Große Western auf YouTube

Auf Youtube gibt es viele Filme, doch 99% davon sind Schrott. Hier 9 richtig gute.

Genau diese Schrottigkeit ist auch der Grund, warum man die meisten kostenlos anschauen kann: Niemand würde für diese Filme ernsthaft Geld ausgeben. Doch es haben sich auch einige Perlen unter die Filme gemischt. Hier habe ich bereits einige gute Filme auf YouTube aufgelistet, nun kommt meine Western-Liste.

“Western” scheint die Kategorie mit den meisten Filmen auf YouTube zu sein. Warum, ist mir jedoch schleierhaft. Vielleicht gibts hier den meisten Schrott?

Für meine Liste habe ich mich für Filme entschieden, die auf IMDb eine Wertung von mindestens 7,0 und auf Rotten Tomatoes entweder auf der Kritiker oder der Publikumsseite über 80% kommen.

Ritt zum Ox-Bow

IMDb: 8,0
Rotten Tomatoes: 90%/91%

Zweitausendeins:
Drei Männer werden in Nevada (1885) von einem illegalen Aufgebot unter dem unbegründeten Verdacht des Pferdediebstahls und des Mordes gehenkt. Ein in Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Faschismus entstandener klassischer Western mit der zeitlosen Botschaft, dass Respekt vor dem Recht und Ehrfurcht vor dem Menschenleben sich gegenseitig bedingen.

Die rote Tapferkeitsmedaille

IMDb: 7,2
Rotten Tomatoes: 83%/70%

Zweitausendeins:
Als ein frisch an die Front des amerikanischen Bürgerkriegs verlegtes Regiment erstmals dem Feind gegenübersteht, flieht einer der Soldaten, die vorher noch mit den Heldentaten prahlten, die sie vollbringen wollten. Der junge Mann wird durch Zufall nicht als Deserteur erkannt und avanciert beim zweiten Angriff zum Helden”, als er, eher verzweifelt als mutig, allen voran in die Schlacht stürmt. John Hustons Film handelt von der dünnen Trennungslinie zwischen Feigheit und Heldentum und ist als schonungslos realistisches Kriegsdrama angelegt. Konflikte mit der Produktionsfirma führten dazu, daß der Film umgeschnitten wurde und Hustons Absichten nur noch andeutungsweise sichtbar blieben. Die ursprüngliche Fassung existiert nicht mehr.”

Die rote Tapferkeitsmedaille 1951 Audie Murphy

Zwei glorreiche Halunken

IMDb: 8,8
Rotten Tomatoes: 97%/97%

Zweitausendeins:
Der mysteriöse Kopfgeldjäger Joe, der sadistische Kriminelle Sentenza und der stets fluchende mexikanische Revolverschütze Tuco sind auf der Jagd nach einer veruntreuten Regimentskasse der Konföderierten. Inhalt der Kiste: 200.000 Golddollar. Jeder der drei Desperados kennt nur einen Bruchteil der Informationen zum Versteck des Schatzes. So werden sie gezwungenermaßen zu Komplizen, doch jeder verfolgt letztlich sein eigenes Ziel. Hart, packend und unerbittlich – der furiose Höhepunkt von Sergio Leones großartiger Dollar-Trilogie mit der peitschenden Filmmusik Ennio Morricones. Nach den legendären Vorgängern Für eine Handvoll Dollar und Für ein paar Dollar mehr ist auch Zwei glorreiche Halunken ein absolutes Muss für jeden echten Westernfan. Die großen Stars des Genres Clint Eastwood, Lee Van Cleef und Eli Wallach brillieren als ‘the Good, the Bad and the Ugly’ vor grandioser Westernkulisse. Western mit Clint Eastwood, Lee Van Cleef u.a. Regie: Sergio Leone. Extra: Audiokommentar von Richard Schickel.

Fur eine Handvoll Dollar

IMDb: 8,0
Rotten Tomatoes: 98%/91%

Filmdienst:
In ein abgelegenes Nest in New Mexico, das von zwei rivalisierenden Gangsterfamilien terrorisiert wird, kommt ein Revolvermann. Der Fremde tut so, als wolle er an den unsauberen Geschäften beider Gruppen partizipieren, indem er eine gegen die andere ausspielt und sich von jeder reichlich bezahlen lässt. Der Schluss offenbart jedoch, dass er, der Ungerechtigkeit nicht ausstehen kann, von Anfang an entschlossen war, den blutdurstigen Gaunern den Garaus zu machen. Der von Kurosawas “Yojimbo” inspirierte, von der Kritik (auch seiner Gewalttätigkeiten wegen) zunächst reserviert aufgenommene Film Sergio Leones wurde ein enormer Kassenerfolg und schuf ein neues Genre, den Italowestern. Zugleich begründete er die Karriere von Clint Eastwood. (Weitere Filme in Leones “Dollar”-Trilogie: “Für ein paar Dollar mehr”, 1965, und “Zwei glorreiche Halunken”, 1966)

Stagecoach (Auch “Ringo” oder “Höllenfahrt nach Santa Fé”)

IMDb: 7,9
Rotten Tomatoes: 100%/86%

Filmdienst:
Bei einer Postkutschenfahrt durch gefährliches Indianergebiet zeigen die Reisenden ihre wahren Gesichter. Auf den Revolverhelden Ringo wartet noch der Show-Down in der Stadt. Erster Film John Fords in der Kulisse des “Monument Valley” mit bizarren Felsmassiven und weiten Ebenen als Schauplatz für Gewissenskonflikte und seelische Läuterungen. Action, Stimmung und Figurenzeichnung sind in vollendeter Ökonomie aufeinander abgestimmt. Ein klassischer, mythisch überhöhter Western, der das Genre maßgeblich beeinflußt hat – und, nach zahlreichen B-Film-Auftritten, die erste große Rolle für John Wayne, die seinen Ruhm begründete. (Früherer Titel: “Höllenfahrt nach Santa Fé”) – Sehenswert ab 16.

