Musik: Neuentdeckungen 12/19

Die Platten, bzw. die Musik, finde ich übrigens per Zufall. Ich höre mir neue Platten an, entweder von Bands/Künstlern, die mir irgendwie empfohlen werden, ich mir gekauft habe oder mir auffallen, oder die in Musikzeitschriften (Englisch/Deutsch) besprochen werden. Prinzipiell höre ich mir wirklich ALLE Platten an, die, vor allem in englischsprachigen Musikzeitschriften (im weitesten Sinne), gute bis sehr gute Kritiken bekommen. „Anhören“ bedeutet jedoch: Ich schaue, ob es sie auf YouTube oder Bandcamp gibt. In die Bestenliste schaffen es nur Platten, die mindestens 3 wirklich gute Musikstücke enthalten. Finde ich also von einer Platte nur 2 Musikstücke, kann sie es gar nicht in die Bestenliste schaffen. Ich denke, wenn eine Platte nicht mehrere wirklich gute Stücke hat, dann lohnt es sich nicht, sie zu kaufen. Platten schlecht machen möchte ich nicht, also erzähle ich auch nicht, wie gähnend langweilig viele Platten sind.

Ausführlicher, warum ich diese Liste erstelle und wie sie zu Stande kommen, habe ich es hier beschrieben.

The Hu – The Gereg (2019)

The Hu – The Gereg (2019)

Laut Wikipedia, heißen „The Hu“ so, weil sie damit an „The Who“ erinnern wollen, wobei man musikalisch keine Ähnlichkeit erkennen kann – und außer der deutschen Wikipedia das auch niemand anders behauptet. Wie so oft.

Auf ihrer Website lesen wir:

„The band’s name The HU, is the Mongolian root word for human being. They call their style “Hunnu Rock”…inspired by the Hunnu, an ancient Mongolian empire, known as The Huns in western culture. Some of the band’s lyrics include old Mongolian war cries and poetry.“

The Hu machen eher klassischen 70er-Rock, jedoch auf „mongolischen“ Instrumenten, wie Tovshuur (eine mongolische Laute, bei The Hu „mongolische Gitarre“ genannt), Tsuur (eine mongolische Längsflöte), Maultrommel (Jaw Harp) und Morin Khuur, die mongolische Pferdekopfgeige. Drums oder Percussion sucht man vergebens, doch werden diese von Gastmusikern gespielt, wenn nötig (leider nicht auf der Platte genannt) oder von digitalen Geräten.

Wobei man ja für guten „Metal“ kein Schlagzeug benötigt, wie wir seit Apocalyptica wissen. Auch 4 Cellos können wie eine Metal-Band klingen.

Doch zurück zu The Hu: Die Songs wären nicht selten 08/15, wären da nicht diese wirklich großartigen Intrumentalparts oder diese interessante Begleitung. The Hu machen Spaß, weil, trotz vorhersehbarem Songverlauf, die Instrumentierung und die Solos doch ungewöhnlich sind und Überraschungen liefern. Und zudem: Wann hört man schon noch klassischen Rock? Auch das ist – zumindest für mich – was Schönes. Es gibt sie noch, die klassischen Rockbands, sie kommen nun aus Ulaanbaatar.

Im Mai 2019 soll ihnen der Präsident der Mongolei, Khaltmaagiin Battulga, gedankt haben, für die positive Werbung, die sie der Mongolei bescheren. Wenn das nicht bedeutet, dass man diese Gruppe gehört haben muss! Sie kommen 2020 übrigens nach Deutschland!

The Hu – Yuve Yuve Yu

The Hu – Wolf Totem

The Great Chinggis Khaan
The Hu – The Great Chinggis Khaan

„Blind“ Rage and Violence – The End of Rrock‘n‘Roll (2012)

„Blind“ Rage and Violence - The End of Rrock‘n‘Roll (2012)

Der Rockabilly Chronicle beschreibt die Musik wie folgt:

„With such a band name, it’s not a surprise to find them play powerful Rock’n’roll mixed with garagey Punk and […] Link Wray inspired stuff“

That‘s right. Das schreiben sie auch selbst.

Was die Platte hörenswert macht, ich gerade die Rauheit und der Anteil „garagey Punk“. Auch wenn es sich bei den Songs ausschließlich um Covers handelt, wie z.B. „Bonanza“, „Treat her right“, „love you two times“, „I fouhght the law“, etc. Wir hören wenig Gesang, die meisten sind instrumental, doch so großartig gespielt, dass man sie dennoch zu jeder Party auflegen möchte.

Schade, dass es die Platte nicht auf Vinyl gibt, ich hätte sie mir gekauft.

Auf YouTube haben sie übrigens 9 Abonnenten (Stand 29.12.2019). Das Album ist ja leider schon älter, es wird wohl auch nichts nachkommen, schade. Auch ich habs leider erst jetzt zufällig entdeckt – 7 Jahre zu spät.

Wems gefällt, sollte die Seite von Deke Dickerson im Auge behalten, vielleicht kommt ja nochmals etwas Vergleichbares zu Stande.

„Blind“ Rage and Violence – Blind‘s Bonanza

„Blind“ Rage and Violence – Cat-O-Nine Crawl

„Blind“ Rage and Violence – Headless Chicken

Alice Cooper – Breadcrumbs (EP) (2019)

Musik: Alice Cooper – Breadcrumbs (EP)

“Breadcrumbs” ist, laut Alice Coopers Website, eine Hommage an einige der Garage Rock Helden aus Alice Coopers Heimatstadt Detroit. Der Opener “Detroit City 2020” ist eine aktualisierte Neufassung von “Detroit City” aus “The Eyes Of Alice Cooper” aus dem Jahr 2003. Außerdem hören wir Suzi Quatros „Your Mama Won’t Like Me“, Bob Segers „East Side Story“, „Sister Anne“ von den MC5 und Shorty Longs „Devil With A Blue Dress On“, “Chains Of Love” von The Dirtbombs und von Alice Cooper himself ein einziges neues Stück: “Go Man Go”. Sechs Stücke insgesamt, von denen mich zwei überzeugen konnten. Eigentlich weniger, als die von mir geforderten 3, um hier veröffentlicht zu werden, doch weil es nur eine EP ist, mache ich eine Ausnahme.

Diese EP ist durchaus bemerkenswert, weil die anderen Projekte Alice Coopers (Solo und Hollywood Vampires) nicht gerade sehr berauschend sind. Vielleicht liegt es ja an den Kompositionen. Wenn man selbst keine guten Ideen hat, sollte man doch besser covern, dann kommt man sogar in meine Bestenliste.

Leider haben Musiker heutzutage viel zu viel Scheu davor, Covers zu veröffentlichen. Doch damit sind alle groß geworden, sogar die Beatles haben auf jedem Album in der ersten Hälfte ihres Schaffens zwei Covers gehabt. Die Stones ebenfalls. Es hat ihnen nicht geschadet.

Lieber Alice Cooper, habe mehr Mut zu covern und behalte die Band auf Breadcrumbs, dann wirds wahrscheinlich nochmals was. Denk an die American Recordings von Johnny Cash: Zum Niederknien – und fast nur Coverversionen.

Alice Cooper – East Side Story

Devil with a Blue Dress on / Chains of Love
Alice Cooper – Devil with a Blue Dress on / Chains of Love

Sir Coyler and His Asthmatic Band – Don’t Shake (2016)

Musik: Sir Coyler and His Asthmatic Band - Don't Shake (2016)

Sir Coyler and His Asthmatic Band haben auf YouTube 1 Abonnenten – absolut unschlagbar! (Stand 29.12.2019).

Sir Coyler and His Asthmatic Band machen auf „Don‘t Shake“ guten alten Punk, fast Hardcore, so dass man manchmal an die Dead Kennedys denken muss. Doch möchte ich keine falschen Assoziationen Wecken. Hört es euch selbst an.

