links gibts Ausgangssperre und rechts eine Notiz bei der WHO

Wir sollten also nicht sagen: Corona ist schlimm, sondern unsere Umweltverschmutzung und unser ungesundes Leben sind es, die uns mit-töten.

Die Grippe-Gefahr

In den letzten Jahren gab es immer mehr schreckliche Grippewellen.

Hier einmal eine Statistik von Statista:

Die Tabelle gibt übrigens nur die nachgewiesenen Todesfälle an, nicht die hochgerechneten, diese sind ja etwa 20 mal so hoch.

Dieses Jahr hätten wir wahrscheinlich die schlimmste je gemessene Grippewelle bekommen. Hier eine Grafik aus Wikipediaix:

Genaugenommen ist der SARS-CoV-2 eine Erkältung der Atemwege. Erkältungen haben immer das Risiko einer Atemwegserkrankung, weshalb euch Ärzte ja fast immer ein Antibiotikum geben, sobald ihr Halsschmerzen habt. Und je kranker wir werden, desto ungesunder unsere Luft ist, desto ungesunder wir leben, desto leichter sterben wir an einer neuen Grippe oder einem neuen Virus.

Würde er uns nicht dahinraffen, dann wärs die Grippe. Und mit bis zu 1,2 Millionen geschätzten Grippetoten dieses Jahr (weltweit), ist sie definitiv nicht zu toppen.

Was kann man tun, wenn man erkrankt ist?

Natürlich, wenn es schlimmer wird: Zum Arzt!

Gegen Viren hilft prinzipiell nichts. Man kann dafür sorgen, dass Sekundärerkrankungen geringere Chancen haben.

Wichtige “Mittel”, die entzündungshemmend oder antibakteriell wirken, hat man meist zu Hause:

Als Tee/im Tee:

  • Kamille

Gewürze:

(kann man alle auch im Tee verwenden)

  • Salbei
  • Ingwer
  • Nelken
  • Oregano
  • Thymian
  • Kurkuma
  • Zimt

Zwiebelgewaächse

  • Knoblauch
  • Zwiebeln (allgemein)

Sonstiges

  • Kresse
  • Meerrettich
  • Cranberries

Häufig in Süßigkeiten/Bonbons

  • Eukalyptus
  • Süßholzwurzel (Lakritz)

Allgemein

Prinzipiell ist es sinnvoll, sich “gesund” zu ernähren, also weniger Nudeln, Weißbrot etc. (weniger verarbeitete Weizenprodukte), weniger Zucker (egal welcher), und mehr Obst, Gemüse, Salate und dunkles Fleisch (wichtiger Vitamin B12 Lieferant).

Unverarbeitete Lebensmittel sind meist “gesünder” als verarbeitete. Reis und Kartoffeln sind gesünder als Nudeln, oder selbst gemachte Nahrung ist besser als ein Fertiggericht.

Kohlenhydrate sind meist nicht so gesund, vor allem nicht, wenn wir viel zu Hause herumsitzen und dadurch wenig Energie verbrauchen. Genaugenommen macht uns das herumnsitzen anfälliger für Erkrankungen, wie z.B. Corona oder Grippe.

Deshalb ist es wichtig raus an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen. Scheiß auf die Politiker, wir müssen uns gesund erhalten. Außerdem kann langes-in-der-Wohnung-sitzen zu Depressionen und Frustrationen führen, was auch nicht gesund ist.

Noch ein Wort zum Schluss

Hockertz ist Dr. rer. nat. in Biologie an der Universität Hannover, habilitiert für die Fächer Toxikologie und Pharmakologie an der Universität Hamburg und Professor für Molekulare Immuntoxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Fußnoten

iSybille Möckl und Lara Scwemmer, „Lassa, Marburg oder Ebola: Das sind die zehn gefährlichsten Erreger der Welt“, FOCUS Online, 6. April 2014, https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/reisemedizin/nach-ebola-ausbruch-das-sind-die-zehn-gefaehrlichsten-erreger-der-welt_id_3728269.html.

iiDeutscher Ärzteverlag GmbH Ärzteblatt Redaktion Deutsches, „Influenza-Mortalität weltweit höher als bislang angenommen“, Deutsches Ärzteblatt, 14. Dezember 2017, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87049/Influenza-Mortalitaet-weltweit-hoeher-als-bislang-angenommen.

iiiDeutscher Ärzteverlag GmbH Ärzteblatt Redaktion Deutsches, „Grippewelle: Starke Schwankungen der Exzess-Mortalität“, Deutsches Ärzteblatt, 20. Januar 2015, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61516/Grippewelle-Starke-Schwankungen-der-Exzess-Mortalitaet.

ivAerzteZeitung, „30 000 Tote – die kann’s auch bei saisonaler Grippe geben“, AerzteZeitung.de, 3. September 2009, https://www.aerztezeitung.de/Medizin/30000-Tote-die-kanns-auch-bei-saisonaler-Grippe-geben-371174.html.

vWolfgang Geisel, „Grippe – eine tödliche Gefahr“, AerzteZeitung.de, 23. Januar 2015, https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Grippe-eine-toedliche-Gefahr-251075.html.

viDocCheck Medical Services GmbH, „Influenza“, DocCheck Flexikon, zugegriffen 28. März 2020, https://flexikon.doccheck.com/de/Influenza.

viiDocCheck Medical Services GmbH, „SARS-CoV-2“, DocCheck Flexikon, zugegriffen 28. März 2020, https://sketchfab.com/models/565a3c19533048aa89a0d85e4bd8574b/embed?autostart=1&transparent=0&ui_controls=1&ui_infos=0.

viiiPodbregar, „Satellitenaufnahmen zeigen Chinas Stickoxid-Emissionen auf Rekordniedrigwert Coronavirus: Effekt auf Wirtschaft aus der Luft sichtbar – scinexx | Das Wissensmagazin“, zugegriffen 28. März 2020, https://www.scinexx.de/news/geowissen/coronavirus-effekt-auf-wirtschaft-aus-der-luft-sichtbar/.

ix„Influenza“, in Wikipedia, 22. März 2020, https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Influenza&oldid=946809520.