Papier aus Innenministerium: Corona möglicherweise Fehlalarm!

Roland Tichy war der erste, der von seiner Seite davon berichtete. Doch was steht drin?

Inzwischen ist das brisante Papier aus dem Innenministerium weiter verbreitet. Zunächst kurz ein paar Ausschnitte aus dem Papier aus dem Innenministerium, dann ein Video von Roland Tichy dazu, und zuletzt das Papier selbst (offizielle Kurzform), das nun von einem Wistleblower geleakt wurde. Die Langform habe ich leider noch nicht gefunden.

Natürlich versucht das Bundesministerium des Innern den Schaden klein zu halten und behauptet, ein Mitarbeiter hätte ganz allein, ohne dass dies bemerkt worden wäre, ein etwa 190-seitiges Papier verfasst und Untersuchungen gemacht. Sollte dies möglich sein, dann sollte das BMI mal schauen, ob es nicht noch irgendwo anders Beamte findet, die keiner bemerkt. Vielleicht liegen schon ein paar tot in ihren Büros.

Anders gesagt: Die Ausrede ist lächerlich. Offiziell ist es ein Papier des Referats KM 4. Dieses Referat ist zuständig für das Krisenmanagement und hat unter anderem auch dieses Papier herausgebracht (der Link geht direkt zum Bundesministerium des Innern).

Doch jetzt erst einmal die leicht von mir gekürzte Zusammenfassung der Ergebnisse des Referats KM 4, das im Bundesministerium des Innern für die Auswertung und Abschätzung des Krisenmanagements zuständig ist. Die fett gedruckten Abschnitte sind auch im Original fett gedruckt.

Zusammenfassung der Analyseergebnisse

  1. Das Krisenmanagement hat […] wider besseren institutionellen Wissens […] keine adäquaten Instrumente zur Gefahrenanalyse und –bewertung aufgebaut. Die Lageberichte […] behandeln in der laufenden Krise bis heute nur einen kleinen Ausschnitt des drohenden Gefahrenspektrums. Auf der Basis unvollständiger und ungeeigneter Informationen in den Lagebildern ist eine Gefahreneinschätzung grundsätzlich nicht möglich. Ohne korrekt erhobene Gefahreneinschätzung kann es keine angemessene und wirksame Maßnahmenplanung geben. Das methodische Defizit wirkt sich bei jeder Transformation auf eine höhere Ebene aus; die Politik hatte bisher eine stark reduzierte Chance, die sachlich richtigen Entscheidungen zu treffen.
  2. Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich […] um mehr als um einen Fehlalarm handelt. Durch den neuen Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung […] Die Gefährlichkeit von Covid-19 wurde überschätzt. […]. Die Gefahr ist offenkundig nicht größer als die vieler anderer Viren. Wir haben es aller Voraussicht nach mit einem über längere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun. – Dieses Analyseergebnis ist von KM 4 auf wissenschaftliche Plausibilität überprüft worden und widerspricht im Wesentlichen nicht den vom RKI vorgelegten Daten und Risikobewertungen.
  3. Dass der mutmaßliche Fehlalarm über Wochen unentdeckt blieb, hat einen wesentlichen Grund darin, dass die geltenden Rahmenvorgaben zum Handeln […] keine geeigneten Detektionsinstrumente enthalten, die automatisch einen Alarm auslösen und den sofortigen Abbruch von Maßnahmen einleiten würden, sobald sich entweder eine Pandemiewarnung als Fehlalarm herausstellte oder abzusehen ist, dass die Kollateralschäden […] größer zu werden drohen, als das gesundheitliche und insbesondere das tödliche Potential der betrachteten Erkrankung ausmacht.
  4. Der Kollateralschaden ist inzwischen höher ist als der erkennbare Nutzen. […] Alleine ein Vergleich von bisherigen Todesfällen durch den Virus mit Todesfällen durch die staatlich verfügten Schutzmaßnahmen (beides ohne sichere Datenbasis) belegen den Befund. […]
  5. Der (völlig zweckfreie) Kollateralschaden der Coronakrise ist zwischenzeitlich gigantisch. Ein großer Teil dieses Schadens wird sich sogar erst in der näheren und ferneren Zukunft manifestieren. Dies kann nicht mehr verhindert, sondern nur noch begrenzt werden.
  6. […] Bei den Kritischen Infrastrukturen ist in Folge der Schutzmaßnahmen die aktuelle Versorgungssicherheit nicht mehr wie gewohnt gegeben […]. Unsere Gesellschaft lebt ab sofort mit einer gestiegenen Verletzlichkeit und höheren Ausfallrisiken von lebenswichtigen Infrastrukturen. Das kann fatale Folgen haben, falls auf dem inzwischen reduzierten Resilienzniveau von KRITIS eine wirklich gefährliche Pandemie oder eine andere Bedrohung eintreten würde. UN-Generalsekretär António Guterres […] sagte (laut einem Tagesschaubericht vom 10.4.2020): „Die Schwächen und mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurden, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte – und [diese Schwächen] erhöhen möglicherweise das Risiko dafür.“ Nach unseren Analysen ist ein gravierender Mangel in DEU das Fehlen eines adäquaten Gefahrenanalyse und –bewertungssystem in Krisensituationen (s.o.).
  7. Die staatlich angeordneten Schutzmaßnahmen, sowie die vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten und Initiativen, die als ursprüngliche Schutzmaßnahmen den Kollateralschaden bewirken, aber inzwischen jeden Sinn verloren haben, sind größtenteils immer noch in Kraft. Es wird dringend empfohlen, sie kurzfristig vollständig aufzuheben, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden – insbesondere unnötige zusätzliche Todesfälle – , und um die möglicherweise prekär werdende Lage bei den Kritischen Infrastrukturen zu stabilisieren.
  8. Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer […] Desinformation der Bevölkerung […] [geführt]. (Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Coronakrise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.)

Und jetzt das Video von der Seite Roland Tichy’s:

Roland Tichy

Studie aus dem BMI: Nur ein Fehlalarm? Mehr Opfer durch die Rettung als durch das Virus?

Und jetzt das Originaldokument, bzw. die Kurzfassung davon:

Die Kurzfassung (93 Seiten): KM4 Analyse des Krisenmanagements