Die Platte ist solide und durchgängig hörbar. Sie könnte besser produziert sein, doch einige Songs stechen heraus. So schreibt „Tim PopKid“: „”Invincible Blues” is a stone cold smash of garage-y energy.  The song is built on this excellent guitar riff that pops in and out of the song accentuating each verse and transition. It’s the sort of riff that gets stuck in your head for years and makes you try to think of ways to steal it without anyone else noticing.“ Yeah!

Ja, die Gitarrenarbeit ist etwas, das mich tasächlich an East Bay Ray erinnert.

Inzwischen heißen sie übrigens nur noch Sir Coyler & The Asthmatics. Es gibt sie noch, doch sie haben nichts Neueres veröffentlicht. Vielleicht fehlen ihnen noch die Fans.

Sir Coyler and His Asthmatic Band – Fixed

Nobody's Dancin' with Me
Sir Coyler and His Asthmatic Band – Nobody‘s Dancing

Sir Coyler and His Asthmatic Band – Big Break

Bob Dylan (featuring Jonny Cash) – Travelin‘ Thru (2019)

Musik: Bob Dylan (featuring Jonny Cash) – Travelin‘ Thru (2019)

„Travelin‘ Thru“ kommt als „The Bootleg Series Vol. 15 1967 – 1969“ auf den Markt und ist eine der wenigen, in die man auf YouTube – zumindest in 15 Songs – reinhören kann. Die Bootleg-Series sind eigentlich alle interessant, meist nur für Fans großartig. Anders hier: Johnny Cash und Bob Dylan als Duo. Allein schon deshalb gehören diese Platten in jeden Schrank.

Doch was haben Bob Dylan und Johnny Cash miteinander zu tun?

Als Johnny Cash Bob Dylan einst hörte, war er überzeugt, dass dieser junge Mann (Johnny Cash ist deutlich älter) zu etwas größerem geboren war. 1964, als Bob Dylan sehr politisch wurde, nahm auch der Gegenwind zu. Die Menschen zerrissen sich das Maul über Bob Dylan und die Inhalte seiner Songs – nicht immer freundlich. Johnny Cash reagierte darauf in einem Leserbrief, in der er schrieb: „Haltet die Klappe und lasst ihn singen!“ („Shut up and let him sing!“). Bob Dylan war bis dahin Johnny Cash, der zu dieser Zeit ein großer Star war, noch nie begegnet. Dass Johnny Cash dies schrieb, „bedeutete alles“ für ihn („ the letter meant the world to me. I’ve kept the magazine to this day.”) und den Artikel hob er auf. Zum ersten Mal trafen sie sich auf dem Newport Folk Festival im selben Jahr (1964), wo Johnny Cash Bob Dylan seine Martin-Gitarre geschenkt haben soll.

In den folgenden Jahren spielten beide immer wieder Songs des anderen, so dass es wohl nur eine Frage der zeit war, bis sie sich begegneten und der Versuch unternommen wurde, etwas Gemeinsames zu veröffentlichen.

Doch so richtig wurde nichts draus. Vielleicht weil Dylan nicht Cash und Cash nicht Dylan war. So mochten die Songs gegenseitig, doch gemeinsam zu musizieren war wohl doch etwas schwieriger als gedacht. Das Ergebnis hat man nun vor sich.

Auch wenn die meisten Songs definitiv nicht zur regulären Veröffentlichung taugen, für eine Bootleg-Series sind sie großartig. Da erwartet man, dass nicht alles so gut funktioniert, manches etwas fremdartig wirkt, etc. Ein Bootleg eben – und als ein solcher grandios!

Bob Dylan - Lay, Lady, Lay (Alternate Version - Take 2) (Official Audio)
Bob Dylan – Lay, Lady, Lay (Take 2 – Alternate Version)

Bob Dylan (mit Johnny Cash) – Big River (Take 1)

Guess Things Happen That Way (Take 3)
Bob Dylan (mit Johnny Cash) – Guess Things Happen That Way (Take 3)

Various Artists – Come on up the House – Women sing Waits (2019)

Musik: Various Artists – Come on up the House – Women sing Waits (2019)

Eine schöne Platte, doch hätte sie schöner werden können. Ich hatte mir mehr erhofft, sind doch einioge große Namen vertreten, wie Rosanne Cash, Patty Griffin, Aimee mann, Alison Moorer & Shelby Lynn, etc. Überzeugt haben mich nur „Tom Traubert’s Blues“ von The Wild Needs, „Ol‘ 55“ von Allison Moorer , Shelby Lynne und „Hold On“ von Aimee Mann. Durch letzteren Song wurde ich übrigens auf die Platte aufmerksam. Die anderen Songs sind ok, so dass man einen Plattenkauf nicht bereuen wird, doch merkt man, wie viel die Stimme von Tom waits doch ausmacht. Manche Songs brauchen Tom Waits, oder zumindest eine sehr ausdrucksstarke Stimme. Weshalb es vielleicht auch an der Auswahl der Songs liegt, dass die Platte nicht immer überzeugt.

Doch hört sie euch durch, hier ist der Bandcamp-Player:

Whitesnake – Slip of the Tongue (Remix/Remastered/Deluxe) (2019)

Whitesnake – Slip of the Tongue (Remix/Remastered/Deluxe) (2019)

Ich weine immer noch, wenn ich sehe, wie diese „neueren“ (jetzt auch schon 30 Jahre alt) Whitesnake Platten herauskommen und die alten, wirklich guten, vergessen werden. „Slip of the Tongue“ ist – wie schon an anderer Stelle erwähnt – der Beginn des Abstiegs von Whitesnake in Pop-Mainstream-Schnulzen-Musik. Auch wenn „Sailing Ships“ schön sein könnte, markiert es diesen Anfang. David Coverdale wird von jetzt an wieder schnulziger und die Musik Whitesnakes wird belangloser. Man merkt von Platte zu Platte, dass Marsden und Moody fehlen und deren Chemie von nichts ersetzt werden kann. Auch Ian Paice, Jon Lord und Neil Murray hinterlassen ein schmerzhaftes Loch, das zeitweise durch Cozy Powell, Don Airey und Colin Hodgkinson gut geflickt werden konnte, doch nachdem auch diese nicht mehr da sind, ist Whitesnake keine echte Band mehr. „The Deeper The Love“ sagt alles.

Doch Menschen mögen Schmalz und je mehr Schmalz aus den Boxen trieft, desto höher die Verkaufszahlen. So war „Slip of the tongue“ das letzte Whitesnake-Album, das Gold und Platin-Status erreichte, danach wollte niemand mehr etwas von Whitesnake wissen – außer sehr sehr treuen Fans. Whitesnake war lange Zeit eine richtige Band und wurde nun immer mehr zu David Coberdales Solo-Projekt mit stetig wechselnden Musikern.

Das schöne an dieser Version, an dieser Deluxe Edition, ist, dass wir auch Monitor-Mixe bekommen und uns etwas vorstellen können, wie das Album geklungen hätte, wenn man ein echtes Rock-Album hätte daraus machen wollen.

Die Live-Aufnahmen kennen wir schon, die gabs als Live at Donington 1990 und klingen auch nicht anders, als in der bekannten Version.

Dennoch gibts ein paar Highlights, weshalb dieses Trauerspiel hier in meiner Liste auftaucht.

