Serien für eine bessere Welt (Netflix, Viki)

Vier Serien, die zeigen, dass man mutig voranschreiten und gemeinsam und mit Anstand gewinnen kann – auch als Minderheit

Vorab

Zur Auswahl

Im Folgenden habe ich ein paar Serien zusammengestellt, die entweder die Akzeptanz von Minderheiten beinhalten oder in welchen die Heldinnen und Helden für das Gute kämpfen und dabei betonen, wie wichtig es ist, anständig zu bleiben.

Mir sind nicht viele Serien eingefallen, bei welchen Minderheiten eine wirklich positive Rolle spielen. Das ist irgendwie traurig. 99,9% aller Serien sind immer noch minderheitenfrei, bzw. frei davon, jemandem eine Rolle als ganz normales Mitglied unserer Gesellschaft zu geben. Respekt und Achtung vor allen Menschen ist etwas sehr sehr Seltenes, leider.

Diese Liste besteht auch lediglich vier Serien, weil mir mehr, die zu diesem Thema passen, nicht bekannt sind. Sicherlich ist es öfter so, dass das Gute gewinnt, doch mir war es auch wichtig, dass Menschen, die anders sind, nicht der üblichen Mehrheit angehören, in positiver Weise vorkommen oder positive Ideale vermittelt werden.

Dadurch gehören „Sense 8“ und „Itaewon Class“ sehr eindeutig in diese Liste. In „The Legend Of The White Snake“ werden, außer dem Weg des Buddha, auch Vorurteile gegen Meneschen (Wesen), die anders sind, thematisiert. Die Menschen erweisen sich als wechselhaft und beeinflussbar und sind gerne bereit, das Gute zu bekämpfen, wenn man sie nur richtig manipuliert. In „Orphan Black“ ist, wie in den zwei erstgenannten Serien, die Gemeinschaft und der Zusammenhalt unterschiedlicher Persönlichkeiten und das Überwinden von Vorurteilen das, was letzten Endes zum Erfolg führt. Zudem liebe ich die Rolle des männlichen Hauptdarstellers.

Wir leben heute in einer Welt, zumindest in Deutschland, der Verantwortungs- und Anstandslosigkeit. Es ist pervers, wenn man „Abstand halten“ als sozial verkauft und Menschen dies tatsächlich auch so auffassen wollen. Doch ist dies nicht erst seit jüngster Zeit so.

Schaut man sich deutsche Serien oder Filme an, stellt man rasch fest, dass die Hauptpersonen selten das Gute verkörpern. Nicht selten neigen sie zu Aggressionen oder anderen eher negativen Eigenschaften, die uns aber als „in Ordnung“ und „menschlich“ verkauft werden. Man hat den Eindruck, als solle alles Schlechte als „Okay“ gelten. Menschen, die versuchen, auf einem positiven Pfad zu wandeln, kommen nur in „grünen“ Serien vor, in billigen Vorabendserien mit unglaubwürdigen Darstellern, mit idiotischen Geschichten und aufgedrehtem Grünton (und Gelbton), damit alles schön grünt und die Sonne scheint. Das Positive ist irgendwie aus dem Abendprogramm und den Standardserien verschwunden. Nicht ganz, aber weitestgehend.

Synchronisation vs Original mit Untertitel

Ich habe dies schon einmal geschrieben: Wagt es, die Serien im Original zu sehen! Netflix und Viki bieten beide Untertitel auf Deutsch. Je häufiger ihr es tut, desto mehr wird es euch zur Gewohnheit – und eine neue Welt eröffnet sich.

Meist werden nur die Serien synchronisiert, von denen jemand meint, sie wären was für uns. Und damit meinen sie das Mainstream-Publikum, das diesen seichten Hit-Radio-Quatsch mag. Wenn man nur die Schlager aus der Hitparade hört, bekommt man nie mit, welch gute Musik es auf der Welt gibt – oder nur durch Zufall.

Anfang der 90er war ich so gelangweilt von unserer ewig gleichen Radio-Musik. Damals hatte ich schon das Gefühl, dass fast jeder neue Song eigentlich nur eine langweilige Kopie des schon-mal-da-Gewesenen ist. Als ich dann wagte auf das Weltmusikfestival in Rudolstadt (das TFF) zu gehen, eröffneten sich mir völlig neue Welten und ich war erstaunt, wie viel gute Musik es gibt, von der ich nichts mitbekomme. Damals entdeckte ich u.a. Lais.

Also, wagt es einmal eure Comfortzone zu verlassen und schaut im Original mit Untertitel.

