Musikseiten im Web

Das schöne am Web ist, es gibt fast alles.

Die meiste Musik gibts auf YouTube, aber das muss ich ja nicht erwähnen.

Vimeo, “die Heimat für qualitativ hochwertige und werbefreie HD-Videos”, nach eigenem Bekunden, möchte das hochwertigere YouTube sein. Da Musik auf Vimeo auch auf YouTube sichtbar ist, muss man zur Musiksuche nicht auf Vimeo gehen.

Auf Bandcamp findet man fast jede Band, die noch keine Stadien füllt. Bei vielen kann man die kompletten Platten anhören, bei manchen nur Ausschnitte. Auch das Einbinden von Playern in andere Websites ist – wie ihr an meiner Seite seht – kein Problem.

Soundcloud gibts auch schon länger und dürfte nicht gerade unbekannt sein. Leider sind meist nur wenige Songs verschiedener Künstler online. Es wirkt wie ein Art Singles-Sammlung. Aber nach YouTube und Bandcamp die am besten durchsuchbare Seite.

Myspace – forget it. keine Ahnung, warum sie diese Plattform so herunterkommen ließen. Es gibt Musik und man kann sie anhören. Habe gerade die Seite nebenher getestet und bei Musik “Rock” angewählt. Als erstes kam “Sound of Silence” von Disturbed. Ich gehe drauf und was erklingt? Simon And Garfunkel. So viel dazu. Hier gibts nichts, was es nicht auch auf Youtube gibt, so weit ich das sehe. Viele Platten und Künstler sind zwar auf Myspace, aber oft ganz ohne Titel. Die Seite ist am Arsch.

Archive.org bietet sehr viele Live-Aufnahmen und einige Veröffentlichungen von kleineren Labels. Doch das beste ist: Grateful Dead. Archive.org hat eine spezielle Grateful Dead Seite mit unendlich vielen Live-Aufnahmen. Fans bemühen sich, die Qualität zu verbessern und manche Aufnahmen sind deshalb großartig. Bei Archive.org findet man auch sehr viele Dokumente, alte Bücher etc. zum Download als pdf oder ebook. Stöbern lohnt sich.

NoiseTrade dürfte nicht ganz so bekannt sein. Die Seite bietet Künstlern, die noch nicht so bekannt sind, die Möglichkeit Songs online zu stellen, entweder nur zum Anhören oder – meist – auch zum Download. Leider sehr viel Akustik-Gitarren und viele christliche Songs (auffällig). Stöbern lohnt sich sehr. Manch kleine Labels veröffentlichen Sampler ihrer Künstler und man kann kostenlos Neues kennen lernen. auf Ihrer Website steht: “NoiseTrade Music helps artists & labels meaningfully connect with fans through the exchange of free music for email addresses & postal codes.” Wie archive.org bietet es auch Bücher zum Download, allerdings keine alten Werke, sondern ausschließlich von neuen Autoren, die sich dadurch eine höhere Bekanntheit erhoffen.

Jamendo Music: “Creative Commons brachte eine Alternative zum automatischen „Alle Rechte vorbehalten“-Urheberrecht, was dann dazu führte, dass eine kleine Personengruppe in Luxemburg 2004 die wegweisende Webseite Jamendo.com gründete, die erste Plattform, auf der man kostenlos legal Musik von allen Künstlern teilen kann, die unter die Lizenz Creative Commons fallen.” Creative Commons (CC) bedeutet übrigens auch GEMA-frei, falls dies wichtig sein sollte. man kann die Songs problemlos herunterladen, auch ganze Alben. Eine tolle Seite um neue Künstler zu entdecken.

Ähnlich dazu ist Libre.fm, allerdings sieht diese Website seit vielen Jahren gleich aus und ich weiß nicht, ob nach der Gründung noch viele Künstler dazu gekommen sind. “All the music on Libre.fm is freely licensed for you to stream, download and remix.” Auch hier findet man GEMA-freie CC-Musik. Leider extrem unübersichtlich und die Songs werden im “oga”-Format heruntergeladen (entspricht ogg).

Das Museum Of Canadian Music (MOCM) findet man unter citizenfreak.com und ist definitiv eine Seite für Freaks. Citizenfreak listet alle in Kanada erschienenen Platten und Künstler auf. Viele seltene und rare Veröffentlichungen (meist aus den 70ern oder früher) kann man sogar herunterladen. Allerdings muss man etwas suchen. “This project is a personal project and life’s passion of Robert Williston of Calgary, Alberta, Canada, to create an online encyclopedia of all Canadian music. Robert has spent more than 20,000 hours over a 30 year span to create and develop this website’s content. […] Most importantly, this website is about the artists, the music, and the country of Canada that has produced such an enormous quantity of excellent off-the-radar titles that so many collectors worldwide have been onto; but the Canadian general public still has not really caught onto – yet…. the music on this site should satisfy the more refined connoisseur of Canadian music, especially when spinning vinyl is not so convenient for a world on the go….like many things, good music improves with age…. […] The Museum of Canadian Music’s home base is located in Calgary, Alberta, Canada. We are Canada’s first National Museum featuring Canadian music in all it’s varieties. The purpose of the website is to collect, research, preserve, re-patriate, protect and promote Canadian music and culture.” Wer also tief in die kanadische Historie eintauschen will, dem werden die Augen überlaufen.

WFMU ist eigentlich ein Radiosender: “the most renowned freeform radio station in America.” Er hat tolle Streams und unterhält ein sogenanntes Free Music Archive.
The Free Music Archive is a platform for collaboration between curators and artists, including radio stations, netlabels, venues, artist collectives, museums, music festivals and more.” Klingt also so ähnlich, wie bei Noise Trade, doch ist diese Seite leider sehr sehr unübersichtlich. Es gibt – wenn man in die Seiten-Charts schaut – sehr viel Electronic. Neues zu entdecken ist sehr schwer. Mir ist es hier noch nicht gelungen. Ich hab den Dreh noch nicht raus. Eine weitere Seite des WFMU ist das “365-Days-Project”. Allerdings gibt es nur Beiträge von 2003 und 2007. Hier findet man Schätze verschiedenster Art. Alte Aufnahmen – nicht nur Musik – die jemand irgendwo fand und meinte, man müsse sie für die Nachwelt erhalten. “365 days of cool and strange and often obscure audio selections. Some words to describe the material featured would be… Celebrity, Children, Demonstration, Indigenous, Industrial, Outsider, Song-Poem, Spoken, Ventriloquism, and on and on and on. The best thing to do is to simply listen.”

The Day After The Sabbath ist so was wie der Online-Tempel für alle, die auf 70er-Jahre-Rock stehen und hier Rares finden möchten. “Hard Rock, Proto-metal, Proto-Doom, Stoner Rock & Heavy Prog/Psych obscurities of the 60s and 70s.” Es gibt viele Zusammenstellungen und manchmal auch einzelne Titel zum Download. Nach einer speziellen Band zu suchen ist etwas schwierig. Die Seite möchte vor allem Rockfans ansprechen, die auf der Suche nach interessanten Stücken sind. So gibt es einzelne “Platten” zu verschiedenen Ländern und Themenbereichen.