Cheap an' Nasty (Monitor Mix, April, 1989)
Whitesnake – Cheap an’ Nasty (Monitor Mix, April, 1989)

Fool for Your Loving (Vai Voltage Mix) (2019 Remaster)
Whitesnake – Fool for Your Loving (Vai Voltage Mix) (2019 Remaster)

Kill for the Cut Blues
Whitesnake – Kill For The Cut Blues (A Trip To Granny’s House Sessions Tapes, Wheezy Interludes & Jams)

Neuentdeckungen 11/2019

The Beatles – Abbey Road (Vinyl und CD Deluxe) (2019)

The Beatles – Abbey Road

Über die Beatles und über Abbey Rod gibt es wenig zu sagen. Auch dieser Remix ist wieder einmal großartig und ein Genuss – wenn nur die schlechte Vinyl-Pressung nicht wäre. Warum?

Die Extras sind diesmal leider weniger must have als bei den Vorgängern, so dass Abbey Road für mich deutlich hinter Sergeant Pepper und The Beatles (Weißes Album) zurück bleibt. Dennoch: Schöne Ausgaben, aber auch da: Deutlich sparsamer gestaltet als The Beatles. Wer gerne ein Buch möchte, muss sich die CD-Deluxe-Ausgabe kaufen, weil es das nicht zu den LPs dazu gibt. Kann man verkraften, da der Gesamtpreis sich in Grenzen hält. Dennoch reicht der normale Remix, für nicht-Fans, da die Extras hier einen kaum vom Hocker hauen.

Come Together (2019 Mix)
The Beatles – Come Together (2019 Mix)

The Beatles – Something (2019 Mix)

Here Comes The Sun (2019 Mix)
The Beatles – Here Comes The Sun (2019 Mix)

The Band – Music from Big Pink (Deluxe) (2018)
The Band – The Band (Deluxe) (2019)

Ich mag die Musik von The Band, doch in der Vergangenheit habe ich sie selten gehört, weil die Songs alle so dumpf klangen, so, als hätte ihnen jemand den Saft abgedreht. Doch hier: Traumhaft! Es ist erstaunlich, was man aus Musik herausholen kann, wenn der richtige Mensch am Mischpult sitzt. Wobei ich den Remix von „Music from Big Pink“ besser finde, als den von „The Band“. Richtig remixen traute man sich da nur bei den „alternate versions“ und diese klingen dann auch besser, als das Original.

Die Deluxe Editionen enthalten alle das Vinyl-Album als Doppel-Maxi (45rpm) und auf CD und Blu-ray. Bei letzteren beiden mit Bonustracks. Außerdem ist auch immer eine Single dabei. Warum, ist mir schleierhaft, sieht aber schick aus.

Das Booklet ist gut, teilweise mager, weil zu viele großformatige Fotos. Mehr Hintergrundinfos zu den einzelnen Tracks wäre nicht schlecht gewesen.

Zusätzlich gibts Schwarz-Weiß-Drucke in LP-Größe, die niemand braucht.

„The Band“ enthält zusätzlich noch „Live in Woodstock“ auf CD, leider nicht auf Vinyl. Eine hervorragende Liveaufnahme, die sich lohnt und die es sonst nur auf der Woodstock-50-Box für viel mehr Geld gibt.

Die Umverpackung ist sehr edel, stabil und mit Leinen(-ähnlichem?) Material überzogen. Die Boxen sind teuer, aber man bekommt echte Qualität für sein Geld.

The Band

The Band – The Band
The Night They Drove Old Dixie Down (Alternate Mix)
The Band – The Night They Drove Old Dixie Down (Alternate Mix)

Up On Cripple Creek (2019 Remix)
The Band – Up On Cripple Creek (Remix / 2019)

The Weight (Live At Woodstock, 8/17/69)
The Band – The Weight (Live At Woodstock, 8/17/69)

Music From Big Pink

The Band - Music From Big Pink
Long Black Veil (Remixed 2018)
The Band – Long Black Veil (Remixed 2018)

I Shall Be Released (Acapella)
The Band – I Shall Be Released (Acapella)

Tears Of Rage (Remixed 2018)
The Band – Tears Of Rage (Remixed 2018)

The Cult – Electric/Peace (2018)

The Cult – Electric/Peace

Das Tolle an dieser Ausgabe ist: Man ist total erleichtert, dass sie nicht die Peace-Ausgabe veröffentlicht haben. Diese klingt – wie fast alles von The Cult – wie Ar… und Friedrich. Doch nun wissen wir, woran es liegt: Am Produzenten. Liebes Cult-Team, vielleicht sollte euch das zu denken geben. Viele Bands bringen gerade großartige Remixe ihrer alten Platten heraus. Vielleicht findet sich auch unter euren ein unentdeckter Klassiker, was man nur nicht hört, weils der Produzent verkackt hat?

Was mir jedoch gar nicht gefällt: keine Outtakes, kein Work-In-Progress, oder ähnlichen Zusatz auch ist das Remastering nicht neu. Der Kauf lohnt sich eigentlich nur, wenn man die Platte noch nicht hat, denn „Peace“ kann man getrost in die Tonne kloppen.

Den Nachfolger „Sonic Temple“ habe ich mir nicht nochmals als Anniversary-Edition zugelegt (habe schon die alte Platte), denn auch da sind die Kritiken nicht gerade umwerfend. Strengt euch etwas besser an, Leute! Wenn man etwas, das man bereits hat, nochmals kaufen soll, benötigt man dafür einen Grund!

The Cult – Wild Flower

The Cult – Peace Dog

The Cult – Electric Ocean

Negativkritik: R.E.M. – Monster (Deluxe) (2019)

R.E.M. – Monster

Ich stöbere ja gerne nach neuen Platten. Monster, von R.E.M. ist sicherlich etwas, das man sich anhören muss. Doch hier…. An der Musik gibts nichts zu mäkeln, die kennt man ja schon, ABER…

DER REMIX! Kotz, würg, mir wird schlecht!! Was ist das? Bei „Bang and Blame“ (mp3) wurde so viel Rauschen reingedreht, dass man glaubt, man sitzt am Wasserfall! Und die anderen sind auch nicht viel besser. Der Remix lässt die Titel stark rauschen (warum???) und bringt klanglich garnichts! Selbst ohne das Rauschen ist es ein Remix, den niemand braucht. Die Songs klingen weniger druckvoll, Stereoeffekte gibts etwas mehr (wer braucht die?), aber das wars auch schon!

Dann die Live-Aufnahmen: Bootleg-Qualität. Brauche ich das? R.E.M. waren/sind (?) eine tolle Live-Band, leider gibts bislang keine Liveaufnahmen, die das zeigen. Und diese ist auch für die Tonne.

Ich beklage mich ja gerne über Musikzeitschriften und vermute ja manchmal, dass die Kritiken etwas mit Geldflüssen zu tun haben oder mit sonst etwas, aber nichts damit, dass sich die Kritiker wirklich die Platten anhören. Manche Kritiken werden – meine Vermutung – von den Konzernen vorgeschrieben und dann nur noch abgedruckt. Von Tageszeitungen ist dieses Vorgehen ja bekannt (so spart man Geld und Journalisten).

Neuer Satz (unabhängig des Vorhergesagten): Der deutsche Rolling Stone gibt dieser Veröffentlichung 5 Sterne!

What???

Losing My Religion (Live In Chicago / 1995)
R.E.M. – Losing My Religion (Live In Chicago / 1995)

Its The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)
R.E.M. – Its The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)

Bang And Blame (Remix)
R.E.M. – Bang And Blame (Remix)

Musik: Neuentdeckungen 10/19

The Raconteurs – Help Us Stranger (2019)

 The Raconteurs – Help Us Stranger (2019)

Wiedervereinigungen gehen nicht häufig gut. Die Singleauskoppelung vorab „Help Us Stranger / Now You‘re Gone“ weckte in mir große Hoffnungen. Vor allem das großartige „Now You‘re Gone“ hat es mir angetan. Leider wurde ich enttäuscht. Es gibt zwar gute Songs auf der Platte, doch die Größe von „Now You‘re Gone“ wird kein zweites Mal erreicht. Fans von Jack White und den Raconteurs werden zufrieden sein, mehr nicht. Seit dem Ende der White Stripes bringt Jack White zwar regelmäßig gute Platten heraus, doch so richtige Begeisterungsstürme schaffen sie nicht auszulösen. Schade, doch zumindest ist es beständige Qualität und man muss keinen Einkauf bereuen. Dennoch: Da wäre mehr drin!