„Orphan Black“ und „Sense 8“ gibts synchronisiert, aber man kann sie auch auf Englisch anschauen.

„Itaewon Class“ und „The Legend Of The White Snake“ gibts nur im Original mit deutschen Untertiteln, doch sind beide Serien der absolute Hammer und „Die Legende der weißen Schlange“ gehört sogar zu meinen Lieblingen. Also: Habt Mut!

Netflix und Viki

Viki ist auch ein Streamingdienst, der ausschließlich Serien aus Asien im Programm hat. Man kann eine Woche kostenlos schauen, ein Monat kostet zwischen 2,50 € und 4,99 €, je nach Umfang. Auch hier muss man die Serien im Original mit Untertitel sehen.

Die Serien

Sense 8 (USA, 2015 – 2018)

24 Folgen, meist 50 bis 60 Minuten, doch Folge 1 von Staffel 2: 124 Minuten
Synchronisiert

Metacritic: 66 / 8,9 (User)
IMDb: 8,3
Rotten Tomatoes: 86% / 91%

Zu sehen auf: Netflix

Sense8 – Offizieller Trailer – Netflix – Deutsch [HD]

Beschreibung aus Filmstarts:

Acht einander fremde Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Erde sind eines Tages plötzlich mental miteinander verbunden. Zu ihnen gehören der amerikanische Polizist Will (Brian J. Smith), die isländische DJane Riley (Tuppence Middleton), die koreanische Geschäftsfrau Sun (Bae Doona), die indische Apothekerin Kala (Tina Desai), der homosexuelle, mexikanische Schauspieler Lito (Miguel Ángel Silvestre), der deutsche Einbrecher Wolfgang (Max Riemelt), die transsexuelle, amerikanische Bloggerin Nomi (Jamie Clayton) sowie Capheus (1. Staffel: Aml Ameen, 2. Staffel: Toby Onwumere), ein gutmütiger Busfahrer aus Kenia. Was einer von ihnen erlebt und empfindet, fühlen auch die anderen. So können sie, obwohl hunderte Meilen voneinander entfernt, miteinander kommunizieren, als wären sie am selben Ort. Dabei hat jeder Einzelne auch Zugang zu den Geheimnissen sowie den Fähigkeiten und Kenntnissen der anderen. Während sie sich mit diesem neuen Zustand erst noch arrangieren müssen, versuchen sie mehr über die Hintergründe ihrer mysteriösen Verbindung und deren Bedeutung für die Zukunft der Menschheit herauszufinden. Dabei bekommen sie Unterstützung vom geheimnisvollen Jonas (Naveen Andrews), der mehr über die Vorkommnisse zu wissen scheint. Gleichzeitig setzt jedoch eine skrupellose Organisation, die die acht so genannten „Sensates“ als Bedrohung einstuft, alles daran, sie zur Strecke zu bringen.

Anmerkung:
„Sense 8“ sind einerseits 8 Sinne, „sensate“ bedeutet aber auch “able to sense”, also fähig zu empfinden, spüren, erfassen.

„Sense 8“ gehört zu den ersten Serien, in denen eine transsexuelle Frau als ein ganz normaler Mensch dargestellt wird. Dass all diese verschiedenen Menschen aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Geschlechts usw. dennoch als Einheit kämpfen können, ist ein wahnsinnig schönes Symbol. Die Menschen, die es schauten, gaben der Serie auch deutlich höhere Punkte, als die „Kritiker“ und hätten gerne noch eine Fortsetzung gehabt. Dennoch: Das Ende ist rund und glaubwürdig.

Sense 8 ist auf Grund seiner Machart und Einzigartigkeit ein moderner Klassiker geworden.

Und nicht zu vergessen: Nach einer Idee von den Wachowski-Geschwistern & J. Michael Straczynski. Geschrieben von Lana Wachowski, Lilly Wachowski, J. Michael Straczynski, David Mitchell, Aleksandar Hemon. Eine Zeitlang waren die Wachowskis echt gut.

Itaewon Class (Korea, 2020)

16 Folgen, jeweils 60 bis 70 Minuten, Finale: 87 Minuten
Original mit Untertitel

Itaewon Class ist aktuell die siebt erfolgreichste Serie aller Zeiten im PayTV/Kabelfernsehen Südkoreas.

