Mediziner aus Italien: COVID-19 nicht schlimmer als Grippe

Italiens führende Mediziner sprechen von einer Politik des Terrors und eine[r] schwerwiegende[n] Mystifizierung der Wirklichkeit.

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Auf Rubikon erschien folgende Übersetzung einer Erklärung italienischer Ärzte unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International).

Den folgenden Text habe ich etwas gekürzt, da das Original etwa 19 Seiten hat, das ich unten als PDF anhänge.

Italiens Medizin-Rebellen

In einem offenen Brief fordern italienische Ärzte von der Politik Corona-Aufklärung und ein Ende des Notstands.

von Rubikons Weltredaktion

Wer bei uns Skepsis über die Verhältnismäßigkeit der […] Maßnahmen äußert, wird oft auf Italien verwiesen. Die Kritiker hätten keine Ahnung, wie schlimm die Situation vor Ort tatsächlich sei. Nun aber haben sich medizinische Fachkräfte zu Wort gemeldet, denen man selbst beim besten Willen keine Ahnungslosigkeit vorwerfen kann. Italienische Ärzte, die mit Erkrankten zu tun hatten, bestätigen, was kritische Stimmen schon lange vermutet haben: Covid 19 ist „nicht schwerwiegender als andere saisonale Coronaviren“. Nicht alle Toten, von denen die Rede war, waren wirklich „Corona-Tote[Hervorhebungen von mir, C.S.] […]

BETRIFFT: GESUNDHEITLICHE NOTSITUATION COVID-19

ANTRAG IM SELBSTSCHUTZWEG.

Wir Unterzeichnenden (Anm. d. Red.: Die Namen der Unterzeichner stehen am Ende des Briefes) kommen als Fachkräfte tagtäglich in Kontakt mit der gesundheitlichen Wirklichkeit und haben daher direkte Kenntnisse von der Notsituation, die wir derzeit erleben. […]

Zunächst meinen wir, dass es notwendig ist, eindeutig und wissenschaftlich glaubwürdig klarzustellen, dass Covid-19 erwiesenermaßen eine Art Grippe ist und damit nicht schwerwiegender als andere saisonale Coronaviren: Obwohl die WHO am 11. März die Pandemie ausgerufen hat (1), widersprechen die offiziellen Zahlen der Toten, der Infizierten und der Genesenen der Definition einer „Pandemie“ (2).

Man muss richtig informieren sowie Kriterien zum Verständnis der realen Daten liefern und verhindern, dass die Medien alarmierende Nachrichten verbreiten, die unseres Erachtens absolut ungerechtfertigt sind. Die aktuelle Darstellung der Totenstatistik ist Ausdruck einer institutionellen Berichterstattung, die es während der ganzen Notsituation und auch jetzt noch verhindert hat, sich über die Situation Klarheit zu verschaffen, und die zu einem Teufelskreis hinsichtlich der gesundheitlichen Maßnahmen und sozialen Auswirkungen geführt hat.

Insbesondere muss präzisiert werden:

  • dass die Gesamtzahl der Toten, die an irgendeiner Krankheit oder eines natürlichen Todes sterben und die im täglichen „Kriegs-Bulletin“ angezeigt werden, sich nicht ausschließlich auf Covid-19 oder ansteckende Krankheiten beziehen; welcher Todes-Prozentsatz von den Toten, die an Covid-19 (nur an Covid-19) gestorben sind, stammt […]; welches die wirklichen Gründe dafür sind, dass sich das Virus in einigen Gebieten Norditaliens so abnorm verbreitete […]; dass die Virustests auf der Basis von Abstrichen einen Prozentsatz an „Falsch-Positiven“ und „Falsch-Negativen“ (4) ergeben.

So zählen Personen als „angesteckt“, die es gar nicht sind. […]

Es muss außerdem notwendigerweise geklärt werden:

  • welche Kriterien den vorgelegten Prognosen der Experten zugrunde liegen und inwieweit die Prognosen durch die realen Daten, die uns heute zur Verfügung stehen, bestätigt werden;
  • welche Verdienste, Autorität und Erfahrungen die Kommissionsmitglieder auszeichnen, die damit beauftragt werden, Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie vorzuschlagen; welches die Auswahlkriterien für diese Kommission sind und ob es Interessenkonflikte gibt, die in irgendeiner Weise die Entscheidungen beeinflussen können;
  • was der Grund für die Entscheidung ist, die Studien und Erhebungen der Ärzte und Spezialisten auf diesem Gebiet nicht in Betracht zu ziehen zugunsten der fragwürdigen Auslegung von „Experten”, auch wo diesen in dokumentierten Fällen (5) widersprochen wurde; auch wird der Einsatz von Lungenbeatmungsgeräten zumindest sehr kontrovers diskutiert (6);
  • aus welchem Grund man die Rolle der Prophylaxe und der Arzneimitteltherapie sowie gut bekannter und bewährter Methoden unterschätzt beziehungsweise deren Einsatz verzögert hat; diese Entscheidung hat zu vermeidbaren unheilvollen Ausgängen und langen Krankenhausaufenthalten geführt, stattdessen hätten die Patienten zuhause behandelt werden und ohne schwere Komplikationen genesen können (7);
  • aus welchem Grunde man die Autopsien verhindert hat, die sich, nachdem mancher sie dennoch gemacht hat, als unverzichtbare Quelle ganz wertvoller Informationen herausgestellt haben und die gezeigt haben, dass der Hauptgrund des Todes nicht die Virulenz der Krankheit war, sondern die falsche Behandlung (8);
  • wir möchten außerdem die in vielen Fällen erfolgte Verlangsamung von Diagnosen und therapeutischen Prozessen bei anderen Krankheiten und die Umverteilung der Ressourcen auf eine einzige Krankheit hervorheben. Kennzeichnend für diese Situation ist die Schaffung von Krankenhauseinrichtungen exklusiv für den Notstand von SARS-CoV-2, wo nur wenige Patienten untergebracht und die heute zum großen Teil geschlossen sind;
  • aus welchem Grund angeordnet worden ist, auf Anweisung der WHO, ältere Patienten in Altersheimen unterzubringen, mit den bekannten Konsequenzen;
  • wie hoch die Zahl der Leichen ist, bei denen erklärt wurde, dass sie an Covid-19 gestorben seien und bei denen man die Einäscherung angeordnet hat, und auf welcher wissenschaftlichen Grundlage man entschieden hat, diese Maßnahme zu ergreifen (mit den vielerlei Implikationen), die normalerweise bei bakteriellen Krankheitsursachen vorgesehen ist;
  • aus welchem Grund weiterhin hartnäckig mit zukünftigen, möglichen Verschärfungen der Eindämmungsmaßnahmen „gedroht“ wird, als ob die Epidemiologie nur von der Nichteinhaltung der Gesundheitsverordnungen abhinge, deren Wirksamkeit zumindest fragwürdig ist: Keinerlei wissenschaftliche Evidenz erlaubt die Aussage, dass es in diesem Stadium der Epidemie, über die Desinfektion der Hände hinaus, noch nötig ist, einen Sicherheitsabstand einzuhalten und Mundschutz und Handschuhe zu tragen (9).
  • wer die sogenannten Experten sind, die dem Ministerium nahegelegt haben, das Tragen von Mundschutz und die Praxis des social distancing auch den Schülern bei der Wiedereröffnung der Schulen im September vorzuschreiben: Diese Entscheidungen müssen gerechtfertigt werden und eventuell — für den Fall, dass etwas gegen diese Maßnahmen spricht — unmittelbar zurückgenommen werden.

Außerdem hinterfragen wir, aus welchem Grund eine Politik des Terrors und eine schwerwiegende Mystifizierung der Wirklichkeit praktiziert werden, bei der Covid als ein Monster beschrieben wird statt einer ernst zu nehmenden Epidemie, die mit den normalen Mitteln der Medizin zu bewältigen ist und die erst recht keine Gefahr in der sogenannten Phase 2 darstellt. Wir weisen darauf hin, dass diese Strategie, jüngsten Studien zufolge, zu einer erhöhten Zahl an Suiziden (10) und Psychopathologien (11) geführt haben kann. Für diese Nebenwirkungen muss sich verantworten, wer unter dem klinischen und epidemiologischen Aspekt grundlos Alarm geschlagen hat.

Wir fordern, — mit glaubwürdigen wissenschaftlichen Argumenten — Rechenschaft vor den Bürgern abzulegen für die Gründe, die zur Anordnung des social distancing und der Isolierung in Quarantäne von positiv getesteten, wenn auch nicht kranken Personen geführt haben.

Wir wollen ebenso den Grund wissen, warum man die Bevölkerung nicht schnell, angemessen und vollständig über den vorbeugenden Wert von hygienischen Maßnahmen und Prophylaxe zuhause und in den Altersheimen informiert hat, zur Mundhygiene einschließlich Mundspülungen mit antiviral wirkenden Flüssigkeiten, zur Ernährung zum Schutz vor ansteckenden Krankheiten und ihrer Komplikationen, zur gesundheitsfördenden körperlichen Aktivität, zur Gefahr des Rauchens und der Umweltverschmutzung im Zusammenhang mit der Schwere der Krankheit.

Wir wollen außerdem wissen, welche wissenschaftliche Grundlage zu der Entscheidung geführt hat, den Gebrauch von Mundschutz zu verordnen, der […] mehr als alles andere eine „Dramatisierung“ des absichtlich verordneten Terrorklimas darstellt. Wir weisen auf die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger hin, die gezwungen sind, den Mundschutz stundenlang zu tragen, und die wohlbekannten Risiken: unter anderem Hyperkapnie und Superinfektionen mit Keimen (12). […] (13) […] (14).

Wir fordern, den Grund zu benennen, weshalb man auf Basis der von „Experten” getroffenen Entscheidungen beschlossen hat, das Land abzuriegeln, womit man eine schwerwiegende soziale und wirtschaftliche Krise geschaffen hat, die man wahrscheinlich hätte vermeiden oder zumindest begrenzen können. Auch die Entscheidung, die Eindämmungsmaßnahmen — geografisch-epidemiologisch — nicht zu differenzieren, scheint nicht begründet sowie technisch-wissenschaftlich nicht vertretbar. Bis heute besteht trotz eines klaren positiven medizinischen Bildes eine beeindruckende Zahl von Auflagen und Verboten fort, die einer wissenschaftlichen oder rechtlichen Legitimierung entbehren.