The Raconteurs – Now That You're Gone (Official Music Video)
The Raconteurs – Now That You’re Gone (Official Video)

The Raconteurs – Shine The Light On Me

The Raconteurs – Help Me Stranger (Official Music Video)
The Raconteurs – Help Me Stranger (Official Video)

The Ghost Wolves – TEXA$ PLATINUM (2017)

The Ghost Wolves - TEXA$ PLATINUM (2017)

Die Ghost Wolves sah ich in Stuttgart im Keller Club. Sie waren die dritte Band. Als die zweite Band ihre Instrumente eingepackt hatte und es daran ging für die Ghost Wolves aufzubauen, kam eine junge Frau in einem ultra-kurzen Minirock und Cowboyhut auf die Bühne. Alles in Weiß mit viel Glitzer. Sie bückte sich, steckte die Kabel ein und bemühte sich konstant, dass ihr Minirock nicht hoch rutschte. Das hatte etwas völlig Absurdes. Glitzer-Cowboy-Kostüm, Minirock und dabei auf dem Boden die Arbeit der Rowdys erledigen, dabei ständig den Minirock runter ziehen. Es hätte ja was Längeres sein können, dachte ich so bei mir.

Doch dann nimmt diese junge Frau eine Gitarre in die Hand, ein Schlagzeuger kommt auf die Bühne und ein Orkan weht über uns herein. Wow! Man muss die zwei live gesehen haben um das zu glauben.

Die aktuelle Singe (Oktober 2019) gibts exklusiv bei Third Man Records, dem Label von Jack White – und klingt noch besser als Texa$ Platinum, ihre bisher letzte Platte. Das lässt hoffen!

Third Man Records schreiben über das Duo The Ghost Wolves:

“Das Duo vereint Rock’n’Roll, Punkrock, Garage und Blues mit elektronischen Elementen und gilt als eine der am härtesten arbeitenden Bands im modernen Rock’n’Roll-Underground, das seit fast acht Jahren auf internationalen Tourneen mit fast 1000 Shows unterwegs ist, in mehr als 23 Ländern unterwegs war, einschließlich des größten Teils Westeuropas, der USA, Großbritanniens und Japans.”

Für mich eine besten existierenden Bands!

Doch macht euch selbst ein Bild (bzw. einen Klang):

The Ghost Wolves – Man, Woman, Beast (2014)

Ein gleichfalls großartiges Album, wozu ich nicht mehr sage, hört es euch an!

Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra – Contractual Obligation (2019)

Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra - Contractual Obligation (2019)

Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra veröffentlicht 3 verschiedene Konzerte, einmal aus St. Petersburg, eins aus Warschau und eins aus Moskau. Das seltsame Veröffentlichungsgebahren bringt es mit sich, dass man Live in St. Petersburg nur auf LP bekommt, Live in Warschau nur auf CD und Live in Moskau nur auf Blu-ray. Der Sinn dahinter wird mir nicht ganz klar. Da ich auf LPs stehe, habe ich mir Live in St. Petersburg zugelegt und Blu-rays schaue ich eh nicht… Wer sie gerne sehen möchte: Das meiste gibts auf YouTube!

Es lohnt sich übrigens, es sich anzuschauen! Großartiges Konzert, großartige Band und tolles Orchester. Eines der besten Deep Purple Live Alben – nur leider nicht von Deep Purple. Wobei mit Ian Gillan und Don Airey ja zumindest zwei der aktuellen Mitglieder dabei sind.

Die Liveaufnahmen haben Studio- Qualität und das Orchester ist eine echte Bereicherung. leider kommt es etwas selten richtig groß raus. Ein Highlight ist jedoch für mich die Solo-Geige in Lazy.

Dass wir Don Airey eigentlich gut kennen müssten, fällt uns spätestens auf, wenn Beethovens Neunte erklingt, bzw. Difficult To Cure: Er war einst Keyboarder bei Rainbow.Und dann noch diese Gitarre dazu… Ist das nicht Ritchie Blackmore? Nein? Es ist Simon McBride und er sorgt dafür, dass ich schwören würde, noch nie solch geniale Gitarrensolies auf einer Deep Purple-Platte gehört zu haben. Ritchie, ich vermisse dich keine Sekunde, sorry.

Eine Wahnsinns-Band, tolle Aufnahequalität, teilweise tolle Arrangements mit Orchester, da dürfen gerne auch mal ein paar Songs dabei sein, die eher aus dem 2. Rang kommen. Klasse!

Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra – Lazy (Live in Moscow)

Ian Gillan "Strange Kind Of Woman" (Live from Moscow) - "Contractual Obligation" out now!
Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra – Strange Kind Of Woman (Live in Moscow)

Ian Gillan "Smoke On The Water" - Live in Moscow - Album "Contractual Obligation" out now!
Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra – Smoke On The Water (Live in Moscow)

Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra ( Live in Moscow)
Ian Gillan with the Don Airey Band and Orchestra – Perfect Strangers / Pictures of Home ( Live in Moscow)

William Elliott Whitmore – Kilonova (2018)

William Elliott Whitmore - Kilonova (2018)

William Elliot Whitmore hat mit Kilnova ein schönes Album mit Cover-Songs veröffentlicht. Es haben es zwar nur 3 in meine Bestenliste geschafft (“Ain’t no sunshine”, “Busted” und “Five Feet High and rising”), doch kann man es wunderbar durchhören und entspannen. Alles sehr laid back, hervorragend produziert und William Elliott Whitmore hat eine schöne Stimme. Da es diese Platte auf Bandcamp gibt, muss man mir auch nicht glauben, man kann sie sich komplett anhören:

Status Quo – Aqoustic (Stripped Bare) (2014)

Status Quo - Aqoustic (Stripped Bare) (2014)

Mit Aqoustic überraschen mich Status Quo. Die Platte enthält Perlen, die ich ihnen nicht zugetraut hätte, allen voran “Again and Again” als Cajun. Status Quo zeigen, dass sie auch anders können. Schade, dass sie diese Seite so wenig zeigen. Das neue Album (“Backbone”) ist nur langweilig, wenig originelle Ideen, 08/15-Rock. Aber schlechter als die letzte Whitesnake-Platte ists nicht, also so gesehen befinden sie sich in guter Gesellschaft. Doch im -gegensatz zu Whitesnake können sie unplugged.

Ich hätte an ihrer Stelle nicht 21 Stücke auf die Platte gepackt, von denen die Hälfte niemand braucht, sondern 10 bis 12, die besten und originellsten Stücke und es wäre eine grandiose Platte geworden. Doch so hat man nicht immer das Gefühl, eine wirklich gute Platte zu hören. Manchmal ist weniger mehr. Man hätte mit Originalität (wie bei Again and Again) viel herausholen können. Die Fans werden dennoch begeistert sein. Der Nachfolger hat mir nicht mehr ganz so gut gefallen, doch ist auch er durchaus hörenswert.

Doch hier nun meine persönlichen Perlen aus “Aqoustic”

Status Quo – Caroline

Status Quo – Softer Ride

Status Quo – Again and Again

Wiederveröffentlichungen etc.