Bewertungen:

Metacritic: -,-
IMDb: 8,3
Rotten Tomatoes: – / 100%

Streaming:

Zu sehen auf: Netflix

Die Wichtigsten Personen:

  • Park Seo-joon als Park Sae-ro-yi: Eigentümer des DanBam, einem Bar-Restaurant in Itaewon.
  • Kim Da-mi als Jo Yi-seo: Managerin des DanBam. Yi-seo ist ein multi-talentiertes und intelligentes Mädchen mit einem IQ von 162 und Power-Bloggerin.
  • Yoo Jae-myung als Jang Dae-hee: Ein skrupelloser Selfmademan und CEO des Lebensmittelkonzerns Jangga Group.
  • Kwon Nara als Oh Soo-ah: Sae-ro-yis ehemalige Klassenkameradin und erste Liebe. Leiterin des strategischen Planungsteams in der Jangga-Gruppe.
  • Kim Dong-hee als Jang Geun-soo: Jang Dae-hee‘s zweiter und unehelicher Sohn; Yi-seos Klassenkamerad und Mitarbeiter im DanBam.
  • Ryu Kyung-soo als Choi Seung-kwon: Mitarbeiter bei DanBam und ehemaliger Gangster. Seung-kwon war Sae-ro-yis Zellengenosse im Gefängnis.
  • Lee Joo-young als Ma Hyeon-yi: DanBam’s Chefköchin. Hyun-yi traf Sae-ro-yi zum ersten Mal in einer Fischfabrik, Jahre vor der Gründung von DanBam.
  • Chris Lyon als Kim To-ni: DamBams guineisch-koreanischer Teilzeitbeschäftigter.
  • Ahn Bo-hyun als Jang Geun-won: Der erste Sohn von CEO Jang und Erbe der Jangga-Gruppe. Geun-won war Sae-ro-yis und Soo-ahs Klassenkamerad in der High School.
  • Kim Hye-eun als Kang Min-jung: Exekutivdirektor der Jangga-Gruppe.
  • Lee David als Lee Ho-jin: Sae-royis Investitionsmanager. Ho-jin war der Klassenkamerad von Sae-ro-yi, Soo-ah und Geun-won in der High School.

Trailer

Itaewon Class | Official Trailer | Netflix

Beschreibung:

„Itaewon Class“ erzählt die Geschichte von Park Sae-roy, der ein Restaurant in Itaewon, einem Stadtteil von Seoul, eröffnet, nachdem er einige Jahre im Gefängnis verbrachte, weil er Jang Geun-won, den Sohn und Erben der Jangga Group, verprügelt hatte, nachdem dieser andere schikanierte und den Vater von Park Sae-roy umbrachte.

Doch Jang Geun-won wird, weil sein Vater Macht und Einfluss hat, freigesprochen und Park Sae-roy muss drei Jahre ins Gefängnis und kann seine Schule nicht beenden.

Nach seiner Entlassung arbeitet Park Sae-roy daran, sich zu rächen. Doch im Gegensatz zu anderen Racheserien, lässt er öfter von seiner Rache ab, wenn davon seine Freunde Nachteile hätten. Letztlich sorgen gerade diese Prinzipien dafür, dass er unerwartete Verbündete gegen die Familie Jang erhält, da sie nicht nur Sae-roy‘s Vater auf dem Gewissen hat.

Sae-roy eröffnet mit seinen Freunden ein Restaurant, das DanBam. Als sie eine GmbH daraus machen, nennen sie sich „Itaewon Class“. Zu diesen gehören

Jo Yi-seo:
Managerin des DanBam und verliebt in Sae-roy. Yi-seo hat einen IQ von 162 und wird als Soziopathin bezeichnet. Sie ist zudem in den sozialen Medien als Power-Bloggerin bekannt und betreibt einen vielbeachteten Blog.
Choi Seung-kwon:
Seung-kwon war Sae-roys Zellengenosse im Gefängnis. Er wurde zunächst ein Gangster. Sieben Jahre später trifft er Sae-ro-yi. Er respektiert Sae-ro-yi zutiefst und seine Art, ein besseres Leben zu führen, gibt es auf, ein Gangster zu sein, und unterstützt Sae-roy als Mitarbeiter des DanBam.
Ma Hyun-yi:
Hyun-yi traf Sae-roy zum ersten Mal in einer Fischfabrik, in der die beiden früher arbeiteten, Jahre vor dem Start von DanBam. Sie ist die Köchin des DanBam und eine transsexuelle Frau.
Kim To-ni:
To-ni kommt etwas später zu der Truppe. Seine Mutter stammt aus Guinea und sein Vater aus Korea. Deshalb muss er sich anhören, kein richtiger Koreaner zu sein. Im DanBam wird er zunächst angestellt wegen seiner dunkleren Hauttönung, da Yi-seo, die Managerin, dies taktisch klug findet um Weltoffenheit zu signalisieren. Auch sie ist zunächst rassistisch, doch als To-ni angegriffen wird, hält auch sie zu ihm.