Hingegen bestehen weiter unsinnige, widersprüchliche und ungerechtfertigte Regelungen für all diejenigen, die im täglichen und direkten Kontakt mit Patienten stehen.

Angesichts der oben genannten Betrachtungen und falls die Regierung und das Gesundheitsministerium an den Maßnahmen festhalten sollten:

  • ohne die vor Ort arbeitenden Ärzten mit einzubeziehen,
  • ohne die heutigen Hinweise untersucht zu haben,
  • ohne die Daten, die der Bevölkerung vermittelt werden, mit vergleichendem Bezug auf andere historische Geschehnisse in einem Gesamtbild geprüft zu haben,

würden sie eine weitere Reihe an unrechtmäßigen Akten in die Wege leiten, nämlich Missbrauch und Übermacht an Macht, Rechtsverletzung, Verletzung der Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit, Unsinnigkeit und Entfremdung.

Als Ärzte und von den Regierungsmaßnahmen direkt betroffene Bürger fordern die Unterzeichnenden die Regierung, das Gesundheitsministerium und die heute angeschriebenen Verwaltungsorgane dazu auf, anzugeben, mit welchem Rechtsakt und/oder welcher Bestimmung

  • die Kriterien zur Schaffung der von Experten ausgearbeiteten Prognosen angewendet worden sind, mit klarem Hinweis auf die angewandten Kriterien;
  • die Ergreifung von einschränkenden Maßnahmen der Autopsien vorgenommen worden sind;
  • die Einäscherung der Leichen angeordnet worden ist, mit klarer Anweisung der angewandten Kriterien und der vorausgesetzten Akte, um zu dieser Bestimmung zu gelangen.

Welche Einrichtung, welcher Beamte, welcher Verfahrensverantwortliche beziehungsweise welcher Akt oder welche Bestimmung hat beziehungsweise haben folgendes erbracht:

  • die realen Daten, die heute zur Verfügung stehen, und die Daten, die für die Maßnahmen der letzten 3 Monate gebraucht worden sind,
  • die Daten und die Studien, aufgrund derer die Hinweise auf möglichen Szenarien zur Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen gemacht worden sind,
  • die Angaben in Bezug auf die Notwendigkeit, den Gebrauch von Mundschutz und das social distancing aufzuerlegen, auch für die Schüler nach Wiedereröffnung im September,
  • die Angaben in Bezug auf die Notwendigkeit zur Anordnung des social distancing und der Isolierung in Quarantäne von positiv getesteten Personen,
  • die Angaben, aufgrund derer die Entscheidung getroffen wurde, die Maßnahmen auf geografisch-epidemiologischer Basis nicht zu differenzieren.

[…]

Zudem fordern die Unterzeichnenden, […] die bis heute ergriffenen Maßnahmen auf der Grundlage der Erklärung eines Notstands, […] zurückzunehmen und sie fordern die Regierung auf, politische Entscheidungen zu treffen, die sich auf realen Daten basieren und vor allem korrekt überprüft und eingeordnet werden. […]

Im Geist der aufrichtigen Zusammenarbeit vertrauen wir auf eine Antwort auf unsere Ausführungen, die es erlaubt, gefährlichen Spekulationen all jener, bei denen bei soviel Amateurhaftigkeit der Zweifel hochkommt, dass Covid-19 zu anderen Zwecken benutzt würde, ein Ende zu bereiten.

  • Battipaglia, 27 Maggio 2020, Prof. Dr. Pasquale Mario Bacco
  • Castelnuovo Rangone, 27 Maggio 2020, Dr. Antonietta Gatti
  • Ardea, 27 Maggio 2020, Dr. Mariano Amici
  • Camposano, 27 Maggio 2020, Prof. Carmela Rescigno
  • San Giorgio di Piano, 27 Maggio 2020, Dr. Fabio Milani
  • Loiano, 27 Maggio 2020, Dr. Maria Grazia Dondini

Der Brief ist adressiert an:

  • den Ministerpräsidenten: Presidenza del Consiglio dei Ministri
  • den Gesundheitsminister: Ministero della salute in persona del Ministro
  • das Gesundheitsministerium, Generaldirektion für Gesundheitsprävention in der Person des Generaldirektors: Ministero della Salute Direzione Generale della Prevenzione Sanitaria in persona del Direttore Generale
  • den Präsidenten des ISS, Oberstes Gesundheitsamt, Prof. Silvio Brusaferro: Al Presidente dell’Istituto Superiore di Sanità Prof. Silvio Brusaferro
  • die Gouverneure der Regionen: Ai Governatori delle Regioni LL. SS

Redaktionelle Anmerkung:

Dieser Text wurde von Buon Senso übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.


Der Originalartikel auf Rubikon als pdf zum Herunterladen:

Und hier das italienische Original zum Onlinelesen