Creedence Clearwater Revival – Live At Woodstock (2019)

Creedence Clearwater Revival - Live At Woodstock (2019)

Creedence Clearwater Revival spielten 1969 in Woodstock, was vielen nicht bekannt war, da sich ihr Auftritt auf den offiziellen Woodstock-Platten nicht findet. Anscheinend glaubte die Band, der Auftritt wäre zu schlecht gewesen und wollte deshalb nicht, dass er irgendwo zu hören war. Zudem hatte man in Woodstock mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen, so dass manche Stücke nicht aufgenommen werden konnte, weil eine Kamera ausfiel und anderes mehr. Der Regen war nicht eingeplant. Das hört man der Platte durchaus auch an, aber die Musik wurde dennoch grandios restauriert. Besser klang noch keine Woodstock-Platte.

Warum CCR schlecht gewesen sein sollen, wird einem beim Anhören nicht klar, zumal es wenig Verglichsmaterial gibt, da CCR mit der Veröffentlichung von Liveaufnahmen allgemein nicht so freundlich waren und diese meist auch nicht so gut waren. Dadurch ist sie tatsächlich vielleicht die beste Live-Platte von CCR.

Creedence Clearwater Revival - Born on the Bayou (Live at Woodstock)
CCR – Born on the Bayou

Green River (Live At The Woodstock Music & Art Fair / 1969)
CCR – Green River

Bad Moon Rising (Live At The Woodstock Music & Art Fair / 1969)
CCR – Bad Moon Rising

Deep Purple – Live in Newcastle 2001 (2019)

Deep Purple - Live in Newcastle 2001 (2019)

Noch eine Live-Aufnahme, die sich lohnt. Deep Purple in der letzten Besetzung mit Jon Lord, aufgenommen 2001 in Australien.

Was gefällt ist, dass man auch einmal “Mary Long” oder “No One Came” live hört, grandiose, viel zu wenig live gespielte Stücke, wie auch “Speed King”, was mein perrsönliches Highlight ist (bin aber auch Purple-Fan), 16:59 lang Speed King!

Das Konzert wurde bereits in einer 12-CD-Compilation mit 5 anderen Konzerten der Australien-Asien-Tournee unter dem Titel “The Soundboard Series” veröffentlicht, allerdings als streng limitiert.

Zum Konzert in Newcaslte zitiert JPC Roger Glover mit den folgenden Worten: “Nachdem wir in den frühen 70ern durch Australien tourten, sind wir 1999 mit Steve Morse an der Gitarre zurückgekommen. Australien hat uns 2001 mit offenen Armen willkommen geheißen. Deshalb haben wir uns für diesen Abend etwas ganz Besonderes einfallen lassen: wir haben mehrere Sänger und einige Bläser eingeladen. Es war ein ganz besonderer und einzigartiger Gig.

No One Came (Live in Newcastle 2001)
Deep Purple – No One Came

Highway Star (Live in Newcastle 2001)
Deep Purple – HighwayStar

Speed King / Good Times (Live in Newcastle 2001)
Deep Purple – Speed King

Lynyrd Skynyrd – Live in Atlantik City (2018)

Lynyrd Skynyrd - Live in Atlantik City (2018)

Das Cover ist zwar das Billig-Cover-Des-Grauens, aber darin verbirgt ist ein richtig gutes Live-Album. Lynyrd Skynyrd sind in Spiellaune mit zahlreichen Gästen, wie 3 Doors Down oder Hank Williams Jr.

Leider haben Lynyrd Skynyrd es über die Jahre nicht geschafft, neue großartige Stücke zu schreiben, die denen, der ersten Besetzung, vor dem Flugzeugabsturz, gleichkommen. Auch hier begeistern die alten Stücke, von denen es auch mehr als genügend auf der Platte hat.

Gibt es noch etwas, das man zu dieser Band sagen muss?

Vielleicht noch: “Sweet Home Alabama” wurde über die Jahre zu einem Song, der einfach nur Alabama lobt, hat den Rassismus-Inhalt nahezu vergessen lassen. Der Song selbst enthält auch nichts Rassistisches und Lynyrd Skynyrd verwenden auch nicht mehr die Südstaaten-Flagge. Sie haben gelernt. Dennoch war er eine Antwort auf Neil Youngs “Alabama”, das gerade den Rassismus anprangert. Doch den jüngeren kann es eigentlich egal sein. Ich habe sogar gelesen (weiß nicht mehr, wo), dass sogar Neil Young den Song mal gespielt hätte und die Feindschaft begraben wäre. Vielleicht stimmts ja, ich hoffe es, den musikalisch sind sie immer noch großartig, noch das Composing und Song-Arrangement klappt nicht mehr so gut, wie früher. Aber die alten Titel rocken noch.

Saturday Night Special (Live)
Lynyrd Skynyrd with 3 Doors Down – Saturday Night Special

Down South Jukin' (Live)
Lynyrd Skynyrd feat. Hank Williams – Down South Jukin’

Call Me the Breeze (Live)
Lynyrd Skynyrd – Call Me The Breeze

2018 – Platten des Jahres

Das Schreckliche dieses Jahres ist: es gibt so viele großartige alte Hasen, von denen Unveröffentlichtes und Remixe erscheinen, dass die Jungen verblassen – oder vielleicht auch nicht. Vielleicht macht es nur sichtbarer, wie traurig der aktuelle Stand der Musikbranche ist. Wenn gut Platten herauskommen, sind es meist alte Bekannte.

Ich suche viel und ich höre viel. Natürlich kann auch mir etwas durch die Lappen gegen, denn alle Platten der Welt bekomme ich nicht mit. Doch die Musikzeitschriften müssten es, denke ich. Tun sie aber nicht. Wer nicht bezahlt wird meist auch nicht besprochen. Und das andere Übel: Es werden gute Noten für langweilige überflüssige Platten vergeben. warum? Ich vermute einmal, dass selbst die Musikredakteure derart verzweifelt sind, dass der kleinste Lichtblick am Horizont mit der Höchstpunktzahl bewertet wird. Ist ja auch recht simpel: Wir geben einfach vielen Platten richtig gute Bewertungen und schon gibts richtig viele gute Platten! Wenns nicht schön ist, redet man sichs eben schön. Frustrierend.

(Hier gibt es einen Text u.a. darüber, wie diese Aufstellung, bzw. dies Auswahl, zustande kommt.)

William Elliott Whitmore – Kilonova

William Elliott Whitmore – Kilonova

William Elliot Whitmore hat mit Kilnova ein schönes Album mit Cover-Songs veröffentlicht. Es haben es zwar nur 3 in meine Bestenliste geschafft (“Ain’t no sunshine”, “Busted” und “Five Feet High and rising”), doch kann man es wunderbar durchhören und entspannen. Alles sehr laid back, hervorragend produziert und William Elliott Whitmore hat eine schöne Stimme. Da es diese Platte auf Bandcamp
Various Artists – Confession The Blues

Various Artists – Confession The Blues

2018 ist das Jahr des Blues. Larkin Poe veröffentlichen 2 Platten, von Big Brother & The Holding Company gibt es Sex & Dope & Cheap Thrills und von der Willie Dixon Foundation eine Bluessammlung Confession The Blues. Diese wäre nichts Besonderes, sind doch alle Stücke uralt und finden sich wahrscheinlich in jeder Sammlung eines echten Blues-Liebhabers. Was diese Veröffentlichung besonders
The Yardbirds – Yardbirds 68

The Yardbirds – Yardbirds 68

“Yardbirds 68” ist etwas, um Fans niederbrechen zu lassen. Ist die BBC-Aufnahme nur ein Jewelcase mit 3 CDs und dem üblichem Jewel-Case-Beiheft, so ist diese hier eine Doppel-LP (Vinyl) von einem Gewicht, dass ich mich spontan fragte, ob die Platten wirklich nur 180g haben. Das Plattencover ist schwer. Und dazu: Ein Heft in der selben Größe und Dicke, wie die
The Moldy Peaches – The Moldy Peaches