Während Sae-roy der immer-Gute ist, der alle Menschen achtet und respektiert, wie sie sind, auch weiß, wie man Wertschätzung vermittelt, ist Yi-seo oft sein Gegenstück. Sie ist zunächst feindselig gegen Hyun-yi, dann gegen To-ni, doch immer schafft sie es, ihre Vorurteile zu überwinden.

Die Lovestory ist auch hier etwas kompliziert, wie in allen koreanischen Serien. Yi-seo ist in Sae-roy verliebt, der jedoch nur ans Geschäft denkt. Jang Dae-hee, der Bruder des Bösewichts, liebt Yi-seo schon seit Kindheitstagen und Oh Soo-ah liebt Sae-roy schon seit der Schule.

Irgendjemand muss also verzichten und irgendjemand wird glücklich werden. Es gibt tatsächlich ein Happy-End.

„Itaewon Class“ ist zum einen etwas für Menschen, die “Denver Clan” mögen oder andere Serien, in denen es darum geht, Macht und Reichtum zu erlangen und sich an anderen zu rächen, andererseits aber auch für alle, die glauben, dass nur Gutes auch Gutes bewirken kann.

So bleibt auch in „Itaewon Class“ der Gute, unser Held, immer seinen Prinzipien treu und stellt das Wohl seiner Freunde immer über seine Rache.

Es ist die erste koreanische Serie, die ich schaue, mit einer transsexuellen Frau in einer wichtigen Nebenrolle. Fast dachte ich, manche Themen werden völlig ausgeblendet, aber doch nicht. Es wäre schön, irgendwann auch einmal eine Frau mit Transsexualität in einer Hauptrolle zu erleben, ohne dieses Thema zu problematisieren und ohne Penis-Diskussion. Solltet ihr “Dark” gesehen haben, dann kennt ihr die Darstellung einer transsexuellen Frau in einer deutschen Serie, eine sehr verächtliche, widerwärtige Darstellung. Der Hauptgrund, warum ich diese Serie niemals empfehlen werde. Und dann schaut euch das an… Ja, es gibt noch Werte und Anstand, nur nicht bei uns.

Diese Serie ist noch zu neu für Auszeichnungen.

The Legend Of The White Snake (China, 2019)

36 Folgen, jeweils etwa 45 Minuten
Original mit Untertitel

Metacritic: -,-
IMDb: 8,1
Rotten Tomatoes: -,-

Zu sehen auf: Viki, Netflix

THE LEGEND OF WHITE SNAKE - OFFICIAL TRAILER 2 | Ju Jing Yi, Alan Yi, Pei Zi Tian

Beschreibung:

Bai Su Zhen ist ein Schlangendämon. „Er“ übt tausend Jahre um einen Menschen darstellen zu können und begibt sich dann in der Form einer wunderschönen Frau unter die Menschen um dem Weg des Buddha zum ewigen Leben zu folgen. In ihrer eigentlichen Gestalt ist Bai Su Zhen eine weiße Schlange und ein mächtiger Dämon.

In der Welt der Menschen um etwa 1200 trifft sie auf den Arzt Xu Xuan und eine innige Liebe entsteht. Doch ist es nicht vorgesehen, dass Dämonen Menschen lieben und somit werden tatsächlich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um beide wieder voneinander zu trennen.

Bai Su Zhen, die nichts weiter möchte, als Gutes zu tun und dem Weg des Buddha zu folgen, wird dabei immer wieder mit Vorurteilen über Dämonen konfrontiert und muss ihre wahre Natur verbergen. Dabei bekommt sie Unterstützung von einem grünen-Schlangen-Dämon, Xiaoqing. Auch dieser Dämon begegnet uns in der Gestalt einer Frau, nachdem „er“ versuchte, einen Mann darzustellen (was übrigens Bai Su Zhen ebenfalls zunächst versuchte). Diese beiden Frauen versuchen in der Welt der Menschen zu überleben, finden ihre Liebe und wollen sie erhalten.

Wie man in dem Trailer sieht, gibt es allerlei Action, Menschen die (fast) getötet werden und Dämonen, die mit aller Macht angreifen. Dabei sind Zu Zhen und Xu Xuan die einzigen Personen, die dauerhaft das Gute verkörpern. Die Menschen um sie herum sind nicht selten bedrohlich, meist, weil man sie leicht manipulieren kann. Das Ganze eskaliert, als sich auch der Himmel einmischt und mit aller Gewalt versucht, die Liebenden zu trennen.