Stagecoach – John Wayne (JOHN WAYNE Klassiker in voller Länge auf deutsch anschauen) *HD*

Bravados

IMDb: 7,9
Rotten Tomatoes: 100%/67%

OFDb.de
In Rio Arriba steht die Hinrichtung von vier Verbrechern an. Jim Douglass ist gekommen, um ihr beizuwohnen; er glaubt, daß diese vier seine Frau ermordet haben. Doch die Männer können fliehen, und Douglass nimmt, von purem Haß getrieben, ihre Verfolgung auf. Ohne Gnade jagt und tötet er die Verbrecher einen nach dem anderen – obwohl jeder von ihnen beteuert, an dem Mord unschuldig zu sein…

Filmdienst:
Ein Farmer verfolgt vier zum Tode verurteilte Verbrecher in der Annahme, sie seien die Mörder seiner Frau. Western vor imposanter Naturkulisse, überzeugend gespielt und durchgehend spannend. – Ab 16.

Der gebrochene Pfeil

IMDb: 7,2
Rotten Tomatoes: 89%/70%

Filmdienst:
Um 1870, als bereits vier Fünftel Nordamerikas den Indianern entrissen sind, hält sich in dem neu erworbenen Gebiet Arizona noch der Widerstand der Apachenstämme unter ihrem Häuptling Cochise. Nur eine starke militärische Expedition scheint aus der Sicht der Weißen geeignet, den dauernden Kriegszustand zu beenden – nämlich durch weitgehende Ausrottung der Indianer. Der Pfadfinder Tom Jeffords aber überredet Cochise und den Beauftragten der Regierung zu einer Lösung auf dem Verhandlungswege. Nach wiederholten blutigen Zwischenfällen, bei denen auch Jeffords indianische Frau getötet wird, ist der Friede sichergestellt. Ein großer, humaner Western von Delmer Daves, der um historische Wahrheit bemüht ist und der zusammen mit Anthony Manns im gleichen Jahr entstandenen “Fluch des Blutes” eine neue Epoche im amerikanischen Western einleitete. Beide Filme, die sich um eine ehrliche Darstellung des indianischen Standpunkts bemühten, führten zu einer differenzierteren Sicht der Indianer im Western der 50er und 60er Jahre. – Sehenswert ab 12.

Der gebrochene Pfeil (Spielfilm 1950)

Big Jake

IMDb: 7,2
Rotten Tomatoes: – /85%

Filmdienst:
Ein alternder Westmann befreit seinen Enkel aus der Hand von Kidappern und beweist durch seine erfolgreiche Aktion dem Sheriff seine Überlegenheit. Breiter, sorgfältig inszenierter Western mit einigen parodistischen Zügen und unterschwelliger Bejahung der Selbstjustiz.

OFDb.de
Als der Gangster John Fain die Familie McCandle überfällt und den kleinen Jake, den Enkel der Familie, entführt, sieht Familienoberhaupt Martha McCandels nur einen Ausweg: Ihr Mann, der alternde Westernheld Jacob McCandle (John Wayne), muss sich um die Angelegenheit kümmern. Doch bevor der rüstige Oldie mit den Entführern seines Enkels abrechnen kann, warten noch ein paar andere Aufgaben auf ihn…

Tag der Gesetzlosen

IMDb: 7,3
Rotten Tomatoes: – /71%

Filmdienst:
Ein Desperado, ehemals Offizier der Unionsarmee, hält mit sechs Gefolgsleuten eine kleine Siedlung in Schach, bis zwei rivalisierende Viehtreiber ihre Differenzen vergessen und den Kampf aufnehmen. In den verschneiten Bergen finden alle Outlaws den Tod. Schnörkellos und ohne großen Aufwand reizvoll inszenierter Western nach archaischen Mustern des Genres; formal ehrgeizig, konsequent bis zu seinem düsteren Ende. – Ab 16.

Cinema.de:
Dieser Winterwestern ist das Glanzstück von Hollywood-Routinier André de Toth.
Sechs Desperados um den schwer verletzten Captain Bruhn (Burl Ives) halten eine Siedlung in Schach. Als Viehhändler Starrett (Robert Ryan) die Männer in die verschneite Bergwelt lockt, kommt es zum Showdown… Kalt, düster, schnörkellos und mit ungewöhnlichem Finale. Sergio Corbucci fand hier die Inspiration für seinen legendären Italowestern „Leichen pflastern seinen Weg“ (1968).
Fazit: Einer der schönsten Western der 50er-Jahre

Tag der Gesetzlosen 1959 Robert Ryan, Burl Ives