The Moldy Peaches – The Moldy Peaches

The Moldy Peaches (2001-CD, 2018-Vinyl) Als ich zum ersten Mal “Anyone else but you” hörte, verliebte ich mich sofort in den Song. Irgendwo las ich, dies wäre Anti-Folk. Finde ich ja etwas pervers, Musik so zu bezeichnen. Wie kann Musik gegen anderen Musik sein? Man könnte sie genauso gut als echte Punks bezeichnen: Ich kann nicht singen, du auch nicht,
The Cult – Electric/Peace

The Cult – Electric/Peace

Das Tolle an dieser Ausgabe ist: Man ist total erleichtert, dass sie nicht die Peace-Ausgabe veröffentlicht haben. Diese klingt – wie fast alles von The Cult – wie Ar… und Friedrich. Doch nun wissen wir, woran es liegt: Am Produzenten. Liebes Cult-Team, vielleicht sollte euch das zu denken geben. Viele Bands bringen gerade großartige Remixe ihrer alten Platten heraus. Vielleicht
The Beatles – The Beatles (White Album) Deluxe Edition

The Beatles – The Beatles (White Album) Deluxe Edition

The Beatles – The Beatles (White Album) – Deluxe Edition. Der absolute Hammer – was sonst. Und Deluxe lohnt sich. Man bekommt außer 6 CDs und einer BlueRay auch noch ein dickes, richtig dickes Buch. Wunderbar aufgemacht und geschrieben. Die Geschichte des Weißen Albums und aller auf der Deluxe-Edition vorhandener Tracks fein säuberlich nacherzählt. Auch für echte Fans noch ein
The Band – Music from Big Pink (Deluxe)

The Band – Music from Big Pink (Deluxe)

Ich mag die Musik von The Band, doch in der Vergangenheit habe ich sie selten gehört, weil die Songs alle so dumpf klangen, so, als hätte ihnen jemand den Saft abgedreht. Doch hier: Traumhaft! Es ist erstaunlich, was man aus Musik herausholen kann, wenn der richtige Mensch am Mischpult sitzt. Die Deluxe Edition enthält das Vinyl-Album als Doppel-Maxi (45rpm) und
Rainbow – Memories in Rock II

Rainbow – Memories in Rock II

Sehr erstaunlich ist, dass die zweite Platte, die es in mein “best of” geschafft hat, Memories in Rock II von Rainbow ist.Es gibt zwei Dreifach-LPs, Memories in Rock I und II, wobei sich beide durch sehr schlechte Aufnahmequalität auszeichnen. Vor allem der Mann (oder Frau) am Mischpult hats definitiv verbockt. Es ist mir schleierhaft. Theoretisch könnte man eine Live-LP neu
Prince – Piano & A Microphone

Prince – Piano & A Microphone

Und wäre der alten Hasen nicht genug, so erschien auch noch ein großartiges Album, von Prince: Piano & A Microphone. Im Gegensatz zu den Beatles und John Lennon ist es kein Remix, sondern ein Bootleg in einem großartigen neuen Soundgewand. Während Prince am Klavier saß und improvisierte, lief eine Bandmaschine mit und nahm alles auf. Und wie es so ist,
Neil Young – Songs For Judy

Neil Young – Songs For Judy

Neil Young hat mal wieder in den Archiven gewühlt. Da er seit Jahren ja kein vernünftiges Album mehr hinbekommt, sind die einzigen Lichtblicke alte Liveaufnahmen. Ich hätte mir zwar mehr Road-Rock gewünscht, aber leider werde ich vor allem mit netten Akustik-Sets abgespeist. Eigentlich sind alle neuen Veröffentlichungen von Neil Young völlig überflüssig, da keine neuen Versionen dabei sind und man
Neil Young – Roxy-Tonight’s the Night, Live

Neil Young – Roxy-Tonight’s the Night, Live

Neil Young hat mal wieder in den Archiven gewühlt. Da er seit Jahren ja kein vernünftiges Album mehr hinbekommt, sind die einzigen Lichtblicke alte Liveaufnahmen. Ich hätte mir zwar mehr Road-Rock gewünscht, aber da kann man nichts machen. Eigentlich sind alle neuen Veröffentlichungen von Neil Young völlig überflüssig, da keine neuen Versionen dabei sind und man jeden Song schon 100mal
Marianne Faithful – Negative Capability

Marianne Faithful – Negative Capability

Marianne Faithful. 72 Jahre jung, doch nicht zu scheu, nochmals eine Platte zu veröffentlichen, Negative Capability. Sie versteht es hervorragend, die Vorteile ihrer “alten” Stimme hervorzuheben. Die Platte erreicht nicht ganz die Größe, wie die Spätwerke von z.B. Johnny Cash, doch auch diese Platte wird dafür sorgen, dass man Marianne Faithful als große Sängerin in Erinnerung behalten wird. Sie singt
Lynyrd Skynyrd — Live in Atlantik City

Lynyrd Skynyrd — Live in Atlantik City

Das Cover ist zwar das Billig-Cover-Des-Grauens, aber darin verbirgt ist ein richtig gutes Live-Album. Lynyrd Skynyrd sind in Spiellaune mit zahlreichen Gästen, wie 3 Doors Down oder Hank Williams Jr. Leider haben Lynyrd Skynyrd es über die Jahre nicht geschafft, neue großartige Stücke zu schreiben, die denen, der ersten Besetzung, vor dem Flugzeugabsturz, gleichkommen. Auch hier begeistern die alten Stücke,
Larkin Poe – Venom & Faith

Larkin Poe – Venom & Faith

Ja, sie haben mich nicht enttäuscht. Larkin Poe haben mit Venom & Faith und wunderbares Blues-Album hingelegt und führen damit sogar die amerikanischen Blues-Charts an. Ihre Konzerte sind ausverkauft. Vielleicht haben sie ja endlich ihren Weg gefunden. Von Kin und Reskinned ist es ein weiter, wenn auch zeitlich kurzer Weg gewesen. Doch schon als Lovell-Sisters spielten sie Led Zeppelin-Covers, obwohl
Larkin Poe – Peach

Larkin Poe – Peach

Peach ist eine 2018 erschienene Platte mit mit älteren (2011) Stücken, die wahrscheinlich schon länger auf Band existierten und es nun endlich auf Platte schafften, kombiniert mit neuen Aufnahmen. Frauen retten mich. Es gibt noch Menschen, die den Blues haben. Das Cover von Peach erinnert zwar an eine kitschige Country-Platte, doch sind Larkin Poe (die Schwestern Rebecca und Megan Lovell)
John Lennon – Imagine (Ultimate Mix)

John Lennon – Imagine (Ultimate Mix)

John Lennon – Imagine (Ultimate Mix). Zuerst erschien Imagine, dann das Weiße Album. Auch hiervon gibt es eine Deluxe-Edition, doch ist das Buch nicht ganz so dick, wie beim Weißen Album. Wer das dicke Buch möchte, muss extra zahlen – schade. Dennoch ist auch diese Deluxe-Edition allererste Sahne. Die Songs wurden liebevoll unter der Obhut von Yoko Ono remixt. Johns
Jennifer Rostock – Jennifer Rostock bleibt (live)

Jennifer Rostock – Jennifer Rostock bleibt (live)

“Jennifer Rostock bleibt” ist eine gute, allerdings sehr schlecht mitgeschnittene Liveplatte. keine Ahnung, wer das Live mitgeschnitten hat, aber das breiige hätte sicherlich vermieden werden können. Ich frage mich öfter, ob manche Leute nicht taub sind oder zumindest einen mächtige Hörschaden haben, die an solchen Mischpults sitzen. Wie dem auch sei: jennifer Rostock rockt und das gleich mit dem Opener,
Jack White – Boarding House Reach