„Die Legende der weißen Schlange” ist ein altes chinesisches Märchen, das hier nicht zum ersten Mal verfilmt wird. Die Tricks sind nicht immer hollywood-reif und Manches, was aus dem Buddhismus erwähnt wird, müssen wir nachschlagen, wenn es uns wichtig ist. Doch es lohnt sich.

Wenn ich die 10 besten Serien aller Zeiten nennen müsste, wäre „Die Legende der weißen Schlange“ auf jeden Fall darunter. Es ist eine der wenigen Serien, an die ich mich immer wieder gerne erinnere.

Sie ist in dieser Liste, weil unsere zwei Dämonen immer wieder gegen Vorurteile ankämpfen und deshalb ihr wahres Sein verstecken müssen. Etwas, das viele Menschen, die zu einer Minderheit gehören, kennen. Zudem ist es interessant, dass genaugenommen unsere „Heldinnen“ eigentlich geschlechtslos sind und nur deshalb weiblich, weil sie diese Form angenommen haben. Somit beinhaltet diese Serie auch eine interessante Haltung zum Thema Geschlecht, was allerdings nicht auffällt. Nehmt diese Bemerkung eher philosophisch.

Unsere Heldin, die Weiße Schlange Bai Su Zhen ist eine derart umwerfende Schönheit, dass man absolut alles vergisst und sich fragt, ob die wirklich echt ist. Dazu gibts jede Menge Action und Gefahren an jeder Ecke.

Diese Serie ist noch zu neu für Auszeichnungen.

Orphan Black (Kanada, 2013 – 2017)

50 Folgen, meist 42 Minuten je Folge
Synchronisiert

Metacritic: 73 / 8,9 (User)
IMDb: 8,3
Rotten Tomatoes: 93% / 92%

Zu sehen auf: Netflix

Orphan Black - Trailer [HD] Deutsch / German

Beschreibung von Filmstarts:

Sarah Manning (Tatiana Maslany) ist eine Außenseiterin, die sich mit kleinen Drogendeals durchschlägt. Als sie Zeugin eines Selbstmordes einer Frau wird, die ihr verblüffend ähnlich sieht, beschließt sie die Identität der Toten anzunehmen, um sich auf diese Weise ein besseres Leben zu verschaffen. Durch diesen Tausch findet sie auch schnell heraus, wo die Ähnlichkeit herrührt: Sarah ist ein Klon. Nach uDiese Serie ist noch zu neu für Auszeichnungen.nd nach stellt sie fest, dass außer ihr noch weitere Frauen existieren, die genetisch identisch mit ihr sind. Auch von anderen Menschen scheint es Klone zu geben, die auf der ganzen Welt bei unwissenden Eltern aufgezogen werden. Als wäre das nicht schlimm genug, gerät sie bald an einen mysteriösen Attentäter, der Jagd auf Klone macht…

„Orphan Black“ habe ich zum einen dazugenommen, weil es für mich DIE Serie war, nach der ich am liebsten schwul gewesen wäre. Wer die Serie gesehen hat, weiß, was ich meine: Noch nie war Schwulsein so coool. Außerdem hat unsere Heldin mehrere Schwestern, alle von Tatiana Maslany gespielt. Ein schönes Symbol von: Wir gehören alle zusammen, sind eins, aber dennoch verschieden. In Gleichheit verschieden. Und das ist der zweite Grund, warum diese Serie hierher gehört. Gemeinsam kämpfen die verschiedenen Klone gegen einen mächtigen Bio-Medizin-Konzern. Obwohl sie sich nicht immer gut verstehen, kämpfen sie gemeinsam und nur so können sie es schaffen, gegen eine mächtigen Konzern zu siegen. So ist „Orphan Black“ auch ein wenig David gegen Goliath und eine Botschaft: Solidarisch schafft ihr den mächtigsten Gegner.

Tatiana Maslany begeistert, weil sie tatsächlich 14(!) verschiedene Charaktere spielt. Zu Beginn der Serie merkte ich es gar nicht, erst als es mir jemand sagte, schaute ich genauer hin. Tolle Leistung, wir verbeugen uns vor dir! Auch dies machte „Orphan Black“ zu einem DER modernen Klassiker, man muss diese Serie einfach gesehen haben.

Zudem wurde Orphan Black genau 140 mal nominiert und in 68 Fällen hat die Serie Preise eingeheimst.