Jack White – Boarding House Reach

Jack White experimentiert. Boarding House Reach ist kein wirklich großes Album geworden, aber eines, das einen auf eine Reise führt, deren Ziele nicht vorhersehbar sind. Diese Platte ist ein buntes Gemisch aus verschiedenen Stilen, aus Geräuschen, Samples – und ab und an gibts sogar etwas, das man als echten Song erkennt. Die Stücke sind allesamt interessant und machen Spaß anzuhören.
Guns N’Roses – Appetite for Destruction (Deluxe Edition)

Guns N’Roses – Appetite for Destruction (Deluxe Edition)

Um die Enttäuschung über nicht vorhandene gute Platten neuer Künstler noch größer zu machen, veröffentlichen Guns N’Roses Appetite for Destruction, immerhin eines der besten Alben aller Zeiten, als Deluxe und Super-Deluxe Edition. Zwei Editionen, die leider niemand braucht. Die zusätzlichen Songs sind Live-Versionen und Aufnahmen aus einer Sound City Session, die wirklich keine neuen Erkenntnisse bringen. Einziger Lichtblick sind –
Big Brother And The Holding Company – Sex, Dope & Cheap Thrills

Big Brother And The Holding Company – Sex, Dope & Cheap Thrills

Sex, Dope & Cheap Thrills wäre für mich die Platte des Jahres gewesen, hätten nicht Larkin Poe noch Venom & Faith herausgebracht. Die Platte fängt ausgerechnet mit einem Demo an, aber dann… ich hätte geschworen, die Original Cheap Thrills zu hören, nur in deutlich besserer Qualität. Allerdings enthält Sex, Dope & Cheap Thrills nicht die Originalaufnahmen, sondern Demos, Outtakes, etc.

2015 – Platten des Jahres

Während 2014 ein richtig gutes Rock-Jahr war, fiel 2015 doch sehr, sehr enttäuschend aus. Wenige gute Platten, Highlights kommen von IU, The Devil And The Almighty Blues und den Pretty Reckless.

Die Playlist zu den unten angegebene Platten gibts wieder hier auf Youtube. Zu “Shovels & Rope”, “Jello Biafra & The New Orleans Raunch and Soul All-Stars” und “The Devil and the Almighty Blues” gibts auch noch einen Link auf Bandcamp, wo man die ganze Platte anhören und kaufen kann. Hier gibt es einen Text u.a. darüber, wie diese Aufstellung, bzw. dies Auswahl, zustande kommt.

Die Platten sind in alphabetischer Reihenfolge gelistet. Wenn ihr auf den Titel klickt, kommt ihr zu Musikbeispielen aus dem Album und zu einer kleinen Plattenkritik.

The Wainwright Sisters: Songs in the Dark

The Wainwright Sisters: Songs in the Dark

Die Wainwright Sisters sind ein Singer-Songwriter Duo, bestehend aus Martha Wainwright und ihrer Halbschwester Lucy Wainwright Roche. Beide sind Töchter von Loudon Wainwright III, haben jedoch verschiedene Mütter. Auf “Songs in the Dark” werden sie von zahlreichen Familienmitgliedern unterstützt. In Wikipedia lesen wir: “Jude Rogers of The Guardian called the album a ‘lovely, twilit thing’ and the duo’s London performance
The Subways: The Subways

The Subways: The Subways

The Subways haben ein kleine nette Platte herausgebracht, als Doppel-Vinyl, 2x 10′. Das und der wunderbare Comic darauf machen diese Platte schon zu einem kleinen Sammlerstück. Musikalisch wäre mehr drin,. aber sie sind auf einem guten Weg. Es ist die erste selbst-produzierte Platte, was ihr gut tut. Waren die vorherigen noch recht gefällig produziert und strahlten dadurch auch eine gewisse
The Reverend Peyton’s Big Damn Band: So Delicious

The Reverend Peyton’s Big Damn Band: So Delicious

Auch Reverend Payton hat den Blues, aber auch den Gospel und Folk. Er ist ein großartiger Gitarrist und Fans von Seasick Steve, aber auch Ry Cooder oder anderen, sollten ihn sich anhören. Die Band spielt meist akustisch mit klassischen Instrumenten (Waschbrett, Gitarre, Drums). Dabei beherrscht Payton’s Stimme, seine Gitarre und der stampfende Rhythmus die Musik. Eine Art bluesiger Power-Folk und
The Pretty Reckless: Going To Hell

The Pretty Reckless: Going To Hell

“Going to Hell” ist die 2. Platte der Pretty Reckless und eine deutliche Steigerung zum Vorgänger “Light Me Up”. Etwas enttäuschend ist das Cover. Ja, sie siht gut aus, Taylor Momsen, doch sind Fotos, die einem Playboy alle Ehre machen würden, wirklich nötig? Entsprechend beginnt die Platte mit einem Gestöne. Um dann aber gleich richtig los zu rocken mit einem
The Devil and the Almighty Blues (selftitled)

The Devil and the Almighty Blues (selftitled)

Und jetzt endlich kommen wir zu einem echten Rock-Album, zu echtem Stoner-Rock made in Norwegen. Für mich definitiv die beste Platte des Jahres und eine der besten ever. “Best Band I’ve heard in a long time. Sounds like they’ve been playing together forever. Heavy, dark. You can feel the magic in the way they recorded it. Old school. When’s the
Shovels & Rope: Busted Jukebox Vol. 1

Shovels & Rope: Busted Jukebox Vol. 1

Wir bleiben beim Folk/Folk-Rock und in Kalifornien (auch Seasick Steve und Lance Canales sind dort beheimatet). Shovels & Rope spielen Covers gemeinsam mit verschiedenen Musikern ein. das Ergebnis sind teilweise großartige Versionen, teilweise aber auch nicht. Es erreicht nicht ganz die Qualität anderer Alben. Vielleicht auch deshalb, weil es doch eher ein Sampler ist und nicht wie aus einem Guss
Seasick Steve: Sonic Soul Surfer

Seasick Steve: Sonic Soul Surfer

Seasick Steve heißt eigentlich Steven Gene Wold und ist 2015 etwa 75 Jahre alt. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf und lebete lange als Obdachloser. Seasick Steve hat definitiv den Blues der Straße. Er kennt das leben von seinen Schatten und Sonnenseiten und das hat auch seine Musik geprägt. Seasick Steve spielt auf “Sonic Soul Surfer” den Blues-Rock, den wir
Lance Canales: The Blessing And The Curse

Lance Canales: The Blessing And The Curse

Folk-Rock bis Blues-Rock und musikalisch sehr verwandt mit Seasick Steve bietet Lance Canales auf “The Blessing And The Curse”, seine bislang dritte offizielle Platte (2008, 2012 und diese 2015). Bei Amazon ist zu lesen: “Canales is most passionate about the … release of the single ‘Plane Crash at Los Gatos: Deportee‰’ written by Woody Guthrie in 1948 and labeled by
Jello Biafra & The New Orleans Raunch and Soul All-Stars: A Walk On Jindal’s Splinters

Jello Biafra & The New Orleans Raunch and Soul All-Stars: A Walk On Jindal’s Splinters

Wer Jello Biafra kennt, weiß, dass man bei ihm nicht immer auf klassischen Punk trifft. “A Walk On Jindal’s Splinters” ist eine Live-Platte mit einer Band, die auch zu den Blues Brothers gepasst hätte. Leider sind die Aufnahmen meist nicht sonderlich gut und die Platte hat einen Bootleg-Charakter, weshalb es auch nur 3 Songs davon in meine Playlist schafften. Doch
IU: Chat-Shire

IU: Chat-Shire

Schon zuvor brach IU mit dem Album “Modern Times” aus dem üblichen K-Pop aus und zeigte, dass sie auch andere Musik machen kann. In Chat-Shire schrieb sie vor allem über sich. Doch leider war ihr erstes selbst produziertes Album rasch von “Skandalen” überschüttet. In “Twenty-Three” hatte sie Sounds aus einem Britney Spears-Song eingebaut, ohne zu fragen. Man warf ihr zudem
Deep Purple: From the Setting Sun… (In Wacken)”… To The Rising Sun (In Tokyo)

Deep Purple: From the Setting Sun… (In Wacken)”… To The Rising Sun (In Tokyo)

Deep Purple veröffentlichen zwei nahezu identische Liveplatten von der Tournee 2014. Da sie auf unendlich viele Hits zrückgreifen können und diese auch nach wie vor spielen, strotzen diese Platten geradezu von von großartigen Nummern. Man sollte sich nicht beide kaufen, denn das lohnt suich wirklich nicht! Mir gefällt “From the Setting Sun… (In Wacken)” am besten. Nahezui jeder alte Song

2017 – Die Platten des Jahres

2017: Deep Purple und Black Sabbath haben aufgehört und ihre letzten Platten veröffentlicht und Neues blieb weitestgehend aus. Viele Wiederveröffentlichungen, die den jungen Künstlern die Show rauben – zumindest auf meinem Plattenteller.

(Zum Reinhören findet ihr hier eine Playlist auf YouTube. Hier gibt es einen Text u.a. darüber, wie diese Aufstellung, bzw. dies Auswahl, zustande kommt.)

Die Platten sind in alphabetischer Reihenfolge gelistet. Wenn ihr auf den Titel klickt, kommt ihr zu Musikbeispielen aus dem Album und zu einer kleinen Plattenkritik.

Tinariwen: Elwan

Tinariwen: Elwan

Dass es tatsächlich 4 Titel dieser Platte in meine Playlist schafften, hat sogar mich überrascht. Tinariwen klingen eigentlich wie alles aus Mali auf dem Weltmusik-Markt, aber dennoch ein bisschen besser. Die Songs sind relativ lang, die Melodie wird innerhalb eines Songs häufig wiederholt und so wirkt jeder Song wie eine Meditation – und haben sie einen erst mal in Trance
The Ghost Wolves – TEXA$ PLATINUM

The Ghost Wolves – TEXA$ PLATINUM

Die Ghost Wolves sah ich in Stuttgart im Keller Club. Sie waren die dritte Band. Als die zweite Band ihre Instrumente eingepackt hatte und es daran ging für die Ghost Wolves aufzubauen, kam eine junge Frau in einem ultra-kurzen Minirock und Cowboyhut auf die Bühne. Alles in Weiß mit viel Glitzer. Sie bückte sich, steckte die Kabel ein und bemühte
The Beatles: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Deluxe Edition, Remix)

The Beatles: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Deluxe Edition, Remix)

Das beste Album aller Zeiten – als Remix. Wahnsinn! Es klingt besser als je zuvor und Anspieltipps gebe ich keine. Echte Bereicherungen sind auch die Bonustracks, zu denen u.a. verschiedene Takes der Lieder gehören, teilweise ohne Overdubs und da gibt es ein paar echte Überaschungen. Dass „Sgt. Pepper“ eines der besten Alben aller Zeiten ist,wird wohl niemand wirklich bezweifeln, doch
Nordic Notes Vol. 4: Folk from Finnland

Nordic Notes Vol. 4: Folk from Finnland

Zugegeben, wenn es 4 von 20 Titeln einer Doppel-CD in meine Playlist schaffen, ist das prozentual nicht viel, aber die Doppel-CD kostet auch nur ca. 13 Euro aktuell (Dezember 2017). Nordic Notes hat schöne Zusammenstellungen für wenig Geld, weshalb es sich lohnt alle zu kaufen. So würden Vol. 2-4 (1 ist ausverkauft) aktuell zusammen etwa 30 € kosten und man
Neil Young: Hitchhiker

Neil Young: Hitchhiker

Und noch eine Platte aus der Mottenkiste. Hitchhiker enthält Aufnahmen von 1976, die Neil Young damals akustisch, nur mit Gitarre bewaffnet, einspielte. Fast alle Songs finden sich auf irgend einer Neil Young Platte wieder – doch nicht in dieser akustischen Version. “Hawaii” und “Campaigner” kannte ich noch nicht, aber “Powerfinger”, “Human Highway”, “Pocahontas”, etc. sind alte Bekannte. Tolle Versionen, schlicht
Jordan Reyne – Best Of Jordan Reyne

Jordan Reyne – Best Of Jordan Reyne

Da Jordan Reyne sich keiner großen Bekanntheit erfreut, möchte ich hier ein paar Lieder aus ihrer Best-Of-Platte vorstellen, die ihr übrigens hier auf Spotify, auf YouTube (unvollständig) und hier auf Bandcamp findet. Jordan Reyne ist eine Solokünstlerin, die ihre Songs zu Hause aufnimmt und sich anhört, wie eine ganze Band. Auch Live ist sie ein echtes Erlebnis, weil man dann
Greta Van Fleet: Small Fires

Greta Van Fleet: Small Fires

Bei Greta Van Fleet sind sich Kritiker und “Normalhörer” sehr uneins. bei den Kritikern kommen sie nicht so gut weg, bei den Hörern schon. Deshalb ist mir diese Platte auch eher zufällig aufgefallen, da mir ein gewisser Plattenbieter auf Grund meiner Käufe diese Platte vorschlug. Es gibt sie übrigens aktuell nicht auf Vinyl, was ich schon seltsam finde, aber vielleicht
Delaney & Bonnie & Friends: Motel Shot

Delaney & Bonnie & Friends: Motel Shot

Delaney and Bonnie sind eine der besten Bands ever – und das ist ihr bestes Album – finde ich. Ich habe es schon immer geliebt und neu remastered klingt das Album von 1971 wirklich gut. Nicht entfremdet, einfach frischer. Außerdem bekommt man ein paar Studio-Outtakes als Bonustracks noch obendrauf (allerdings nur für Fans brauchbar). Von den ursprünglichen 12 Stücken sind
Deep Purple: „InFinite“ & „The Infinite Live Recordings, Vol. 1

Deep Purple: „InFinite“ & „The Infinite Live Recordings, Vol. 1

a) „InFinite“ Infinite ist ein überraschend gutes Album. Wussten Deep Purple in den letzten Jahren zu langweilen, so überrascht dieses Album. Es ist das beste seit „Perpendicular“ und hats immerhin mit 3 Songs in meine Playlist geschafft. Die letzten Platten hatten – wenn überhaupt – einen hörbaren Song. 3 gute Songs von von insgesamt 10 bedeutet 33% richtig gut, der
Cage The Elephant: Unpeeled

Cage The Elephant: Unpeeled

Cage The Elephant bringen regelmäßig beachtenswerte Platten heraus mit teils großartigen Songs. „Unpeeled“ ist eine seltsame Mischung aus Akustikversionen von alt bekannten Songs und Covers. Eigentlich ein überflüssiges Album, bringt es doch wenig Neues, doch 4 Titel (von 21) sind in meiner Playlist gelandet. So sind die Versionen von „Spiderhead“, „Ain’t no rest for the wicked“, „Trouble“ und “Rubberball” durchaus
Black Pistol Fire: „Deadbeat Graffiti“

Black Pistol Fire: „Deadbeat Graffiti“

Black Pistol Fire haben sich musikalisch weiterentwickelt. Sie gehören für mich zu den besten jungen Bands. Bisher war jede Platte lohnenswert. Auf Deadbeat Graffiti sind die Songs „Lost Cause“, „Don’t ask why“ und „Speak of the Devil“ und „Bully“ meine Spitzenreiter. 4 von insgesamt 12 Songs haben es in meine Playlist geschafft. Was leicht irritiert, ist, dass sie doch nach